Trotz der pandemiebedingten Herausforderungen wurde an der Tradition festgehalten und das mittlerweile fünfte Headisturnier an der Ganztagsgrundschule Lindenhof ausgetragen.

Diese Funsportart wird von der Schulsozialarbeiterin Jessica Froese als Arbeitsgemeinschaft an der GTGS Lindenhof angeboten. Headis ist eine Mischung aus Tischtennis und dem Kopfball des Fußballs. Es wird an einem herkömmlichen Tischtennistisch gespielt. Der Ball wird aber nicht mit dem Schläger geschlagen, sondern die Gegner*innen köpfen sich den Ball gegenseitig über das Netz zu.

Das motivierte Headisteam trat gegen das Team der Erwachsenen – bestehend aus Lehrerinnen, einer pädagogischen Mitarbeiterin, einer Referendarin, einer Hortpädagogin und den FSJlerinnen der Schule – an. Unter dem Motto Fair-Play wurden pro Spieler*in drei Sätze gespielt. Nach fast zwei Stunden stand der Sieger fest: mit einem deutlichen Vorsprung gewannen die Viertklässler*innen den 1. Platz. Die Jungen und Mädchen feierten stolz ihr Team und nahmen aufgeregt den Headispokal und ihre Medaillen entgegen. Die Stimmung beim Turnier wurde durch die zahlreichen Zuschauer, darunter Schüler*innen, Eltern, Großeltern und Geschwister der Spieler*innen, zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten. Eingefangen wurde die gute Stimmung vom Filmemacher Vitus Soska, der aktuell ein Promo-Video vom Headissport am Lindenhof dreht. Das Video wird in Kürze bei YouTube zu sehen sein. Ein Dankeschön geht außerdem an die Netzwerkstelle „Schulerfolg Magdeburg“, durch die das Headis-Projekt über die Förderung „Willkommen in der Schule“ finanziell unterstützt wurde.   

         

 

 

Das Netzwerk Reform ist seit 2016 aktiv und hat bereits einige Projekte, wie beispielsweise einen Stadtteilflohmarkt, mehrere Theateraufführungen und eine Umweltprojektreihe im Rahmen der Bewerbung Magdeburg zur europäischen Kulturhauptstadt 2025, initiiert. Nun startet endlich wieder nach einer pandemiebedingten Pause ein neues Projekt: „Stark gegen Gewalt“. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass sich das Netzwerk über den Stadtteil Reform hinaus erweitert hat. Der Austausch im Netzwerk und die Projektarbeit mit Sozialarbeiter*innen der offenen Kinder- und Jugendhilfe und der Schulsozialarbeit ist sehr wertvoll und eröffnet den Kindern und Jugendlichen in ihren Sozialräumen einen höheren Zugang zu den vielfältigen sozial-pädagogischen Angeboten. Die Akteur*innen des Projektes „Stark gegen Gewalt“ sind: der Deutsche Familienverband Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. (DFV) vertreten durch die Schulsozialarbeit der Ganztagsgrundschule „Lindenhof“, der Gemeinschaftsschule „A.W. Francke“ und der Gemeinschaftsschule „Heinrich Heine“ sowie der Spielwagen e.V. durch die Schulsozialarbeit der Förderschule „Hugo Kükelhaus“. Weiterhin beteiligen sich an dem Projekt die Sozialpädagog*innen des Kinder- und Jugendhaus (KJH) Banane, ALSO – Netzwerk Jugendarbeit und Sport, die Sozialpädagog*innen des KJH „Fuchsbau“ und die Mobile Jugendarbeit (Streetwork) für Migrant*innen vom Internationalen Bund sowie der Stadtsportbund Magdeburg e.V. durch die Sozialarbeiterin der Mobilen Kinder- und Jugendarbeit. 

Das Projekt „Stark gegen Gewalt“ hat sich zum Ziel gesetzt, Präventionsangebote für Kinder und Jugendliche zu schaffen, Zivilcourage zu fördern sowie Deeskalation und Risikoeinschätzung in Konfliktsituationen zu beleuchten. Durch die Durchführung von Workshops in den jeweiligen Sozialräumen soll die Stärkung des Selbstbildes gefördert werden, wodurch Schutzmechanismen entwickelt werden sollen, um angemessen mit Gewalt im Umfeld umzugehen bzw. gewaltbereite Gruppen zu meiden.

