Alle Jahre wieder reisen Schulsozialarbeiterinnen des DFV mit 30 Mädchen an tolle Orte, um den Kindern einen kleinen Urlaub zu ermöglichen und gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen. In diesem Jahr ging es ins Kloster St. Ludgerus nach Helmstedt. Die Fahrt begann mit einer turbulenten Anreise mit der Deutschen Bahn – Dank 9€-Ticket und überfüllten Waggons konnte nur die halbe Gruppe in den Zug steigen und nach Helmstedt reisen. Durch die spontanen Reaktionen der Eltern, die sich sofort bereit erklärten, die andere Hälfte der Reisegruppe mit privaten Autos zu transportieren – ein großes Dankeschön an die Eltern, erreichten alle gesund und etwas aufgeregt die wunderschöne Unterkunft im Herzen des tatsächlich 2400 Jahre alten niedersächsischen Städtchens. Nach ersten organisatorischen Dingen, erkundeten wir gemeinsam das ehrwürdige Gebäude und lernten uns kennen. Nach dem Abendessen wurde es kreativ: Steine bemalen, Komplimentesäckchen nähen, Glitzertattoos auftragen, neue und alte Spiele spielen. Und schwups war es Zeit fürs Bettchen. Und ob es an der zu erwartenden Hitzewelle oder der Aufregung des Tages lag – um 22 Uhr war Nachtruhe und aus den meisten Zimmern nur noch entspanntes schnarchen (atmen) zu hören. Am nächsten Tag standen drei mega coole Workshops auf dem Plan, welche alle Mädchen in Kleingruppen durchliefen. Im Theaterworkshop waren Fantasie und Mut zum laut sein gefragt. Beim Tanzen studierten die girls in Null Komma Nix eine Line-Dance-Choreografie ein und im Entspannungs-Workshop gab es Einblicke in Klanggeschichten, Fantasiereisen und eine Igelballmassage. Die Mädchen waren begeistert und sprühten vor Energie. Nach dem Mittag stand das nächste Highlight auf dem Plan: SHOPPING!!! Mit Rucksack und dicken Taschengeldbeuteln schritt unser Mädelstross gen alten Stadtkern, um Rossmann, Woolworth und C&A „leer“ zu kaufen. Überglücklich traten die Kids nach zwei Stunden den Rückweg an, um zurück im Kloster den neuen Schmuck anzulegen, die neuen Kleider anzuziehen oder auch Beautymasken aufzulegen, um morgen fürs Schwimmbad wieder wunderschön zu strahlen 🙂 Auch die nächsten zwei Tage sind gefüllt mit coolen Aktionen wie Modenshow, Discoabend und vieles mehr.

   

   

  

 

Die Sommerferien haben begonnen und die meisten Schülerinnen und Schüler genießen ab jetzt das Ausschlafen und Relaxen. Das es auch anders geht, bewiesen heute 14 sportbegeisterte Jungen und Mädchen, welche voller Vorfreude auf den Start des Headis-Ferien-Projektes warteten. Überpünktlich versammelten sich die Kinder und Jugendlichen in der Turnhalle der Ganztagsgrundschule (GTGS) Lindenhof, um die Tischtennisplatten aufzubauen und sich zu erwärmen.

Die Idee für das Kooperationsprojekt zwischen der Schulsozialarbeiterin Jessica Froese der GTGS Lindenhof und Michaela Pflanz, Stadtsportbund – Mobile Kinder- und Jugendarbeit – entstand bei der Auftaktveranstaltung der Projektreihe „Stark gegen Gewalt“, welche von Sozialarbeiter:innen der offenen Kinder- und Jugendhilfe und der Schulsozialarbeit im Netzwerk Reform geplant und umgesetzt wird (https://dfv-lsa.de/netzwerk-reform-stark-gegen-gewalt-1-0/).

