Am 20.01.2020 führten die Sozialarbeiterinnen der IGS „Regine Hildebrandt“ in Kooperation mit der Theaterpädagogin Bettina Becker von der Villa Wertvoll einen Theaterworkshop mit der Klasse 6/1 durch. Dieser fand auch in der Villa Wertvoll statt.

 

Nach einer kurzen Führung durch die Räumlichkeiten, in denen neben dem Theater auch musikalische, tänzerische und künstlerische Angebote stattfinden, startete der Tag mit einer kurzen Kennenlernrunde. Danach wurde die Klasse in zwei Gruppen geteilt und die Theaterarbeit konnte beginnen.

Die Kinder lernten verschiedene Methoden, Formen und Stilmittel des Theaterspielens kennen und probierten diese aus. So konnten sie mit Hilfe eines sogenannten „Mischpultes“ in die Rolle des Regisseurs schlüpfen und Anweisungen geben, oder sich beim Improvisationstheater versuchen. Hierbei war Konzentration und Kreativität gefragt.

In Kleingruppen erarbeiteten die Kinder eigene Szenen, diskutierten Themen und Rollenverteilung und probten die Stücke ein.Höhepunkt des Tages war das Aufführen der erarbeiteten Szenen vor der Klasse. Für jede Gruppe gab es tosenden Applaus als Belohnung.

Die Schulsozialarbeit wird über das Programm „Schulerfolg sichern“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalts gefördert.

Auf Grund der Befristung bis Mitte 2021 unterstützen wir das Bündnis “Schulsozialarbeit und Netzwerkstellen dauerhaft verankern!” in Sachsen-Anhalt. Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten finden Sie unter http://www.aktionsbuendnis-schulsozialarbeit.de.

„Kennt ihr einen Theaterpädagogen?… Welche Schulsozialarbeiter*innen haben noch mal die SAGT-Ausbildung?… Gibt es irgendwo eine Schülerband?…“

Es gibt so viele Fragen, die regelmßig in unserer Netzwerkstelle eingehen. Meistens können wir antworten, aber manchmal auch nicht. Und so haben wir den Entschluss gefasst, unsere Schulsozialarbeiter*innen der Stadt Magdeburg besser kennen zu lernen.

Die Netzwerkstelle „Schulerfolg“ Magdeburg plant für die kommenden Monate einen Roadtrip durch die Schulsozialarbeit und hat bereits die ersten Besuche abgestattet. Zahlreiche Termine für die nächsten Wochen sind geplant und viele weitere werden noch abgestimmt. Zum Ende der Tour erwarten wir uns einen guten Überblick über die Angebote und diversen Kompetenzen unserer Schulsozialarbeiter*innen, welche wir in einem kleinen Katalog zusammenfassen möchten. Aber wir erhoffen uns auch ehrliche Wünsche und Anregungen für unsere Netzwerkstellenarbeit. Ein weiteres Ziel ist es, euch die einzelnen Persönlichkeiten aus der Magdeburger Schulsozialarbeit vorzustellen.

Unser erster Besuch führte uns zu Ina Schuster, Schulsozialarbeiterin an der Grundschule Hegelstraße.

Ina Schuster arbeitet seit 2015 in der Grundschule Hegelstraße beim Deutschen Familienverband LSA e. V., war aber bereits vorher in einer Berufsbildenden Schule in Schönebeck als Schulsozialarbeiterin tätig. Sie bietet Sozialtrainings, Einzelfallhilfen, Gespräche mit Eltern, Schüler*innen wie auch Lehrkräften an und begleitet gerne Schulprojekte. Außerdem führt sie drei AG´s für Streitschlichter, Theater und Sport an ihrer Schule durch. Dabei schöpft Ina aus ihrem umfangreichen Repertoir, schließlich ist sie zertifitzierte Erlebnisoutdoorpädagogin, hat eine Mediationsausbildung absolviert und erhält demnächst ihren Abschluss als Theaterpädagogin. Als Highligt für ihre Arbeit in diesem Jahr fiebert sie der ersten Aufführung ihrer Theatergruppe am 12.05.2020 entgegen.

Bei unserer Rubrik  „Ich suche… / Ich biete…“ braucht Ina nicht lange zu überlegen. Sie unterstützt gern als Multiplikatorin in den Feldern Erlebnispädagogik, Mediation/ Streitschlichtung oder Theaterpädagogik.

Dafür sucht Ina jemanden, der ihr donnerstags von 14:00 bis 15:00 Uhr bei ihrer Sport-AG zur Seite steht (gerne mit Übungsleiterschein oder pädagogischer Ausbildung).

