Systemisches Anti-Gewalt-Training®

Warum Systemisch?
Pädagogisches Handeln setzt auf Nachhaltigkeit und ist ein wichtiges Element unserer Arbeit. Wir beziehen bestehende Institution/ Bezugssysteme in das Konzept mit ein. Der Ansatz beruht auf der Transparenz in der gemeinsamen Zusammenarbeit.
Das Bezugssystem soll eng in den Ablaufprozess des präventiven Anti-Gewalt-Trainings einbezogen werden. Die primären Bezugspersonen werden die Trainingseinheiten begleiten.
So können die einzelnen Projektprozesse in einem offenen Erfahrungsaustausch erörtert werden und nach dem Trainingsabschluss weiterhin im Arbeitsalltag angewandt werden.

Grundsätze des Ansatzes:

Verstehen, aber nicht einverstanden sein!
Klare Linie mit Herz, der autoritative Erziehungsstil!
Niemand hat das Recht den anderen zu beleidigen, verletzen oder auszugrenzen – ansonsten erfolgt Konfrontation!

Soziales Gruppentraining

Soziale Gruppenarbeit (§ 29 SGB VIII) ist eine Leistung der Jugendhilfe im Rahmen der Hilfen zur Erziehung (§§ 27 SGB VIII ff) für ältere Kinder und Jugendliche, die Hilfe bei der Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensproblemen benötigen.

Auf der Grundlage eines gruppenpädagogischen Konzepts soll unter Nutzung eines gruppendynamischen Prozesses ihre Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und zugleich gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit (vgl. § 1 Abs. 1 SGB VIII) gefördert werden.

Den Anspruch auf Gewährung dieser Hilfe zur Erziehung haben gemäß § 27 Abs. 1 SGB VIII Personensorgeberechtigte, wenn eine dem Wohl des Kindes oder Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist und die Hilfe für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist.

Die betroffenen Kinder und Jugendlichen sind gemäß § 36 Abs. 1 SGB VIII (bzw. § 8 Abs.1 SGB VIII) neben ihren Personensorgeberechtigten bei der Auswahl und Gestaltung der Hilfe zu beteiligen.
Soziale Gruppenarbeit steht als Leistung auch jungen Volljährigen offen, wenn und solange sie diese Hilfe zur altersgemäßen Entwicklung ihrer Persönlichkeit und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung benötigen (§ 41 SGB VIII).

Die Verbindung des § 29 SGB VIII mit dem § 27 SGB VIII ermöglicht eine Erweiterung der Arbeit in der Gruppe auf die Einbeziehung des Lebensumfeldes der Kinder / Jugendlichen:
„Hilfe zur Erziehung wird insbesondere nach Maßgabe der §§ 28 bis 35 gewährt. Art und Umfang der Hilfe richten sich nach dem erzieherischen Bedarf im Einzelfall; dabei soll das engere soziale Umfeld des Kindes oder des Jugendlichen einbezogen werden“ (§ 27 Abs. 2 SGB VIII)

1.Eigene bzw. fremde Grenzen wahrnehmen- und respektieren lernen!
2.Konfliktlösungsstrategien und Verhaltensalternativen erarbeiten und anwenden lernen!
3.Bewusstsein für die Verantwortung des eigenen Handelns schaffen!
4.Gewalt bewusst begegnen!
5.Opfervermeidung!
6.Erlernen und üben sozialer Kompetenzen!

Das Systemische Anti-Gewalt-Training® ist eine Leistung für Kinder und Jugendliche im Alter von 12-18 in besonderen Problemlagen. In der Praxis ist eine geschlechtsspezifische Ausrichtung in Form von Mädchengruppen und Jungengruppen möglich und sinnvoll. Die Gruppengröße sollte 12 Personen nicht überschreiten und ab 6 TeilnehmerInnen gibt es einen Termin zum Start der Hilfe. Die Umsetzung erfolgt in einer festen Gruppe. Dabei ist ein besonderes Gewaltpotenzial nicht Voraussetzung für die Teilnahme. Vielmehr soll im bestehenden Setting Kompetenzen und Handlungsstrategien erlernt werden, die dem Entstehen einer Gewaltdynamik vorweg greift.