Geplant sind mehrere Aktionen für Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 15 Jahren, um ihnen Alternativen in der Freizeitgestaltung aufzuzeigen. Die Workshops konzentrieren sich auf unterschiedliche Themenbereiche wie Sport und Bewegung, Musik, Kunst, Tanz, Theater, Zivilcourage und Selbstverteidigung.

Im Mai 2022 startete das Projekt im Stadtpark Rotehorn mit einer Auftaktaktion rund um das Thema Sport, Spiel und Bewegung. Sie sind ein wesentlicher Baustein in der Gewaltprävention und tragen dazu bei, Gewaltpotenziale zu kanalisieren und Aggressionen unter Kontrolle zu bringen. 25 Kinder und Jugendliche aus den o.g. Einrichtungen trafen sich bei strahlendem Sonnenschein im Stadtpark und probierten neue und bekannte Sportspiele wie z. B. Headis, Spikeball, Disc Golf, Kubb und Slackline aus. Zusätzlich beteiligten sich an dieser Aktion Schülerinnen des „Geschwister Scholl“ Gymnasiums. Diese Bewegungsangebote können auch nach dem Aktionstag weiterhin in den Kinder- und Jugendhäusern oder über den Stadtsportbund genutzt werden. Die Akteur*innen nutzten ihre fachlichen Kompetenzen und Ressourcen, um dem Angebot zudem einen gewaltpräventiven Charakter zu geben. Hierbei stand nicht der Leistungsgedanke im Vordergrund. Vielmehr war es wichtig, sich im Spiel zu begegnen, Fairness zu leben und sich selbst zu entfalten. Das Projekt „Stark gegen Gewalt“ orientiert sich bei allen Angeboten an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen und setzt keine besonderen (sportmotorischen) Anforderungen voraus, vermeidet Blamagesituationen, fördert kooperative Handlungsweisen sowie eine angstfreie und animierende Atmosphäre. Im Mittelpunkt steht zudem die Beziehungsarbeit. Zum Schluss geht noch ein besonderer Dank an den Reformer Edeka Markt, vertreten durch Herrn Kudwin. Alle Teilnehmer*innen konnten an diesem warmen Tag ausreichend mit erfrischenden Getränken versorgt werden.

Die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit gewinnen immer weiter an Bedeutung. Immer mehr Menschen fragen sich, was sie selbst im Alltag tun können, um nachhaltiger zu leben. Eine Möglichkeit, seinen eigenen Müll zu reduzieren, ist das „Upcycling“. Eigentlich nutzlose Sachen und Dinge, die man sonst wegschmeißen würde, werden aufgewertet und finden so wieder Verwendung. Zu diesem Thema organisierte Schulsozialarbeiterin Sarah Schön an der Ganztagsgrundschule Lindenhof ein Projekt in den Osterferien. Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen bekamen nicht nur die Möglichkeit, bei der Aufwertung von Abfallprodukten ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen, sie lernten nebenbei auch etwas zu den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Für einen kleinen thematischen Einstieg startete das Projekt mit einem „Edu-Breakout“. Die Kinder mussten mehrere Rätsel zum Thema Umweltschutz lösen, um Zahlencodes zu erhalten, mit denen sich die Schlösser einer Schatzkiste öffnen ließen. Diese verbarg einen kleinen süßen Preis und die Anleitung zu den Upcycling-Ideen. Aus Milchtüten lassen sie einfach selbst gestaltete Aufbewahrungsbehältnisse basteln. Nachdem der obere Teil des Milchkartons abgeschnitten und die Tüte gut ausgewaschen wurde, mussten die Kinder die Milchkartons kneten, um dann die Farbfolie abziehen zu können. Denn darunter verbirgt sich eine Papier-Oberfläche, die sich leicht bemalen lässt. Die Teilnehmenden gestalteten mehrere Milchkartons und so entstanden Stiftehalter, Blumentöpfe und passend zum bevorstehenden Osterfest auch Osterkörbe.