Beim Headis-Ferien-Projekt trafen unterschiedliche Gruppen aufeinander: zum einen Schüler der GTGS Lindenhof, die regelmäßig an der Arbeitsgemeinschaft (AG) Headis teilnehmen, zum anderen ehemalige Schülerinnen und Schüler, die vor einem, zwei und auch drei Jahren bereits ein Teil der Headis-AG waren sowie Jungen aus verschiedenen Schulen, die gemeinsam mit Michaela den Headissport kennenlernen und ausprobieren wollten. Unter dem Motto „Kinder lernen von Kindern“ wurden fleißig Regeln erklärt, Angaben geübt und gezielte Zuspiele trainiert. Die Stimmung war großartig. Am Ende traten die Kinder in einem Turnier gegeneinander an, wobei alle ein faires und respektvolles Miteinander lebten.

Die Rückmeldungen der Kinder zeigten, dass es eine richtig coole Idee war, diesen Tag zu organisieren.

Erholt euch gut und bleibt gesund!

Eure Trainerin Schmetterhead 🙂

Endlich ist es soweit! Eine Führung durch die Ganztagsgrundschule Lindenhof kann man jetzt auch ganz bequem online erleben. Mit diesem Video haben nun alle zukünftigen Schüler:innen und ihre Familienangehörigen vor der Einschulung die Möglichkeit, ihre Schule kennenzulernen. Die Idee entstand schon während der Covid-19-Pandemie, als die Vorschulstunden ausfallen mussten und Kita-Kinder ihre baldige Schule nicht besuchen konnten. Die Tonaufnahmen wurden im Rahmen eines Ferienprojektes der Schulsozialarbeit mit Dritt- und Viertklässler:innen eingesprochen. Mehr Informationen dazu findet ihr hier:

Pfingstferien-Projekt am Lindenhof – Schüler und Schülerinnen stellen ihre Schule vor – Deutscher Familienverband Sachsen-Anhalt e.V. (dfv-lsa.de)

Schaut euch jetzt eure neue Schule an und werdet neugierig! Wir freuen uns schon, euch bald persönlich kennenzulernen!

 

Diese Trendsportart ist eine Mischung aus Tischtennis und dem Kopfball des Fußballs und wird seit sechs Jahren von der Schulsozialarbeiterin Jessica Froese des Deutschen Familienverbandes Sachsen-Anhalt e.V. an der GTGS Lindenhof in Magdeburg angeboten. Dritt- und Viertklässler lernen dort nicht nur den Headissport und die Regeln kennen – sie trainieren auch ihre Ausdauer und körperliche Fitness. Dabei stehen vor allem Fairness, Zusammenhalt und ein respektvolles Miteinander im Vordergrund.

Schaut selbst und lasst euch vom Headisfieber mitreißen. Unser Imagefilm ist nun fertig und bereit zum Anklicken.

Fall ihr noch mehr über den Headis-Sport erfahren wollt, dann klickt den Link an und erfahrt mehr über das legendäre Headisturnier Lehrer:innen vs. Schüler:innen: (https://dfv-lsa.de/5-headisturnier-am-lindenhof-kinder-vs-erwachsene/).

Viel Spaß wünscht Headis-Trainerin Schmetterhead

Ein weiteres Schuljahr neigt sich dem Ende zu. Das bedeutet für viele Schulen Abschied nehmen von ihren Abschlussklassen. Auch der Lindenhof muss sich von seinen vierten Klassen verabschieden. Zum Abschluss sollte es aber noch einmal etwas ganz besonderes geben, woran die Kinder sich noch lange erinnern werden. Die Viertklässler und Viertklässlerinnen durften durch Organisation der Schulsozialarbeiterinnen Jessica Froese und Sarah Schön ihr eigenes T-Shirt gestalten.

 

 

 

 

 

