Wer die Märchen der Gebrüder Grimm liebt, war Anfang September bei Müntzers an der richtigen Adresse. Zu Beginn des neuen Schuljahres stand an 2 Tagen in 4 Stationen alles unter dem Motto „Märchenland“. Die 5. Klassen ließen sich zu ihren Kennenlerntagen von ihren SchulsozialarbeiterInnen in die idyllische Umgebung des Ökozentrum Magdeburg entführen. Gemeinsam mit ihren neuen KlassenlehrerInnen stellten sie sich auf eine spannende Schatzsuche ein. Auf dem liebevoll angelegten Gartenareal des ÖZIM lernten sie König Friedrich (Projektleiter ÖZIM) kennen und erhielten die Aufgabe den Schatz des Königs aus den Händen des bösen Hofzauberers zu befreien. Dafür mussten die SchülerInnen in die Welt von Frau Holle, Hänsel und Gretel, dem Froschkönig und in die Kulisse der Bremer Stadtmusikanten eintauchen. An den einzelnen Stationen durften die SchülerInnen in Gruppen auf Entdeckungstour gehen. Gemeinsam wurden Aufgaben und Rätsel gelöst. Auf der Reise nach Bremen sollten z.B. vier Freunde eingesammelt und Räuber verjagt werden. Bei Frau Holle wurde der Brotschieber balanciert und ein Brot gerettet. Für Hänsel und Gretel musste ein Unterstand gebaut und ein Worträtsel gelöst werden. Aus dem Brunnen des Froschkönigs wurde eine Kugelwurfbahn. Auch an in den weiteren Übungen der einzelnen Stationen kam es auf Konzentration, Koordination und Teamgeist an. An jeder Station mussten sich die SchülerInnen erst einmal mit den Märchen und auch untereinander bekannt machen. Dazu wechselten sich die SchülerInnen auch beim Vorlesen der Aufgabenstellung ab. Dies war eine Herausforderung für den Einen oder Anderen. Das Lösen der Aufgaben konnte nur durch die Zusammenarbeit der gesamten Gruppe erreicht werden, darauf achteten die jeweiligen Spielleiter. Viele SchülerInnen kannten die Märchen leider noch nicht. Die LehrerInnen waren umso begeisterter zu sehen, mit welcher Freude und mit welchem Spaß die Kinder bei der Sache waren. Auch das Wetter an den beiden Tagen meinte es gut mit den Klassen, sodass die SchülerInnen viel Bewegung an der frischen Luft hatten und entsprechend zufrieden und erschöpft die tägliche Heimreise mit ihren LehrerInnen antraten. Leider ging das Projekt viel zu schnell vorbei. Und nachdem alle Rätsel gelöst waren, machten sich alle SchülerInnen auf die Suche nach dem Schatz des Königs. In der Schatzkiste befanden sich Gesellschaftsspiele und Schokoladentaler für beide 5. Klassen. Die Spiele sollen von den SchülerInnen während der Pausen in der Schule genutzt werden. Insgesamt waren alle Beteiligten sehr zufrieden mit den Kennenlerntagen. Für die sehr gute Unterstützung bei diesem Projekt bedankt sich die Schulsozialarbeit der Müntzer Schule bei dem ehrenamtlichen Kollegen Herrn Dennis Distel des DFV e.V. und bei Herrn Friedrich dem Projektleiter des ÖZIM. In Zukunft würden wir gern öfter mit dem Ökozentrum Magdeburg zusammenarbeiten.

Die Schulsozialarbeit des Deutschen Familienverbandes wird gefördert vom Europäischen Sozialfonds und durch das Land Sachsen – Anhalt.

Über die  Obst- und Gemüsespende des Kaufland Nord in Magdeburg freuen sich im März die Schüler der GMS Thomas Müntzer.  „Im Hauswirtschaftskurs packen jetzt alle mit an, denn gegessen wird immer gern.“ sagt die Kursleiterin. Viele Hände machen der Arbeit schnell ein Ende! So werden Früchte und Gemüse gewaschen, zerteilt und zubereitet. In 3 schnellen, einfachen und gesunden Rezepte verwandeln die Schüler*Innen die Zutaten in leckere Speisen. Mandarine, Grapefruit, Orange wird Saft. Andere Früchte zu einem leckeren Smoothie und das Gemüse zu Ratatouille.  Am Ende wird alles probiert. Mmmh…lecker!