Aus Konservendosen wurden zudem kleine Insektenhäuser gebastelt, die selbst wie Insekten aussehen. Dafür wickelten die Kinder zunächst Wolle um die Dose, um sie farblich zu gestalten. Mit roter Wolle wurden Marienkäfer gebastelt, aus gelber und schwarzer Wolle entstanden Bienen und mit bunter Wolle war der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die Insektenhäuser bekamen dann große Wackelaugen, je sechs Beine und Füße aus Perlen und den Marienkäfern durften natürlich ihre Punkte nicht fehlen. Anschließend sammelten die Schüler und Schülerinnen Stöcker, Zweige und vertrocknetes Gras, um die Dosen zu füllen und den Insekten einen Wohnraum zu geben. Jetzt sind die Insektenhäuser einzugsbereit und können im Garten oder auf dem Balkon aufgehängt werden. Am Ende waren noch zwei Dosen übrig, woraus die Kinder ein Dosentelefon herstellten, um auf kleiner Distanz miteinander zu „telefonieren“. Die Schüler und Schülerinnen drückten mehrfach aus, sich sehr auf das Projekt gefreut zu haben und wieviel Spaß sie an den Tagen hatten. Sie bastelten nicht nur begeistert an den Upcycling-Ideen, sondern sie verstanden auch den Hintergrund des Projektes und stellten freudig fest, dass sie weniger Müll weggeschmissen haben. Am letzten Tag sagte eine Schülerin: „Es war so schön, ich wünscht, dass das Projekt länger geht“.

Auch an den Kindern der Ganztagsgrundschule Lindenhof geht der Krieg zwischen Russland und der Ukraine nicht spurlos vorbei. Dass der Krieg die Kinder beschäftigt, wurde besonders deutlich, als die Klassensprecherin einer dritten Klasse mit jeder Menge Fragen und viel Redebedarf auf die Schulsozialarbeiterin Jessica Froese zu kam. Sie gab für die Schulsozialarbeiterin den Anlass, gemeinsam mit den Klassenlehrerinnen der dritten Klassen ein Friedensprojekt für die Klassenstufe drei zu planen. Schnell wurde klar, dass es einen ganzen Projekttag geben muss, um den Kindern ausreichend Möglichkeit zu bieten, in den Austausch zu gehen, Fragen zu stellen und ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Die Projekttage begannen in jeder Klasse mit einem thematischen Einstieg durch das Ansehen von Kindernachrichten.

Die Kinder schauten gespannt zu, stellten Fragen und ließen ihren Emotionen freien Lauf. Danach bekamen die Kinder durch die Methode des World Cafés die Möglichkeit sich in Kleingruppen zu verschiedenen Fragestellungen auszutauschen. So haben sie zusammengetragen, was sie bereits über den Krieg wissen, welche Gedanken und Gefühle sie beschäftigen, welche Friedensbotschaft sie gern senden würden und wie sie den Menschen aus der Ukraine helfen und hier willkommen heißen möchten. Anschließend bekamen sie die Möglichkeit, Friedenssymbole zu basteln und auf dem Schulhof aufzuhängen, um ein Zeichen gegen Gewalt und Krieg zu setzen.

Zum Abschluss durften die Kinder unter Beweis stellen, ob sie das, was sie zum Thema „anderen helfen und willkommen heißen“ äußerten, auch umsetzten konnten. Denn bei der Abschlussübung war Teamgeist gefragt. Nur durch gegenseitige Rücksichtnahme und einem respektvollen Miteinander konnte das Ziel der Übung erreicht werden. Die Kinder der dritten Klassen testeten selbst überlegte Strategien aus, sprachen sich ab, halfen sich gegenseitig und bewiesen jede Menge Geduld. Hut ab für das Durchhaltevermögen und den Ehrgeiz der Drittklässler!

Fröhliche Weihnacht überall – auch in der Ganztagsgrundschule Lindenhof weihnachtete es sehr in einer dritten Klasse als die Schüler und Schülerinnen die Rätsel des weihnachtlichen „EduBreakouts“ zu lösen versuchten, welche das Team der Schulsozialarbeit und ihre Praktikantin Sarah Schön für sie organisierten. Die vom Escape-Room-Konzept abgeleitete Methode vereint lösungsorientiertes Denken und das Abrufen von Lerneinheiten aus dem Unterricht mit jeder Menge Spaß.