Zunächst konnten sie die Vorderseite des T-Shirts frei bemalen. Angefangen mit Symbolen wie Herzen oder Sternen bestückten die Kinder ihre T-Shirts auch mit Lieblingsserien und -filmen oder auch den coolsten Pokemons. Der Kreativität war keine Grenzen gesetzt. Die Klassen sammelten gemeinsam ihre Ideen an der Tafel und konnten kaum abwarten, ihre Designs auf die T-Shirts zu bringen. Die Kinder konnten kaum gebremst werden, ihre Vorstellungen erstmal auf einem Blatt Papier vorzuzeichnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als das T-Shirt ausreichend bunt gestaltet war, wurde auf die Rückseite jedes T-Shirts „GTGS Lindenhof“ inklusive des Lindenblattes – dem Logo der Schule – gedruckt. Mit Hilfe einer Siebdruckmaschine wurde das Motiv in den Lieblingsfarben eines jeden Kindes auf das T-Shirt gebracht. Die Viertklässler und Viertklässlerinnen durften den Schulsozialarbeiterinnen dabei helfen, den Druck durchzuführen. Als die Siebdruckvorrichtung langsam angehoben wurde, waren die Kinder ganz aufgeregt, wie ihr Aufdruck aussehen wird und freuten sich mit strahlenden Gesichtern über das Ergebnis. Jedes einzelne T-Shirt war einzigartig und erinnert jedes Kind individuell an seine Grundschulzeit.

 

Unter besten Voraussetzungen durfte dieses Jahr endlich wieder der Mädchen- und Jungentag in Präsenz durchgeführt werden. Sonniges und sommerlich warmes Wetter, begeisterte und fröhliche Kinder, engagierte Schulsozialarbeitende und eine tolle Location mit interessanten Angeboten machten die Tage zu einem besonderen Erlebnis. Der Mädchentag als Aktionstag für Mädchen und der Jungentag speziell für Jungen werden jedes Jahr von dem Team der Schulsozialarbeit des Deutschen Familienverbandes LSA e. V. organisiert. Die Schulsozialarbeitenden an Zwölf Magdeburger Schulen initiierten zum wiederholten Male diese zwei Projekttage, an denen traditionell Kinder aus verschiedenen Schulen und Klassen teilnehmen. In den vergangenen Jahren gab es bereits Angebote zu den Themen Tanz und Musik oder auch gesunde Ernährung als Edu-Breakout mit digitaler Zusammenarbeit. Dieses Jahr wurde den Kindern am 21.06. bzw. am 22.06.22 die Möglichkeit geboten, neue Aktivitäten zu den Themen Sport und Bewegung sowie Musik und Theater auszuprobieren. Großer Dank gilt dem „Werk4“ in Buckau, das als Location diente sowie den Referint:innen der angebotenen Workshops. Den Kindern wurden sechs verschiedene Workshops zur Wahl gestellt. Beim Bogenschießen stellten sie ihre Zielsicherheit auf die Probe, während im Parkour Gleichgewichtssinn und Mut gefragt waren. Beim Trommeln trainierten die Mädchen und Jungen ihr Rhythmusgefühl und beim Yoga konnten sie Entspannung genießen. Bei den Teamspielen war Zusammenarbeit das oberste Ziel und im Improtheater mussten die Kinder sich selbst überwinden, um lustige und ernste Szenen zu kreieren und ihr schauspielerisches Talent zu demonstrieren. Jedes Kind konnte an drei Workshops teilnehmen und neue Aktivitäten für sich entdecken. Egal ob die Kinder sich getraut haben, beim Parkour über das Geländer zu springen oder beim Theater aus sich herausgekommen sind und vor der Gruppe ihr Schauspiel gezeigt haben – alle Kinder hatten ihre Erfolgserlebnisse und gingen mit einem gestärkten Selbstvertrauen nach Hause. Auch wenn die Mädchen und Jungen am liebsten alle sechs Angebote ausprobiert hätten und traurig waren, als der Tag vorbei war, hatte jedes Kind Spaß in seinen Workshops: „Theater war so spaßig, wir haben in Zeitlupe gekämpft.“ oder „Trommeln war richtig cool, wir durften alle ein Solo spielen.“ sind nur zwei Beispiele der vielen glücklichen Aussagen der Kinder.