Die Schulsozialarbeit wird über das Programm „Schulerfolg sichern aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen Anhalt gefördert.

                   Mit Neugier und dem Interesse neue Erfahrungen und Lebenswelten zu entdecken starteten SchülerInnen der Thomas Müntzer Gemeinschaftsschule in die Projektwoche in den März zum Thema Charlie´s House. Gemeinsam mit ihren Schulsozialarbeiterinnen Frau Sander und Frau Wolff begaben sich 21 Schüler und Schülerinnen auf eine spannende Fantasiereise.

Die Projektidee

Die Vorlage entstand im Ursprungsland des Hauptdarstellers Charlie, in Südafrika. Das gleichnamige Kinderbuch „Charlie´s House“ aus dem fernen Kontinent entstand 1995 und beschreibt das Leben des kleinen afrikanischen Jungen mit seiner Mutter und der Oma in einem Township in Kapstadt. Das Projekt hatte zum Ziel den Kindern eine andere Perspektive auf ihre doch sehr gute Lebensweise in Deutschland zu ermöglichen. Charlie lebt dort in einfachsten Verhältnissen, ohne eine Fülle von Spielsachen und ohne eigenem Zimmer. 

Zum Einstieg in das Buch machten sich die Kinder untereinander bekannt. Jeder durfte erzählen mit wie vielen Personen er zu Hause lebt, wie ihre Zimmer gestaltet sind und welche Spielsachen ihnen besonders wichtig sind. Natürlich wurde auch stolz berichtet welche Spielkonsolen jeder so nutzt.

Afrika ein riesiger Kontinent:

Die wilde Tierwelt Afrikas war den Kindern wohl bekannt, schließlich leben Tiere aus Afrika in unserem Zoo in Magdeburg. Jeder nahm sich eines der zahlreichen Plastikexemplare und stellte sein Lieblingstier vor. Kleine Ergänzungen zu den Tieren durften die Kinder aus einem Tierlexikon der Gruppe vorlesen und Bilder zeigen. Eine runde Obstsalat zum Jumanji* umgewandelt (*Filmvorlage, Stuhlkreismethode) lockerte die Theorie ein wenig auf und brachte die Kinder mit viel Spaß ins Schwitzen. Wie kommt man eigentlich nach Afrika? Eine der ersten Fragen aus der Gruppe. Doktor Google half die Frage zu beantworten. Zu Fuß 180 Tage und 25 Länder bis nach Südafrika. Zur Vorbereitung des Fluges hieß es dann, ich packe meinen Koffer und nehme mit… . Sind alle flugbereit und geimpft? 

Ein kleiner Abstecher in die Hygiene anderer Länder muss sein. Alles gecheckt! Nun, aber Koffer packen! Jeder Flug ist gepäckbeschränkt, sodass jeder nur ein Teil mitnehmen konnte und selbstverständlich seinen Nachbarn. Ohne Gruppe, dass war den Kindern jetzt klar, kommen wir in einem fremden Land nicht zurecht. Dann „flogen“ die Kinder doch lieber mit der Inselspielmethode und ihren Teppichfliesen ausgestattet über Frankreich und Spanien in einer riesigen Kurve nach Kapstadt. Während des Fluges der spannenden Flugsimulation war „Reinhardt Mey“ zu hören, denn schließlich waren sie alle über den Wolken. Die Landung war erfolgreich und die ersten farbigen Eindrücke des Buches für die Kinder ein neuer Eindruck. Die pastellfarbenen Erdtöne eine ganz andere Form einer Kinderbuchillustration. Die realistische Form der Darstellung war für die Kinder neu. Die Kinder lernten Charlie´s Wellblechhütte und deren nähere Umgebung kennen. Hier konnten die Kinder Gemeinsamkeiten und Unterschiede diskutieren. Neben der sichtbar ärmlichen Einrichtung der Hütte von Charlie, ist der kleine Buchheld dennoch reich an Ideen und Kreativität. Wo geht Charlie eigentlich zur Toilette? Die Toiletten sind oft Gemeinschaftsräume, weit weg von der eigenen Hütte,  um nur ein Beispiel zu nennen. Die Traumwelt des „Jungen Charlie“ und seine Fantasie aus beliebigen Müllresten Spielzeug zu basteln und für seine Familie und sich ein Traumhaus zu schaffen, fanden die Kinder spannend erzählt und dargestellt. Nun waren die Kinder selbst gefragt mit Charlie Fantasie zu gestalten.