Zu Beginn wurden die Kinder mit einer spannenden Geschichte auf ihre kommende Aufgabe eingestimmt. Der Grinch hätte vier besondere Weihnachtssachen in Kisten gesperrt und nur durch Lösen von sechs kniffligen Rätseln, könnten die Kinder die Sachen befreien und das Herz vom Grinch auftauen lassen. Anschließend wurden die Schüler und Schülerinnen in vier Gruppen eingeteilt und begannen die schwierigen Rätsel nacheinander zu lösen. Wenn es mal gar nicht mehr weiterging, konnten die Teams jeweils einmal eine Tippkarte einlösen. Eine Aufgabe bestand darin, anhand von mehreren kleinen Bildchen, verschiedene Weihnachtslieder zu erkennen. Zu jedem Lied gehörte eine Zahl. Die drei Weihnachtslieder von der Hinweiskarte, die sie nach dem Erkennen aller Lieder bekamen, ergaben den Zahlencode für ein Schloss.

Bei einer Englisch-Aufgabe mussten die Schüler und Schülerinnen wie beim Domino-Spiel das Bild dem richtigen englischen Begriff zuordnen. So ergab sich eine lange Reihe, auf der mit UV-Stift der Zahlencode als Wort ausgeschrieben war. Einen Hinweis darauf gab es nicht. Die Kinder wussten lediglich, dass sie alle Materialien im Umschlag benutzen können, darunter auch der UV-Stift. Bei dem Rätsel zu Weihnachtsbräuchen in Europa mussten die Kinder ihr im Unterricht erworbenes Wissen abrufen und die Fragen zu den Ländern richtig beantworten. Nur die Zahlen der richtigen Antworten ergaben den Zahlencode. Auch wenn die Kinder bei manchen Rätseln anfangs ihre Schwierigkeiten hatten, konnten die vier Teams alle Aufgaben lösen und die verschlossenen Weihnachtssachen befreien. Jede Kiste enthielt einen anderen Preis. Neben zwei Bastelanleitungen für Weihnachtssterne, durfte die Klasse auch leckere Weihnachtswaffeln und einen Kinderpunsch zubereiten. Dieser Weihnachtsfreude konnte auch das kalte Herz des Grinch nicht mehr standhalten und musste einfach auftauen.

Das Schulsozialarbeiterprojekt „Jungen- und Mädchentag“ wird mit dem diesjährigen Landespräventionspreis 2021 des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.

(Berlin/Magdeburg). Der Deutsche Familienverband (DFV) – Landesverband Sachsen-Anhalt ist heute beim Landespräventionstag in Magdeburg für sein Engagement für Kinder im Bereich der Präventionsarbeit in der digitalen Welt ausgezeichnet worden. Das Ziel des Preiswettbewerbes ist es, Projekte sichtbar zu machen, die ihre bestehenden Präventionsvorhaben in die digitale Welt übertragen und damit auf die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie in herausragender Weise reagiert haben. Der Landespräventionspreis ist mit insgesamt 3.500 Euro dotiert.

„Der Landespräventionspreis ist für die Schulsozialarbeit des Deutschen Familienverbandes eine große Ehrung. In den Jungen- und Mädchenprojekten steckt sehr viel Herzensblut und persönliche Hingabe unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Kinder, die wir an einem Dutzend Schulen in Magdeburg betreuen“, sagt René Lampe, DFV-Vizepräsident und Geschäftsführer des Landesverbandes Sachsen-Anhalt.

Der DFV befasst sich seit vielen Jahren in seiner Schulsozialarbeit in Sachsen-Anhalt mit den Gefahren und Chancen der Digitalisierung und dem Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen. In der Corona-Pandemie wurde aus dem Kontaktverbot eine Tugend gemacht und im Rahmen des Jungen- und Mädchentages ein digitaler Aktionstag ins Leben gerufen: Der „Edu-Breakout“ – ein Kofferwort aus Education (Bildung) und Breakout (Ausbruch) –, der an die bekannten Escape Room-Spiele angelehnt worden ist.