 

Am 31.05.22 war es endlich wieder soweit – das Fair-Play Fußballturnier der Schulsozialarbeit des Deutschen Familienverbandes Sachsen-Anhalt e.V. wurde nach längerer Corona-Pause ausgetragen. Acht Grundschulen aus Magdeburg traten mit ihren Teams gegeneinander an. Dabei ging es nicht nur um fußballerisches Können und Teamgeist allein, im Fokus stand das Fair-Play. Dadurch wurden Fouls und Beleidigungen der Mannschaften minimiert und die Spieler konzentrierten sich bewusst auf Fairness. Denn für faires Verhalten gab es Extrapunkte und auch einen separaten Pokal. Organisiert und durchgeführt wurde das Turnier von den Schulsozialarbeiter:innen der Grundschulen „Am Umfassungsweg“, „Hegelstraße“, „Klosterwuhne“, „Kritzmannstraße“, „Lindenhof“, „Weitlingstraße“ sowie der Förderschulen „Comenius“ und „Makarenko“. Ein großer Dank geht an TuS 1860 Magdeburg-Neustadt, auf dessen Gelände das Turnier stattfinden durfte. In zwei Gruppen traten zunächst jeweils vier Mannschaften gegeneinander an. Danach wurde in einem Halbfinale bestimmt, welche Teams in den finalen Spielen um die Platzierungen kämpfen werden. Das Team der Grundschule „Hegelstraße“ setzte sich im Kampf um den dritten Platz durch und freute sich über ihre Drittplatzierung. Im Finale standen die Teams der Grundschule „Lindenhof“ und der Grundschule „Klosterwuhne“.  Scheinbar ebenbürtige Gegner standen sich auf dem Feld gegenüber, denn nach der regulären Spielzeit hatte keine der Mannschaften ein Tor kassiert. Beide Teams mussten sich in einem spannenden Neunmeterschießen messen und um den Pokal zittern. Letztlich bewies die Grundschule „Klosterwuhne“ ihr fußballerisches Können und ging aus dem Turnier als Punktesieger hervor. Den Fair-Play-Pokal teilten sich nach Auswertung der Fair-Play-Punkte die Grundschule „Hegelstraße“ und die Grundschule „Kritzmannstraße“. Beide Schulen dürfen nun jeweils ein halbes Jahr den Turnier-Pokal in ihrer Schulvitrine zur Schau stellen und ihren Sieg stolz präsentieren. Der Tag war ein voller Erfolg, denn jede Mannschaft gab an dem Tag nicht nur im Fußball ihr Bestes, die Spieler und Spielerinnen achteten auch auf ein faires Verhalten gegenüber den gegnerischen Teams. Am Ende gab es deswegen auch eine Medaille und einen großen Stapel Autogrammkarten des 1. FC Magdeburgs für alle Schulmannschaften.

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist es für die zukünftigen Schüler und Schülerinnen schwierig, ihren neuen Lernort – die Grundschule – vor der Einschulung kennenzulernen. Die Vorschulstunden mussten ausfallen und die Kitakinder konnten ihre zukünftige Grundschule im Vorfeld nicht besuchen. Aus diesem Problem heraus entstand die Idee, ein Video zu erstellen, in dem die Ganztagsgrundschule Lindenhof vorgestellt wird und zukünftige Schüler und Schülerinnen sowie Eltern und Erziehungsberechtigte online einen kleinen Rundgang erleben können. Nachdem die Schulsozialarbeit der GTGS Lindenhof genug Fotos von dem Schulgelände gesammelt hat, war es an der Zeit, erklärende Tonaufnahmen einzusprechen. Und wer könnte besser die Grundschule Lindenhof vorstellen als die Schüler und Schülerinnen der Schule? Daher organisierte Schulsozialarbeiterin Sarah Schön ein Projekt in den Pfingstferien, dessen Rahmen für die Aufnahme der Tonsequenzen genutzt wurde. Als die Kinder am ersten Tag in den Raum kamen und das aufgebaute Mikrofon sahen, waren alle ein wenig aufgeregt. Aber nach einer Proberunde, in der sie das Einsprechen ausprobieren durften, waren die meisten schon entspannter und sicherer. Nach und nach schauten sie sich die Fotos an und überlegten gemeinsam, was sie am besten zu den einzelnen Bildern sagen könnten. Abwechselnd sprachen die Kinder ihre Ideen ein und konnten kaum abwarten, dass sie wieder an der Reihe waren. Zwischendurch durfte natürlich ein bisschen Spiel und Spaß nicht fehlen. Die Schüler und Schülerinnen nahmen begeistert an dem Projekt teil, suchten als Gruppe die besten Formulierungen und waren Stolz, an dem Video mitgewirkt zu haben. Ihr Ziel war es, dass sich die zukünftigen Erstklässler und Erstklässlerinnen nach dem Anschauen des Videos schon auf ihre Grundschule freuen werden.

