In den Pfingstferien, unter strengen Corona-Hygienemaßnahmen, fanden alte Kleidungsstücke in der Gemeinschaftsschule „August Wilhelm Francke“ ihre neue Funktionalität. Upcycling ist in aller Munde und längst jedem bekannt. Drei hochmotivierte Schülerinnen probierten sich mit Schnittmustern, dem genauen Zuschneiden und der Bedienung einer Nähmaschine aus. Entstanden sind bunte Utensilo`s, die sich zeigen lassen können. Zusätzlich unterstützten die Schulsozialarbeiterinnen Jessica Froese (Ganztagsgrundschule „Lindenhof) und Marion Greilich (IGS „Regine Hildebrandt“) des Deutschen Familienverbandes die Kinder bei der Umsetzung und nutzten gleichzeitig die Gelegenheit, sich mit dem Nähen auseinanderzusetzen, um eigene Upcycling-Projekte an ihren Schulen langfristig anbieten zu können.

Bereits im letzten Jahr fand ein Projekttag unter diesem Motto statt –  damals u.a. unterstützt vom Bewerbungsbüro Magdeburg 2025 „Einfach Machen!“. Dabei sind die „Stadthelden Reform entstanden. Ein vorrangiges Ziel der Aktion „Stadthelden Reform“ war es, auch noch nach der Förderphase weitere Projekte durchzuführen, um sich mit dem Thema Umweltschutz auseinanderzusetzen. Das Upcycling-Projekt in den Pfingstferien bot somit die Möglichkeit, sich mit dem eigenen Konsumverhalten und „Kleidung im Überfluss“ auseinanderzusetzen.

 

 

Mit den Kindern zu Hause zu lernen, stellt aktuell die gesamte Familie vor eine große Herausforderung. Nun sind einige Wochen vergangen, in denen Kinder und Eltern auf sich selbst gestellt sind, sich Lernstoff anzueignen und vor allem motiviert und diszipliniert an den Hausaufgaben dran zu bleiben. Das Aufstellen einer Tagesstruktur und das eigenständige Erarbeiten von Inhalten gestalten sich für manchen schwierig. Auch wir sind Eltern von schulpflichtigen Kindern und haben viele Erfahrungen in dieser Zeit sammeln dürfen, unsere Kinder zu Hause beim Lernen zu begleiten. Im Austausch mit anderen Eltern hat sich gezeigt, dass es viele Unsicherheiten gibt, wie wir Erwachsene unsere Kinder beim Lernen am besten unterstützen können. Na klar, wir können hier nicht auf jeden Lernstoff im Detail eingehen, da die Anforderungen in den Schulen sehr unterschiedlich sowohl vom Umfang als auch vom Inhalt sind. Besonders in den Fächern Deutsch, Mathe und in den Fremdsprachen sind die Festigung und Wiederholung von Grundlagen (Basics) wichtig, weil der Lernstoff in der Regel aufeinander aufbaut. Genau dafür kann die aktuelle Situation gut genutzt werden. Wir möchten regelmäßig Methoden für die „Basics“ vorstellen, die mit Spaß und wenig Aufwand umgesetzt werden können. Und „Hurra“, diese können sogar auch in Zeiten ohne Corona angewandt werden.

„Basics“ Teil 1

Vokabeln lernen mit allen Sinnen

 

Diese Methode ist super für alle Lerntypen geeignet, da sie sowohl den visuellen, auditiven, motorischen und kommunikativen Lernenden anspricht.

Material:

  • weiße A4 Blätter
  • drei Stifte, unterschiedlicher Farben
  • Schere
  • bei Bedarf Bleistift und Lineal

Vorbereitung:

  • Das A4 Blatt in vier Teile zerschneiden.

 

  • Wir haben uns für unser Beispiel für die Fremdsprache Englisch entschieden.
  • Die zu lernende Vokabel wird in Druckbuchstaben oben in der Mitte das Blattes geschrieben. Wir haben die Farbe grün gewählt.

  • Die dazugehörige deutsche Übersetzung wird unten in der Mitte auf das Blatt geschrieben. Hier haben wir uns für rot entschieden.

  • Das Schreiben kann je nach Alter, Fähigkeiten oder Lernstand vom Kind selbst oder von einem Erwachsenen übernommen werden.
  • In die Mitte wird von dem Lernenden ein Bild gemalt, was eine Assoziation (Verknüpfung) zu der Vokabel darstellt. Wichtig! Hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Es zählt die Phantasie des Lernenden. Auch brauchen keine Kunstwerke gemalt werden. Strichmännchen, Skizzen sind völlig ausreichend.

 

Durchführung:

  • Lernen zu zweit.

 

  • Es ist ganz hilfreich sich gemeinsam zu einigen, wie viel Vokabeln am Tag gelernt werden. Hierbei ist es ganz wichtig sich dem Lernenden und den persönlichen Voraussetzungen anzupassen.

 

  • Der Lernpartner zeigt dem Lernenden die erste Vokabelkarte und bittet den Lernenden sich die Karte als Bild zu merken (gedanklich abzufotografieren).

 

  • Dann wird vom Lernpartner die Karte für den Lernenden verdeckt und dieser fragt in folgender Reihenfolge den Inhalt ab:

 

  • „Welche Vokabel hast du dir eingeprägt?“ Der Lernende antwortet.