Um eine langfristige Wirksamkeit der Maßnahme zu gewährleisten ist eine aktive Einbindung weiterer Institutionen in den Ablauf des Trainings Voraussetzung. So sollen erlernte Inhalte und Fähigkeiten in den Alltag übernommen und deren Anwendung unterstützt werden

Kosten und Dauer des Trainings

Dauer der Hilfe:
Ab 6 Monaten – dabei wird eine langfristige Zusammenarbeit angestrebt.
Veranstaltungen für Eltern, Zusammenarbeit und Gespräche mit den Institutionen, Gruppensitzungen, Nachbereitung mit Jugendlichen und Eltern, Teilnahme an Hilfeplangesprächen

Zeitdauer + Preise:
min. 20 Stunden bis 80 Stunden Kursangebote
wöchentlich 1-2 Termine á 3 Stunden
zuzüglich der Gespräche und Implementierung in den Alltag

60,00€ pro Fachkraft und Stunde + Fahrtkosten

Enthalten im Preis:
- Informationsveranstaltung
- Vor- und Nachbereitung
- Dokumentation
- Material
- Auswertungstreffen
Vorteile gegenüber anderen Anbietern:
- Langfristige Zusammenarbeit
- Geschulte Ausbildung
- Feste Konzept bzw. Handlungsstrategien
- Möglichkeit Frau/ Mann Team

Konfrontatives Sozialtraining in Grundschule

Das Systemische Anti-Gewalt-Training® ist eine Leistung für Kinder und Jugendliche im Alter von 12-18 in besonderen Problemlagen. Für den Grundschulbereich bieten der DFV Konfrontatives Sozialtraining an. Die Umsetzung erfolgt in einer festen Gruppe. Wir arbeiten auch in geschlechterhomogenen Gruppen. Dabei ist ein besonderes Gewaltpotenzial nicht Voraussetzung für die Teilnahme. Vielmehr soll im bestehenden Setting Kompetenzen und Handlungsstrategien erlernt werden, die dem Entstehen einer Gewaltdynamik vorweg greift.
Um eine langfristige Wirksamkeit der Maßnahme zu gewährleisten ist eine aktive Einbindung weiterer Institutionen in den Ablauf des Trainings Voraussetzung.

So sollen erlernte Inhalte und Fähigkeiten in den Alltag übernommen und deren Anwendung unterstützt werden.
Konfrontative Pädagogik ist als eine Methodik des pädagogischen Handels zu verstehen. Im Mittelpunkt stehen dabei ein wertschätzender Umgang mit den Kindern und Jugendlichen und eine konstruktive, konfrontative Auseinandersetzung mit seinem Tun.

Die Konfrontative Pädagogik greift ein und ermutigt junge Menschen zu einer Verhaltensänderung, sie arbeitet gleichzeitig für sie und mit ihnen.
Voraussetzung für eine Konfrontation ist die Interventionserlaubnis der konkret Betroffenen. Wenn situative Regelverstöße oder uneinsichtiges Verhalten auftreten, dann wird nur die entsprechende Regelverletzung aufgegriffen. Es folgt die Konfrontation.

Damit agieren wir nach dem Leitsatz: wir nehmen nicht nur die Regeln ernst, sondern reagieren auch bei deren Verletzung. Nicht der Ausschluss der Person steht im Raum, sondern die Möglichkeit einer gemeinsamen Reintegration.

Kosten

Zeit & Umfang
Projekttag als Informationsveranstaltung, zum Kennen lernen und zur Gruppenfindung
Trainingskurs/Projekt min. 20 Stunden
wöchentlich 1-2 Termine á 3 Stunden
zuzüglich der Gespräche und Implementierung in den Alltag

Kosten 60,00€ pro Fachkraft und Stunde + Fahrtkosten

Enthalten
- Auftragsklärung und Sicherung der Rahmenbedingungen
- Informationsveranstaltung für Eltern und Lehrer
- Vor- und Nachbereitung
- Dokumentation
- Material
- Auswertungstreffen
- Beratung zur Finanzierung

Kontakt und Information

Bei Nachfragen und Informationen können Sie sich gerne an die Geschäftsstelle des DFV unter 0391/7217441 wenden!

Land Sachsen-Anhalt
Europäischer Sozialfonds
Stadt Halle
Landeshauptstadt Magdeburg
Aktion Mensch
Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband Sachsen-Anhalt