Das Video wird nun fertiggestellt und demnächst veröffentlicht.

Trotz der pandemiebedingten Herausforderungen wurde an der Tradition festgehalten und das mittlerweile fünfte Headisturnier an der Ganztagsgrundschule Lindenhof ausgetragen.

Diese Funsportart wird von der Schulsozialarbeiterin Jessica Froese als Arbeitsgemeinschaft an der GTGS Lindenhof angeboten. Headis ist eine Mischung aus Tischtennis und dem Kopfball des Fußballs. Es wird an einem herkömmlichen Tischtennistisch gespielt. Der Ball wird aber nicht mit dem Schläger geschlagen, sondern die Gegner*innen köpfen sich den Ball gegenseitig über das Netz zu.

Das motivierte Headisteam trat gegen das Team der Erwachsenen – bestehend aus Lehrerinnen, einer pädagogischen Mitarbeiterin, einer Referendarin, einer Hortpädagogin und den FSJlerinnen der Schule – an. Unter dem Motto Fair-Play wurden pro Spieler*in drei Sätze gespielt. Nach fast zwei Stunden stand der Sieger fest: mit einem deutlichen Vorsprung gewannen die Viertklässler*innen den 1. Platz. Die Jungen und Mädchen feierten stolz ihr Team und nahmen aufgeregt den Headispokal und ihre Medaillen entgegen. Die Stimmung beim Turnier wurde durch die zahlreichen Zuschauer, darunter Schüler*innen, Eltern, Großeltern und Geschwister der Spieler*innen, zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten. Eingefangen wurde die gute Stimmung vom Filmemacher Vitus Soska, der aktuell ein Promo-Video vom Headissport am Lindenhof dreht. Das Video wird in Kürze bei YouTube zu sehen sein. Ein Dankeschön geht außerdem an die Netzwerkstelle „Schulerfolg Magdeburg“, durch die das Headis-Projekt über die Förderung „Willkommen in der Schule“ finanziell unterstützt wurde.   

         

 

 

Das Netzwerk Reform ist seit 2016 aktiv und hat bereits einige Projekte, wie beispielsweise einen Stadtteilflohmarkt, mehrere Theateraufführungen und eine Umweltprojektreihe im Rahmen der Bewerbung Magdeburg zur europäischen Kulturhauptstadt 2025, initiiert. Nun startet endlich wieder nach einer pandemiebedingten Pause ein neues Projekt: „Stark gegen Gewalt“. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass sich das Netzwerk über den Stadtteil Reform hinaus erweitert hat. Der Austausch im Netzwerk und die Projektarbeit mit Sozialarbeiter*innen der offenen Kinder- und Jugendhilfe und der Schulsozialarbeit ist sehr wertvoll und eröffnet den Kindern und Jugendlichen in ihren Sozialräumen einen höheren Zugang zu den vielfältigen sozial-pädagogischen Angeboten. Die Akteur*innen des Projektes „Stark gegen Gewalt“ sind: der Deutsche Familienverband Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. (DFV) vertreten durch die Schulsozialarbeit der Ganztagsgrundschule „Lindenhof“, der Gemeinschaftsschule „A.W. Francke“ und der Gemeinschaftsschule „Heinrich Heine“ sowie der Spielwagen e.V. durch die Schulsozialarbeit der Förderschule „Hugo Kükelhaus“. Weiterhin beteiligen sich an dem Projekt die Sozialpädagog*innen des Kinder- und Jugendhaus (KJH) Banane, ALSO – Netzwerk Jugendarbeit und Sport, die Sozialpädagog*innen des KJH „Fuchsbau“ und die Mobile Jugendarbeit (Streetwork) für Migrant*innen vom Internationalen Bund sowie der Stadtsportbund Magdeburg e.V. durch die Sozialarbeiterin der Mobilen Kinder- und Jugendarbeit. 