„Mehr als 180 Dritt- bis Fünftklässler aus 10 Schulen haben auf spielerische Weise gemeinsam Aufgaben und Rätsel gelöst, um sich aus einem digitalen Raum zu befreien. Das trainiert Teamgeist sowie Gemeinschaftsgefühl und fördert die Konfliktsensibilität und Medienkompetenz“, so Lampe. „Der Landespräventionspreis 2021 ist für unser gemeinnütziges Engagement im Deutschen Familienverband Ansporn und Verpflichtung zugleich. Klar ist auch: Die Auszeichnung des Landes Sachsen-Anhalt hilft dabei, die Schulsozialarbeit in der Öffentlichkeit sichtbar und bekannt zu machen. Das ist in Zeiten der Pandemie wichtiger denn je.“

Escape Room und Halloween-Grusel in der vierten Klasse

In der Woche vor den Herbstferien organisierten die Schulsozialarbeiterinnen der GTGS Lindenhof Jessica Froese, Monique Stolte (Deutscher Familienverband Sachsen-Anhalt e.V.) und ihre Praktikantin Sarah Schön ein Halloweenprojekt mit vielen kniffligen Rätseln, jeder Menge Spaß und einem besonderen Preis.

Zu Anfang wurden die Kinder mit einer schaurigen Geschichte auf das Halloween-Thema und ihre Aufgabe eingestimmt. Passend mit gruseliger Musik hinterlegt, wurde den Schülerinnen und Schülern erklärt, ihre Seelen seien in Gefahr und nur die Zaubertränke, die von mehreren komplizierten Aufgaben bewacht werden, können alle noch retten. In vier Teams knobelte die Klasse an jeweils einer Schatztruhe, die mit sechs Schlössern verschlossen war und das Rezept für den Zaubertrank – ein gesunder Smoothie – enthielt. Die Methode nennt sich „EduBreakout“ und ist von dem Escape Room-Konzept abgeleitet.

Jedes gelöste Rätsel brachte sie näher ans Ziel. Falls es doch einmal zu schwierig wurde, hatte jedes Team eine Tippkarte, die sie für eines der Rätsel einmalig einlösen konnten. Ansonsten waren sie auf sich gestellt. Die Rätsel waren an das Halloween-Thema angelehnt und ergaben als Lösung einen Zahlencode für eines der Schlösser. So mussten die Kinder beispielsweise ein Kreuzworträtsel lösen, bei dem das Lösungswort noch im Wörterbuch nachgeschlagen werden musste, damit die Seitenzahl als Zahlencode verwendet werden konnte. Gar nicht so einfach, denn einen Hinweis auf das Nachschlagen gab es lediglich in der Überschrift.

In einem anderen Rätsel mussten die Kinder den Weg durch ein Labyrinth finden – oder in dem Fall durch ein Spinnennetz. Zahlen waren nirgendwo zu sehen. Sie mussten also in ihren Hilfsmitteln den UV-Stift entdecken und die Zahlen im Spinnennetz suchen, die nur unter dem Licht des Stiftes sichtbar wurden. Allerdings waren es deutlich mehr Zahlen als für die Schlösser benötigt worden. Die Lösung war, dass nur die Zahlen auf dem direkten Weg verwendet werden durften. Auch Mathe-Rätsel und eine Englisch-Aufgabe waren dabei, um ihre schulischen Kenntnisse unter Beweis zu stellen. Auch wenn viele Schülerinnen und Schüler anfangs Schwierigkeiten hatten, konnte jedes Team alle Rätsel lösen, indem die Teammitglieder zusammenarbeiteten und sich gegenseitig unterstützten. In der Auswertung erklärte ein Schüler, sie hätten die Rätsel nach den Stärken der Teammitglieder aufgeteilt, um schneller zum Ziel zu kommen. Ein paar Kinder haben sich sogar noch mehr Rätsel gewünscht. Als jedes Team die Schatztruhe geknackt hatte, wurden die Zaubertränke „gebraut“.