Jeder Schüler brachte etwas Müll von zu Hause mit. Darunter Plastikflaschen, Schuhkartons oder Einwegbecher, alles was der Haushalt täglich liefert. Hier stellten die Kinder fest, dass zu viel Müll entsteht und einige von den Kindern auch täglich den Müll rausbringen müssen. Die Kinder redeten über Müllvermeidung und die Verschmutzung unserer Umwelt. Sie stellten auch fest, dass Mülltrennung längst nicht in jedem Haushalt gemacht wird. Mit etwas Klebstoff und Schere entstanden aus den vormals abgeschriebenen Restposten einzigartig gestaltete Wohnideen der Kinder. Jedes der Kinder stellte sein kleines „House“ vor, darunter waren natürlich auch Wohngemeinschaften. In einer Galerie am letzten Tag der Projektwoche bekam jedes der Kinder Anerkennung für seine Bastelarbeit durch die Gruppe und in der Auswertung der Projektwoche konnten alle zufrieden zurückblicken.

Ein gelungenes Projekt der Schulsozialarbeit gefördert über das Programm „Schulerfolg sichern“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes  Sachsen- Anhalt.

1888 wurde der erste Bauabschnitt der Thomas Müntzer Schule in Magdeburg Neue Neustadt fertiggestellt. 130 Jahre später war dies Grund genug ein großes Jubiläumsschulfest zu feiern. In weit über 100 Jahren Schulgeschichte, hat das Gebäude einiges erlebt. Angefangen als Mädchen- und Knabenschule, mit separaten Eingängen, dann als Oberschule zu DDR Zeiten, bis hin zu einer Sekundar- dann Gemeinschaftsschule nach der Wende, haben hier Generationen von Schülern ihren Schulalltag erlebt.

Um diese lange Geschichte gebührend zu feiern haben sich die Schülerinnen und Schüler, Lehrer, Eltern und Schulsozialarbeiter einiges einfallen lassen. So gab es diverse Mitmachaktionen vom Balancieren auf der Slackline, über die Kinderbaustelle des Deutschen Familienverbandes, bis hin zu einem großen aufblasbaren Menschenkicker war für jeden in jeder Altersstufe etwas spannendes dabei. Es gab Gesangsaufführungen von Schülerinnen, eine Theateraufführung des Theaterkurses und Tanzaufführungen. Die besten Schülerinnen und Schüler des Schuljahres wurden durch die Schulleitung geehrt und die Eltern und Kinder der neuen fünften Klasse willkommen geheißen. Eingeladen waren auch ehemalige Schülerinnen und Schüler, sowie Lehrer der Thomas Müntzer Schule. Zu Gast war auch der Oberbürgermeister der Stadt Magdeburg, Lutz Trümper.

Die Schulsozialarbeiter der „Thomas Müntzer“ Schule, Franziska Groth und André de la Chaux, unterstützten das Schulfest durch die Gewinnung vieler Kooperationspartner, die das Fest tatkräftig mitgestalteten u.a. die Outlaw gGmbH, die Vila Wertvoll, das Kinder- und Jugendzentrum „Bauarbeiter“, die Jungen Humanisten, das Internationale Begegnungszentrum Barleber See und die Kinderbaustelle des Deutschen Familienverbandes Sachsen-Anhaltes. Allen Akteuren sei nochmals ein großer Dank für Ihre Unterstützung ausgesprochen!

Seit 1998, also seit 20 Jahren, haben Schulsozialarbeiter an der Schule gearbeitet. Damit ist die Schule einer der Vorreiter im Bereich Sozialarbeit an Schulen in Sachsen-Anhalt. Leider ist die Schulsozialarbeit an der „Thomas Müntzer“ Schule seit 20 Jahren aber auch Projektfinanziert und stand schon mehrfach vor dem aus. Auch jetzt läuft das Projekt erstmal nur bis zum Jahr 2020.