Das Projekt „Stark gegen Gewalt“ hat sich zum Ziel gesetzt, Präventionsangebote für Kinder und Jugendliche zu schaffen, Zivilcourage zu fördern sowie Deeskalation und Risikoeinschätzung in Konfliktsituationen zu beleuchten. Durch die Durchführung von Workshops in den jeweiligen Sozialräumen soll die Stärkung des Selbstbildes gefördert werden, wodurch Schutzmechanismen entwickelt werden sollen, um angemessen mit Gewalt im Umfeld umzugehen bzw. gewaltbereite Gruppen zu meiden.

Geplant sind mehrere Aktionen für Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 15 Jahren, um ihnen Alternativen in der Freizeitgestaltung aufzuzeigen. Die Workshops konzentrieren sich auf unterschiedliche Themenbereiche wie Sport und Bewegung, Musik, Kunst, Tanz, Theater, Zivilcourage und Selbstverteidigung.

Im Mai 2022 startete das Projekt im Stadtpark Rotehorn mit einer Auftaktaktion rund um das Thema Sport, Spiel und Bewegung. Sie sind ein wesentlicher Baustein in der Gewaltprävention und tragen dazu bei, Gewaltpotenziale zu kanalisieren und Aggressionen unter Kontrolle zu bringen. 25 Kinder und Jugendliche aus den o.g. Einrichtungen trafen sich bei strahlendem Sonnenschein im Stadtpark und probierten neue und bekannte Sportspiele wie z. B. Headis, Spikeball, Disc Golf, Kubb und Slackline aus. Zusätzlich beteiligten sich an dieser Aktion Schülerinnen des „Geschwister Scholl“ Gymnasiums. Diese Bewegungsangebote können auch nach dem Aktionstag weiterhin in den Kinder- und Jugendhäusern oder über den Stadtsportbund genutzt werden. Die Akteur*innen nutzten ihre fachlichen Kompetenzen und Ressourcen, um dem Angebot zudem einen gewaltpräventiven Charakter zu geben. Hierbei stand nicht der Leistungsgedanke im Vordergrund. Vielmehr war es wichtig, sich im Spiel zu begegnen, Fairness zu leben und sich selbst zu entfalten. Das Projekt „Stark gegen Gewalt“ orientiert sich bei allen Angeboten an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen und setzt keine besonderen (sportmotorischen) Anforderungen voraus, vermeidet Blamagesituationen, fördert kooperative Handlungsweisen sowie eine angstfreie und animierende Atmosphäre. Im Mittelpunkt steht zudem die Beziehungsarbeit. Zum Schluss geht noch ein besonderer Dank an den Reformer Edeka Markt, vertreten durch Herrn Kudwin. Alle Teilnehmer*innen konnten an diesem warmen Tag ausreichend mit erfrischenden Getränken versorgt werden.

Die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit gewinnen immer weiter an Bedeutung. Immer mehr Menschen fragen sich, was sie selbst im Alltag tun können, um nachhaltiger zu leben. Eine Möglichkeit, seinen eigenen Müll zu reduzieren, ist das „Upcycling“. Eigentlich nutzlose Sachen und Dinge, die man sonst wegschmeißen würde, werden aufgewertet und finden so wieder Verwendung. Zu diesem Thema organisierte Schulsozialarbeiterin Sarah Schön an der Ganztagsgrundschule Lindenhof ein Projekt in den Osterferien. Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen bekamen nicht nur die Möglichkeit, bei der Aufwertung von Abfallprodukten ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen, sie lernten nebenbei auch etwas zu den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Für einen kleinen thematischen Einstieg startete das Projekt mit einem „Edu-Breakout“. Die Kinder mussten mehrere Rätsel zum Thema Umweltschutz lösen, um Zahlencodes zu erhalten, mit denen sich die Schlösser einer Schatzkiste öffnen ließen. Diese verbarg einen kleinen süßen Preis und die Anleitung zu den Upcycling-Ideen. Aus Milchtüten lassen sie einfach selbst gestaltete Aufbewahrungsbehältnisse basteln. Nachdem der obere Teil des Milchkartons abgeschnitten und die Tüte gut ausgewaschen wurde, mussten die Kinder die Milchkartons kneten, um dann die Farbfolie abziehen zu können. Denn darunter verbirgt sich eine Papier-Oberfläche, die sich leicht bemalen lässt. Die Teilnehmenden gestalteten mehrere Milchkartons und so entstanden Stiftehalter, Blumentöpfe und passend zum bevorstehenden Osterfest auch Osterkörbe.