Dafür mussten die Kinder in ihrem Klassenraum nach essbaren Zutaten suchen, die sonst nicht dahin gehörten. Es gab zwei verschiedene gesunde Smoothie-Rezepte mit den Namen „Grüner Krötensaft“ und „Drachenblut“. Von den speziellen Zutaten Spinat und Rote Bete waren viele Kinder zuerst abgeschreckt. Ein Schüler ging zu den anderen Teams und fragte: „Und was habt ihr ekliges im Zaubertrank?“. Trotzdem probierten alle mindestens einen der Zaubertränke, um ihre Seelen zu erlösen. Geschmeckt hat es dann doch allen.

 

 

 

Mehrgenerationenprojekt mit den Grundschülern der GTGS Lindenhof

Vor sieben Monaten verwandelte sich die GTGS Lindenhof durch eine Aktion der Schulsozialarbeiterin Jessica Froese in eine Weihnachstwichtelwerkstatt. Die Kinder wollten mit ihren individuellen Kreativarbeiten in Form von Karten über Knetseife, Weihnachtsengel, Kirschkernkissen und Spielen den Bewohnern einer Seniorenresidenz eine Freude bereiten. Die überraschten und glücklichen Gesichter der Senioren bei der Übergabe waren herzergreifend und jede Kreation fand einen besonderen Platz im Haus.

Als Dankeschön wurden die Kinder der Grundschule von den Senioren zu ihrem Sportfest eingeladen. Auf dem Programm standen lustige Disziplinen, wie Kirschkernweitschnipsen, Hindernislauf und Dosenwerfen. Diesen Spaß wollte sich keiner entgehen lassen – somit stellten sich elf Kinder einer zweiten Klasse der Herausforderung und traten gutgelaunt und voller Energie beim Sportfest an. Es wurde gemeinsam viel gelacht und sich amüsiert. Viele Senioren waren von der Offenheit der Kinder begeistert und erzählten ganz gerührt, dass die Freude über das Interesse der Kinder und deren Fragen sehr groß war.

 

Das Ende des Sportfestes wurde mit tollen Preisen und einem Grillfest eingeläutet. „Müssen wir schon zurück zur Schule – können wir bitte noch hier bleiben?“, waren die Worte der Kinder, als es Zeit war, um sich auf den Rückweg zu machen. Während des Festes planten die Mitarbeiter der Seniorenresidenz und die Schulsozialarbeiterin Frau Froese schon neue gemeinsame Aktionen, um Jung und Alt wieder zusammenzubringen und verabschiedeten sich mit dem festen Vorsatz, sich im neuen Schuljahr wiederzusehen.

Mittlerweile ist es schon Tradition – das legendäre Headisturnier der GTGS Lindenhof

wurde zum vierten Mal ausgetragen.

Headis ist eine Mischung aus Tischtennis und dem Kopfball des Fußballs. Es wird an einem herkömmlichen Tischtennistisch gespielt. Der Ball wird aber nicht mit dem Schläger geschlagen, sondern die Gegner köpfen sich den Ball gegenseitig über das Netz zu.

In diesem Jahr traten die Schülerinnen und Schüler gegen ihre Lehrerinnen, pädagogischen Mitarbeiter und FSJ´ler an. Diese Funsportart wird schon seit mehreren Jahren von der Schulsozialarbeiterin Jessica Froese als Arbeitsgemeinschaft an der GTGS Lindenhof angeboten.

Das Headisteam besteht aus zwölf Jungen und Mädchen der vierten Klasse, welche seit zwei Jahren mit großem Eifer wöchentlich an der Arbeitsgemeinschaft Headis teilnehmen und auch aus Kindern, die erst vor einigen Wochen mit dem Training begonnen haben. Trotz des Lockdowns am Anfang des Jahres trainierten die Kinder die letzten Wochen zielstrebig für das große Spiel. Gemeinsam mit ihrer Trainerin Jessica Froese alias Stirngeballer wurden präzise Angaben, zielgerichtete Ballwechsel und vor allem der Volleykopfball geübt. Hierbei dürfen die Spieler während eines Ballwechsels den Ball direkt annehmen und dafür sogar auf die Platte springen. Alle Kinder der Arbeitsgemeinschaft fieberten den 15.07.2021 entgegen – der Tag des Turniers.