 

  • „Wo steht die Vokabel auf der Karte?“ – Antwort: „Oben in der Mitte“

 

  • „In welcher Farbe?“ – Antwort: „Grün.“

 

  • „Bitte buchstabiere die Vokabel!“ – Antwort: „s u n s h i n e“

 

  • „Kannst du diese Vokabel auch rückwärts buchstabieren?“ –

Antwort: „e n i h s n u s.“

 

  • „Wie heißt das entsprechende deutsche Wort?“ – Antwort:

„Sonnenschein“

 

  • „Wo steht die deutsche Vokabel“? – Antwort: „Unten, in der Mitte.“

 

  • „In welcher Farbe?“ – Antwort: „Rot.“

 

  • Die deutsche Vokabel kann bei Bedarf auch vorwärts und rückwärts buchstabiert

werden.

 

  • „Welches Bild hast du mit der Vokabel (sunshine) verbunden und aufgemalt?“

Antwort: „Eine Sonne.“

 

  • „Wo befindet sich das Bild auf dem Blatt?“ – Antwort: „In der Mitte.“

 

Wichtig ist, den Lernenden zwischendurch zu loben, bzw. zu motivieren, falls etwas noch nicht so gut klappt.

 

Durchführungstipps:

 

  • Wenn der erste Durchlauf geschafft ist, werden die Vokabeln nach dem Zufallsprinzip abgefragt. Z. B. kann der Lernende eine Karte ziehen. Der Lernpartner sagt die deutsche Vokabel und der Lernende die entsprechende englische Vokabel.

 

  • Bei Vokabeln die noch nicht hundertprozentig abgespeichert sind, wird der o.g. Vorgang nochmal wiederholt bzw. wird die Karte dem Lernenden noch einmal gezeigt.

 

Spielideen für die weitere Nutzung der Vokabelkarten:

 

  • Die Karten können für ein Pantomime-Spiel genutzt werden. Indem die Vokabel pantomimisch dargestellt wird und vom Lernenden die englische Vokabel erraten wird. Dabei können sich selbstverständlich der Lernpartner und der Lernende abwechseln. Dies ist eine gute Chance für den Lernpartner mitzulernen J.

 

  • Eine schöne Möglichkeit ist auch, die Vokabelkarten zu erweitern, um ein Memory zu erstellen. Dabei gibt es drei Möglichkeiten:

 

  • Der Lernende erstellt jede Vokabelkarte 2 Mal.

 

  • Der Lernende erstellt 2 verschiedene Vokabelkarten. 1 Vokabelkarte mit Bild und englischer Vokabel und die 2. Vokabelkarte mit Bild und deutscher Vokabel.

 

  • Der Lernende erstellt 2 verschiedene Vokabelkarten. 1 Vokabelkarte nur mit dem Bild und die 2 Vokabelkarte mit englischer und deutscher Vokabel

Es empfiehlt sich, für die Memory-Spielvariante etwas dickeres Papier zu nutzen, damit auf der Rückseite nichts zu erkennen ist.

Nach dem Vorbereiten der Vokabelkarten werden diese umgedreht und dann wie bei einem Memoryspiel verfahren.

 

Probiert Euch aus und lernt mit allen Sinnen. Solltet Ihr Rückfragen haben, könnt Ihr Euch sehr gern mit uns in Verbindung setzen.

Und denkt daran, der Lernerfolg ist am größten, wenn Ihr dabei Spaß habt.

 

„It´s easy to learn with fun“

 

Marion Greilich und Diana Altenburg

Dies ist ein Gemeinschaftsprojekt der Lerntherapeutinnen der IGS „Regine Hildebrandt“ und der Gemeinschaftsschule „A. W. Francke“. Die Schulsozialarbeit wird über das Programm „Schulerfolg sichern“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.

 

Am 20.01.2020 führten die Sozialarbeiterinnen der IGS „Regine Hildebrandt“ in Kooperation mit der Theaterpädagogin Bettina Becker von der Villa Wertvoll einen Theaterworkshop mit der Klasse 6/1 durch. Dieser fand auch in der Villa Wertvoll statt.

 

Nach einer kurzen Führung durch die Räumlichkeiten, in denen neben dem Theater auch musikalische, tänzerische und künstlerische Angebote stattfinden, startete der Tag mit einer kurzen Kennenlernrunde. Danach wurde die Klasse in zwei Gruppen geteilt und die Theaterarbeit konnte beginnen.

Die Kinder lernten verschiedene Methoden, Formen und Stilmittel des Theaterspielens kennen und probierten diese aus. So konnten sie mit Hilfe eines sogenannten „Mischpultes“ in die Rolle des Regisseurs schlüpfen und Anweisungen geben, oder sich beim Improvisationstheater versuchen. Hierbei war Konzentration und Kreativität gefragt.

In Kleingruppen erarbeiteten die Kinder eigene Szenen, diskutierten Themen und Rollenverteilung und probten die Stücke ein.Höhepunkt des Tages war das Aufführen der erarbeiteten Szenen vor der Klasse. Für jede Gruppe gab es tosenden Applaus als Belohnung.

Die Schulsozialarbeit wird über das Programm „Schulerfolg sichern“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalts gefördert.

Auf Grund der Befristung bis Mitte 2021 unterstützen wir das Bündnis “Schulsozialarbeit und Netzwerkstellen dauerhaft verankern!” in Sachsen-Anhalt. Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten finden Sie unter http://www.aktionsbuendnis-schulsozialarbeit.de.