Aus Konservendosen wurden zudem kleine Insektenhäuser gebastelt, die selbst wie Insekten aussehen. Dafür wickelten die Kinder zunächst Wolle um die Dose, um sie farblich zu gestalten. Mit roter Wolle wurden Marienkäfer gebastelt, aus gelber und schwarzer Wolle entstanden Bienen und mit bunter Wolle war der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die Insektenhäuser bekamen dann große Wackelaugen, je sechs Beine und Füße aus Perlen und den Marienkäfern durften natürlich ihre Punkte nicht fehlen. Anschließend sammelten die Schüler und Schülerinnen Stöcker, Zweige und vertrocknetes Gras, um die Dosen zu füllen und den Insekten einen Wohnraum zu geben. Jetzt sind die Insektenhäuser einzugsbereit und können im Garten oder auf dem Balkon aufgehängt werden. Am Ende waren noch zwei Dosen übrig, woraus die Kinder ein Dosentelefon herstellten, um auf kleiner Distanz miteinander zu „telefonieren“. Die Schüler und Schülerinnen drückten mehrfach aus, sich sehr auf das Projekt gefreut zu haben und wieviel Spaß sie an den Tagen hatten. Sie bastelten nicht nur begeistert an den Upcycling-Ideen, sondern sie verstanden auch den Hintergrund des Projektes und stellten freudig fest, dass sie weniger Müll weggeschmissen haben. Am letzten Tag sagte eine Schülerin: „Es war so schön, ich wünscht, dass das Projekt länger geht“.

Auch an den Kindern der Ganztagsgrundschule Lindenhof geht der Krieg zwischen Russland und der Ukraine nicht spurlos vorbei. Dass der Krieg die Kinder beschäftigt, wurde besonders deutlich, als die Klassensprecherin einer dritten Klasse mit jeder Menge Fragen und viel Redebedarf auf die Schulsozialarbeiterin Jessica Froese zu kam. Sie gab für die Schulsozialarbeiterin den Anlass, gemeinsam mit den Klassenlehrerinnen der dritten Klassen ein Friedensprojekt für die Klassenstufe drei zu planen. Schnell wurde klar, dass es einen ganzen Projekttag geben muss, um den Kindern ausreichend Möglichkeit zu bieten, in den Austausch zu gehen, Fragen zu stellen und ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Die Projekttage begannen in jeder Klasse mit einem thematischen Einstieg durch das Ansehen von Kindernachrichten.

Die Kinder schauten gespannt zu, stellten Fragen und ließen ihren Emotionen freien Lauf. Danach bekamen die Kinder durch die Methode des World Cafés die Möglichkeit sich in Kleingruppen zu verschiedenen Fragestellungen auszutauschen. So haben sie zusammengetragen, was sie bereits über den Krieg wissen, welche Gedanken und Gefühle sie beschäftigen, welche Friedensbotschaft sie gern senden würden und wie sie den Menschen aus der Ukraine helfen und hier willkommen heißen möchten. Anschließend bekamen sie die Möglichkeit, Friedenssymbole zu basteln und auf dem Schulhof aufzuhängen, um ein Zeichen gegen Gewalt und Krieg zu setzen.

Zum Abschluss durften die Kinder unter Beweis stellen, ob sie das, was sie zum Thema „anderen helfen und willkommen heißen“ äußerten, auch umsetzten konnten. Denn bei der Abschlussübung war Teamgeist gefragt. Nur durch gegenseitige Rücksichtnahme und einem respektvollen Miteinander konnte das Ziel der Übung erreicht werden. Die Kinder der dritten Klassen testeten selbst überlegte Strategien aus, sprachen sich ab, halfen sich gegenseitig und bewiesen jede Menge Geduld. Hut ab für das Durchhaltevermögen und den Ehrgeiz der Drittklässler!