Die Aufregung der Teilnehmer stieg, als die jeweiligen Gegner bekannt gegeben wurden. Die Kinder zeigten beim Wettkampf nicht nur ihr Können, sondern bewiesen auch Teamgeist und ein faires Miteinander. Um auch optisch als Team anzutreten, organisierte Trainerin Stirngeballer in Kooperation mit dem Schulförderverein für das Kinderteam Headistrikots, welche durch die selbstgewählten Spielnamen der Kinder, u. a. Master of the Match, Headis Brennblaster, Schlimmer geht immer und Der Donnerfalke, zu einem individuellen Glücksbringer wurden. Alle Teilnehmer gaben ihr Bestes – auch den Erwachsenen war der Ehrgeiz anzusehen. Es folgten spannende Spiele, Kopf-an-Kopf-Rennen beim Punktestand und langlebige Ballwechsel. Die Kinder feuerten sich gegenseitig an, fieberten bei jedem Ballwechsel mit und sprachen sich Mut und Kraft zu.

Am Ende wurden die Punkte der Teams ausgezählt und der Sieger ermittelt: mit 21 Punkten Vorsprung belegte das Kinderteam den
1. Platz! Die Freude über das gewonnene Turnier war überwältigend. Strahlende Kinderaugen, eine stolze Trainerin und das faire Applaudieren der Zweitplatzierten rundeten diesen Tag ab.

 

90 Jungen, 93 Mädchen, 10 Schulen, 13 Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter

 

In den Sommermonaten ist es alljährlich soweit – das Team der Schulsozialarbeit des Deutschen Familienverbandes veranstaltet jeweils einen Aktionstag für Mädchen sowie für Jungen. Dabei nehmen traditionell Kinder aus verschiedenen Schulen und Klassen teil, die gemeinsam unter einem Motto arbeiten. Das klingt mit dem Hintergrund von Corona-Vorsichtsmaßnahmen kaum umsetzbar. Doch das Team hat eine kreative Möglichkeit gefunden: Fünf Grundschulen, drei Gemeinschaftsschulen, eine Integrierte Gesamtschule sowie eine Förderschule waren zeitgleich dabei. Mehr als 180 Kinder der 3. bis 5. Klassen aus 10 verschiedenen Schulen nahmen somit an einem Edu-Breakout teil. Das Wort kommt aus dem Englischen und ist eine Kombination der Worte „Education“ (Bildung) und „Break Out“ (Pause). Zuerst setzten sich die Jungen mit dem Thema „Gesunde Ernährung“ auseinander, tags darauf stellten die Mädchen ihr Wissen und ihre Teamfähigkeit unter Beweis.

In den jeweiligen Schulen arbeiteten die Kinder in Kleinteams emsig an sechs verschiedenen Aufgaben. Nach einer gemeinsamen Eröffnung, bei der sich die Kinder mit ihren 13 Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern online kurz vorstellten und vernetzten, fiel der Startschuss.

Jede Aufgabe führte zu einem Hinweis oder einem Code, mit dem eins von sechs Schlössern geöffnet werden konnte. Das Edu-Breakout orientiert sich an der Idee von Escape Rooms, bei denen die teilnehmenden Personen ebenfalls Aufgaben und Rätsel lösen müssen, um sich allerdings selbst aus einem Raum zu befreien.

Die Schlösser sicherten einen besonderen Schatz, der in eine Kiste eingeschlossen wurde. Doch zum Öffnen des letzten Schlosses brauchten die Mädchen und Jungen die Hilfe einer anderen teilnehmenden Schule. In jedem Klassenraum war eine Frage für eine andere Schule versteckt. Bei einem weiteren Online-Treffen konnten die Kinder und Jugendlichen sich gegenseitig die Fragen stellen. Alle rätselten mit, wie viele Stücken Zucker in einem halben Liter Cola enthalten sind oder welche Nahrung wohl die meiste Energie liefert. Durch die Live-Schaltung bekam das Event einen größeren Charakter, fast so, als hätte man sich in Wirklichkeit getroffen. Ein Mädchen knüpfte sogar erste Kontakte, da sie nach den Sommerferien die Schule wechseln wird.

Die Kinder waren begeistert und suchten Zettel und Möbel nach geheimen Hinweisen ab. Stifte mit ultraviolettem Licht, rückwärtsgeschriebene Botschaften und Kombinationsgabe rund um das Thema Ernährung führten gemeinsam zum Ziel.