Kontakt könnt ihr zu Ina gern per Telefon oder E-Mail aufnehmen:

Ina Schuster

Handy: 01575 8897921
E-Mail: I.Schuster@dfv-lsa.de

 

Mitte Januar trafen sich die Klassensprecherinnen und Klassensprecher der Ganztagsgrundschule „Lindenhof“ und der Grundschule „Am Umfassungsweg“, um sich mit dem Thema Holocaust in Magdeburg auseinander zu setzen. Die Kinder der 3. und 4. Klasse erfuhren etwas über die Vernichtungslager und die Ausgrenzung der Juden in Magdeburg. Die Grundschüler teilten bereits vorhandenes Wissen miteinander und entdeckten einige Parallelen in der heutigen Zeit. Die Tatsache, dass die Juden nichts Unrechtes getan haben und sie nur aufgrund ihrer Herkunft verfolgt und getötet wurden, schockierte die Kinder. Die Schulsozialarbeiterinnen des Deutschen Familienverbandes e.V. Jessica Froese, Monique Stolte und Daniela Nitschke ermutigten die Kinder Dinge kritisch zu hinterfragen, die auch in unserer heutigen Zeit nicht gerecht sind und dabei schon in ihrer Lebenswelt bei den kleinen Dingen zu beginnen. Nach der intensiven Gesprächsrunde machte sich die Schülergruppe mit Schwamm und Putzmittel auf den Weg und polierte die Gedenksteine auf Hochglanz. Die Kinder diskutierten angeregt, wer den nächsten Stein putzen darf. Eine ältere Frau hielt an und berichtete, dass ihre Eltern damals den Juden heimlich zu essen gaben. Dies durfte keiner erfahren, da es zur damaligen Zeit verboten war, jüdischen Mitbürgern zu helfen. Am Gedenkstein von Dr. Böhm, dem Arzt und Geburtshelfer, traf die Schülergruppe zufällig auf eine zweite Zeitzeugin, die vom ihm berichtete. „Meine Eltern schätzten ihn sehr, er behandelte damals die Arbeiter in der Nähe des Nicolaiplatzes“, so die Anwohnerin. Die Kinder legten Rosen nieder und gedachten den Verfolgten.

Der Alltag ging auch während des Gedenkens weiter, Straßenbahnen fuhren vorbei und die Sonne ließ fast an Frühling denken. Die Ungerechtigkeit, die damals passierte, nicht zu vergessen und ein stückweit mit in die heutige Realität und den eigenen Alltag zu nehmen – das ist ein Ziel des schulübergreifenden Projekts, was die Schulsozialarbeiterinnen antreibt, die Aktion im sechsten Jahr in Folge mit unterschiedlichen Kindern durchzuführen. Die Klassensprecherinnen und Klassensprecher der beiden Grundschulen werden in ihren Klassen sowie im Schülerrat davon berichten, was sie an diesem besonderen Tag gemacht haben und werden sicher auch weiterhin gedanklich über das Ereignis „stolpern“.

Hier können Sie den Audiobeitrag von Radio SAW hören:

Frischer Glanz – Schüler*innen putzen Stolpersteine in Magdeburg

Die Schulsozialarbeit wird über das Programm „Schulerfolg sichern“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalts gefördert.

 

Im Mai 2019 hatte der Magdeburger Stadtrat grünes Licht gegeben und beschlossen, dass das Projekt „Soziale Arbeit in Kitas“ ab dem Jahr 2020 für die nächsten fünf Jahre umgesetzt wird. Seit Juli 2019 wurde auch beim Deutschen Familienverband fleißig an der Projektumsetzung gearbeitet: Nach einer erfolgreichen Projekt- und Trägerbewerbung gab es viele Träger- und Bewerbungsgespräche, wurde an Konzeptions- und Kooperationsvereinbarungen gefeilt und tatsächlich haben wir unser Ziel geschafft. Pünktlich zum 01.01.2020 konnten 5 von 6 Sozialarbeiter*innen ihre Arbeit in den Kitas starten; die sechste Stelle wird am 01.02. starten.

Gestern gab es dann den offiziellen Start im Magdeburger Rathaus. Mit dabei waren u.a.  der Oberbürgermeister, Dr. Lutz Trümper, die Sozialbeigeordnete Frau Simone Borris, die Kinderbeauftragte Katrin Thäger, die Jugendamtsleiterin Frau Dr. Cornelia Arnold und mehreren Stadträte…    Die offizielle Pressemitteilung für die Eröffnungsveranstaltung der Stadt Magdeburg lesen Sie hier: https://www.magdeburg.de/Chancengleichheitf%c3%bcrdieJ%c3%bcngsten

Unser  Team Kita-Sozialarbeit:  Kathrin Kallmeyer, Bianca Kähler, Doreen Raguschke, Vanessa Genschow, Marion Pickut, Carsten Krause