Am Ende war es so weit, die Kiste öffnete sich. Darin fanden die Mädchen und Jungen ein Rezept mit gesunden und frischen Zutaten für ein sommerliches Getränk. Manche Kinder waren erst zurückhaltend, aber schrieben nach dem Probieren sogar das Rezept ab, um es zu Hause noch einmal mit den Eltern und Geschwistern auszuprobieren.

 

Monique Stolte für das Team der Schulsozialarbeit

Im Februar und März 2021 wurde ein Zeichenwettbewerb ausgeschrieben. Das Team der Schulsozialarbeit war neugierig und gespannt zu erfahren, wie die Schülerinnen und Schüler Schulsozialarbeit erleben und wahrnehmen. Die Kunstwerke sollen öffentlich als Darstellung für die Schulsozialarbeit des Deutschen Familienverbandes genutzt werden. Es wurden 20 Kunstwerke eingereicht und das Team der Schulsozialarbeit hat die ersten drei Plätze gekürt. Durch einen Gleichstand gibt es sogar vier Gewinner. Es war wirklich eine sehr schwierige Entscheidung, denn alle Kunstwerke sind auf ihre Art und Weise toll und einzigartig! Wir danken euch Schülerinnen und Schülern für die sehr kreativen Ideen und für die Teilnahme. Ihr alle erhaltet von uns ein kleines Dankeschön und wie versprochen bekommen die Erstplatzierten jeweils einen Gutschein.

 

4 Teams, 6 Aufgaben, 6 Schlösser

24 Kinder einer zweiten Klasse der Ganztagsgrundschule Lindenhof wurden in diesem Jahr auf eine ganz besondere Art auf Ostern eingestimmt. In kleinen Teams erhielten sie von ihren Schulsozialarbeiterinnen Jessica Froese und Monique Stolte einen Umschlag mit verschiedenen Aufgaben und eine sechsfach verschlossene Schatzkiste.

Edubreakout nennt sich der neue Trend, der an das Prinzip von Escape Rooms angelehnt ist. Das Lösen von kniffligen Rätseln führt zum Ziel. Den Zweitklässlern gefiel diese Art von Herausforderung sehr. Das Prinzip lässt sich auf verschiedene Themen übertragen und kann nicht nur für das Soziale Kompetenztraining, sondern auch für die spannende Aufbereitung von Lernplanthemen genutzt werden. Fachwissen, Teamwork und problemlösendes Denken sind nötig, um die Rätsel zu lösen.

Durch das Lösen der Aufgaben erfuhren die Kinder jeweils einen Zahlen- oder Buchstabencode, um ein Schloss öffnen zu können. Auf diese Idee mussten sie allerdings erst einmal kommen. Die Kinder hatten keine weiteren Informationen und versuchten anfangs zumeist durch Probieren die Codes zu entschlüsseln.

Dann trauten sie sich an die Aufgaben. Dabei mussten sie beispielsweise Aussagen rund ums Thema Farbenmischen überprüfen, durch Kombination das richtig eingefärbte Osterei finden oder Ostereischalen zusammen puzzeln. Auch ein UV-Stift führte sie zu einem unsichtbaren Code, der ein Schloss öffnete. Die Zweitklässler gingen selbständig an die Lösung der Aufgaben heran. Nur für ein Rätsel hatten sie eine Tippkarte zur Verfügung, die sie einmal einsetzen konnten. Die Kinder machten sich mit Eifer und Ausdauer an die Aufgaben und ließen sich nicht entmutigen.

Manche Aufgabe mussten noch einmal neu in Angriff genommen werden, weil die Gruppe zuerst nicht richtig gelesen hatte. Spielerisch trainierten sie Rücksichtnahme, Abstimmung im Team, Konzentration und Ausdauer. Bei der Reflektionsrunde im Anschluss stellten die Kinder stolz fest, dass sie bereits viele soziale Fähigkeiten besitzen, die ihnen halfen verschiedene Lösungsstrategien anzuwenden. Für das nächste Mal nahmen sie sich vor, nicht geäußerte Wünsche mutig und respektvoll im Team anzusprechen.

Die Schulsozialarbeit wird finanziert aus Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt.