Escape Room und Halloween-Grusel in der vierten Klasse

In der Woche vor den Herbstferien organisierten die Schulsozialarbeiterinnen der GTGS Lindenhof Jessica Froese, Monique Stolte (Deutscher Familienverband Sachsen-Anhalt e.V.) und ihre Praktikantin Sarah Schön ein Halloweenprojekt mit vielen kniffligen Rätseln, jeder Menge Spaß und einem besonderen Preis.

Zu Anfang wurden die Kinder mit einer schaurigen Geschichte auf das Halloween-Thema und ihre Aufgabe eingestimmt. Passend mit gruseliger Musik hinterlegt, wurde den Schülerinnen und Schülern erklärt, ihre Seelen seien in Gefahr und nur die Zaubertränke, die von mehreren komplizierten Aufgaben bewacht werden, können alle noch retten. In vier Teams knobelte die Klasse an jeweils einer Schatztruhe, die mit sechs Schlössern verschlossen war und das Rezept für den Zaubertrank – ein gesunder Smoothie – enthielt. Die Methode nennt sich „EduBreakout“ und ist von dem Escape Room-Konzept abgeleitet.

Jedes gelöste Rätsel brachte sie näher ans Ziel. Falls es doch einmal zu schwierig wurde, hatte jedes Team eine Tippkarte, die sie für eines der Rätsel einmalig einlösen konnten. Ansonsten waren sie auf sich gestellt. Die Rätsel waren an das Halloween-Thema angelehnt und ergaben als Lösung einen Zahlencode für eines der Schlösser. So mussten die Kinder beispielsweise ein Kreuzworträtsel lösen, bei dem das Lösungswort noch im Wörterbuch nachgeschlagen werden musste, damit die Seitenzahl als Zahlencode verwendet werden konnte. Gar nicht so einfach, denn einen Hinweis auf das Nachschlagen gab es lediglich in der Überschrift.

In einem anderen Rätsel mussten die Kinder den Weg durch ein Labyrinth finden – oder in dem Fall durch ein Spinnennetz. Zahlen waren nirgendwo zu sehen. Sie mussten also in ihren Hilfsmitteln den UV-Stift entdecken und die Zahlen im Spinnennetz suchen, die nur unter dem Licht des Stiftes sichtbar wurden. Allerdings waren es deutlich mehr Zahlen als für die Schlösser benötigt worden. Die Lösung war, dass nur die Zahlen auf dem direkten Weg verwendet werden durften. Auch Mathe-Rätsel und eine Englisch-Aufgabe waren dabei, um ihre schulischen Kenntnisse unter Beweis zu stellen. Auch wenn viele Schülerinnen und Schüler anfangs Schwierigkeiten hatten, konnte jedes Team alle Rätsel lösen, indem die Teammitglieder zusammenarbeiteten und sich gegenseitig unterstützten. In der Auswertung erklärte ein Schüler, sie hätten die Rätsel nach den Stärken der Teammitglieder aufgeteilt, um schneller zum Ziel zu kommen. Ein paar Kinder haben sich sogar noch mehr Rätsel gewünscht. Als jedes Team die Schatztruhe geknackt hatte, wurden die Zaubertränke „gebraut“.

Dafür mussten die Kinder in ihrem Klassenraum nach essbaren Zutaten suchen, die sonst nicht dahin gehörten. Es gab zwei verschiedene gesunde Smoothie-Rezepte mit den Namen „Grüner Krötensaft“ und „Drachenblut“. Von den speziellen Zutaten Spinat und Rote Bete waren viele Kinder zuerst abgeschreckt. Ein Schüler ging zu den anderen Teams und fragte: „Und was habt ihr ekliges im Zaubertrank?“. Trotzdem probierten alle mindestens einen der Zaubertränke, um ihre Seelen zu erlösen. Geschmeckt hat es dann doch allen.

 

 

 

Mehrgenerationenprojekt mit den Grundschülern der GTGS Lindenhof

Vor sieben Monaten verwandelte sich die GTGS Lindenhof durch eine Aktion der Schulsozialarbeiterin Jessica Froese in eine Weihnachstwichtelwerkstatt. Die Kinder wollten mit ihren individuellen Kreativarbeiten in Form von Karten über Knetseife, Weihnachtsengel, Kirschkernkissen und Spielen den Bewohnern einer Seniorenresidenz eine Freude bereiten. Die überraschten und glücklichen Gesichter der Senioren bei der Übergabe waren herzergreifend und jede Kreation fand einen besonderen Platz im Haus.

Als Dankeschön wurden die Kinder der Grundschule von den Senioren zu ihrem Sportfest eingeladen. Auf dem Programm standen lustige Disziplinen, wie Kirschkernweitschnipsen, Hindernislauf und Dosenwerfen. Diesen Spaß wollte sich keiner entgehen lassen – somit stellten sich elf Kinder einer zweiten Klasse der Herausforderung und traten gutgelaunt und voller Energie beim Sportfest an. Es wurde gemeinsam viel gelacht und sich amüsiert. Viele Senioren waren von der Offenheit der Kinder begeistert und erzählten ganz gerührt, dass die Freude über das Interesse der Kinder und deren Fragen sehr groß war.

 

Das Ende des Sportfestes wurde mit tollen Preisen und einem Grillfest eingeläutet. „Müssen wir schon zurück zur Schule – können wir bitte noch hier bleiben?“, waren die Worte der Kinder, als es Zeit war, um sich auf den Rückweg zu machen. Während des Festes planten die Mitarbeiter der Seniorenresidenz und die Schulsozialarbeiterin Frau Froese schon neue gemeinsame Aktionen, um Jung und Alt wieder zusammenzubringen und verabschiedeten sich mit dem festen Vorsatz, sich im neuen Schuljahr wiederzusehen.

Mittlerweile ist es schon Tradition – das legendäre Headisturnier der GTGS Lindenhof

wurde zum vierten Mal ausgetragen.

Headis ist eine Mischung aus Tischtennis und dem Kopfball des Fußballs. Es wird an einem herkömmlichen Tischtennistisch gespielt. Der Ball wird aber nicht mit dem Schläger geschlagen, sondern die Gegner köpfen sich den Ball gegenseitig über das Netz zu.

In diesem Jahr traten die Schülerinnen und Schüler gegen ihre Lehrerinnen, pädagogischen Mitarbeiter und FSJ´ler an. Diese Funsportart wird schon seit mehreren Jahren von der Schulsozialarbeiterin Jessica Froese als Arbeitsgemeinschaft an der GTGS Lindenhof angeboten.

Das Headisteam besteht aus zwölf Jungen und Mädchen der vierten Klasse, welche seit zwei Jahren mit großem Eifer wöchentlich an der Arbeitsgemeinschaft Headis teilnehmen und auch aus Kindern, die erst vor einigen Wochen mit dem Training begonnen haben. Trotz des Lockdowns am Anfang des Jahres trainierten die Kinder die letzten Wochen zielstrebig für das große Spiel. Gemeinsam mit ihrer Trainerin Jessica Froese alias Stirngeballer wurden präzise Angaben, zielgerichtete Ballwechsel und vor allem der Volleykopfball geübt. Hierbei dürfen die Spieler während eines Ballwechsels den Ball direkt annehmen und dafür sogar auf die Platte springen. Alle Kinder der Arbeitsgemeinschaft fieberten den 15.07.2021 entgegen – der Tag des Turniers.

Die Aufregung der Teilnehmer stieg, als die jeweiligen Gegner bekannt gegeben wurden. Die Kinder zeigten beim Wettkampf nicht nur ihr Können, sondern bewiesen auch Teamgeist und ein faires Miteinander. Um auch optisch als Team anzutreten, organisierte Trainerin Stirngeballer in Kooperation mit dem Schulförderverein für das Kinderteam Headistrikots, welche durch die selbstgewählten Spielnamen der Kinder, u. a. Master of the Match, Headis Brennblaster, Schlimmer geht immer und Der Donnerfalke, zu einem individuellen Glücksbringer wurden. Alle Teilnehmer gaben ihr Bestes – auch den Erwachsenen war der Ehrgeiz anzusehen. Es folgten spannende Spiele, Kopf-an-Kopf-Rennen beim Punktestand und langlebige Ballwechsel. Die Kinder feuerten sich gegenseitig an, fieberten bei jedem Ballwechsel mit und sprachen sich Mut und Kraft zu.

Am Ende wurden die Punkte der Teams ausgezählt und der Sieger ermittelt: mit 21 Punkten Vorsprung belegte das Kinderteam den
1. Platz! Die Freude über das gewonnene Turnier war überwältigend. Strahlende Kinderaugen, eine stolze Trainerin und das faire Applaudieren der Zweitplatzierten rundeten diesen Tag ab.

 

90 Jungen, 93 Mädchen, 10 Schulen, 13 Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter

 

In den Sommermonaten ist es alljährlich soweit – das Team der Schulsozialarbeit des Deutschen Familienverbandes veranstaltet jeweils einen Aktionstag für Mädchen sowie für Jungen. Dabei nehmen traditionell Kinder aus verschiedenen Schulen und Klassen teil, die gemeinsam unter einem Motto arbeiten. Das klingt mit dem Hintergrund von Corona-Vorsichtsmaßnahmen kaum umsetzbar. Doch das Team hat eine kreative Möglichkeit gefunden: Fünf Grundschulen, drei Gemeinschaftsschulen, eine Integrierte Gesamtschule sowie eine Förderschule waren zeitgleich dabei. Mehr als 180 Kinder der 3. bis 5. Klassen aus 10 verschiedenen Schulen nahmen somit an einem Edu-Breakout teil. Das Wort kommt aus dem Englischen und ist eine Kombination der Worte „Education“ (Bildung) und „Break Out“ (Pause). Zuerst setzten sich die Jungen mit dem Thema „Gesunde Ernährung“ auseinander, tags darauf stellten die Mädchen ihr Wissen und ihre Teamfähigkeit unter Beweis.

In den jeweiligen Schulen arbeiteten die Kinder in Kleinteams emsig an sechs verschiedenen Aufgaben. Nach einer gemeinsamen Eröffnung, bei der sich die Kinder mit ihren 13 Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern online kurz vorstellten und vernetzten, fiel der Startschuss.

Jede Aufgabe führte zu einem Hinweis oder einem Code, mit dem eins von sechs Schlössern geöffnet werden konnte. Das Edu-Breakout orientiert sich an der Idee von Escape Rooms, bei denen die teilnehmenden Personen ebenfalls Aufgaben und Rätsel lösen müssen, um sich allerdings selbst aus einem Raum zu befreien.

Die Schlösser sicherten einen besonderen Schatz, der in eine Kiste eingeschlossen wurde. Doch zum Öffnen des letzten Schlosses brauchten die Mädchen und Jungen die Hilfe einer anderen teilnehmenden Schule. In jedem Klassenraum war eine Frage für eine andere Schule versteckt. Bei einem weiteren Online-Treffen konnten die Kinder und Jugendlichen sich gegenseitig die Fragen stellen. Alle rätselten mit, wie viele Stücken Zucker in einem halben Liter Cola enthalten sind oder welche Nahrung wohl die meiste Energie liefert. Durch die Live-Schaltung bekam das Event einen größeren Charakter, fast so, als hätte man sich in Wirklichkeit getroffen. Ein Mädchen knüpfte sogar erste Kontakte, da sie nach den Sommerferien die Schule wechseln wird.

Die Kinder waren begeistert und suchten Zettel und Möbel nach geheimen Hinweisen ab. Stifte mit ultraviolettem Licht, rückwärtsgeschriebene Botschaften und Kombinationsgabe rund um das Thema Ernährung führten gemeinsam zum Ziel.

Am Ende war es so weit, die Kiste öffnete sich. Darin fanden die Mädchen und Jungen ein Rezept mit gesunden und frischen Zutaten für ein sommerliches Getränk. Manche Kinder waren erst zurückhaltend, aber schrieben nach dem Probieren sogar das Rezept ab, um es zu Hause noch einmal mit den Eltern und Geschwistern auszuprobieren.

 

Monique Stolte für das Team der Schulsozialarbeit

Im Februar und März 2021 wurde ein Zeichenwettbewerb ausgeschrieben. Das Team der Schulsozialarbeit war neugierig und gespannt zu erfahren, wie die Schülerinnen und Schüler Schulsozialarbeit erleben und wahrnehmen. Die Kunstwerke sollen öffentlich als Darstellung für die Schulsozialarbeit des Deutschen Familienverbandes genutzt werden. Es wurden 20 Kunstwerke eingereicht und das Team der Schulsozialarbeit hat die ersten drei Plätze gekürt. Durch einen Gleichstand gibt es sogar vier Gewinner. Es war wirklich eine sehr schwierige Entscheidung, denn alle Kunstwerke sind auf ihre Art und Weise toll und einzigartig! Wir danken euch Schülerinnen und Schülern für die sehr kreativen Ideen und für die Teilnahme. Ihr alle erhaltet von uns ein kleines Dankeschön und wie versprochen bekommen die Erstplatzierten jeweils einen Gutschein.

 

4 Teams, 6 Aufgaben, 6 Schlösser

24 Kinder einer zweiten Klasse der Ganztagsgrundschule Lindenhof wurden in diesem Jahr auf eine ganz besondere Art auf Ostern eingestimmt. In kleinen Teams erhielten sie von ihren Schulsozialarbeiterinnen Jessica Froese und Monique Stolte einen Umschlag mit verschiedenen Aufgaben und eine sechsfach verschlossene Schatzkiste.

Edubreakout nennt sich der neue Trend, der an das Prinzip von Escape Rooms angelehnt ist. Das Lösen von kniffligen Rätseln führt zum Ziel. Den Zweitklässlern gefiel diese Art von Herausforderung sehr. Das Prinzip lässt sich auf verschiedene Themen übertragen und kann nicht nur für das Soziale Kompetenztraining, sondern auch für die spannende Aufbereitung von Lernplanthemen genutzt werden. Fachwissen, Teamwork und problemlösendes Denken sind nötig, um die Rätsel zu lösen.

Durch das Lösen der Aufgaben erfuhren die Kinder jeweils einen Zahlen- oder Buchstabencode, um ein Schloss öffnen zu können. Auf diese Idee mussten sie allerdings erst einmal kommen. Die Kinder hatten keine weiteren Informationen und versuchten anfangs zumeist durch Probieren die Codes zu entschlüsseln.

Dann trauten sie sich an die Aufgaben. Dabei mussten sie beispielsweise Aussagen rund ums Thema Farbenmischen überprüfen, durch Kombination das richtig eingefärbte Osterei finden oder Ostereischalen zusammen puzzeln. Auch ein UV-Stift führte sie zu einem unsichtbaren Code, der ein Schloss öffnete. Die Zweitklässler gingen selbständig an die Lösung der Aufgaben heran. Nur für ein Rätsel hatten sie eine Tippkarte zur Verfügung, die sie einmal einsetzen konnten. Die Kinder machten sich mit Eifer und Ausdauer an die Aufgaben und ließen sich nicht entmutigen.

Manche Aufgabe mussten noch einmal neu in Angriff genommen werden, weil die Gruppe zuerst nicht richtig gelesen hatte. Spielerisch trainierten sie Rücksichtnahme, Abstimmung im Team, Konzentration und Ausdauer. Bei der Reflektionsrunde im Anschluss stellten die Kinder stolz fest, dass sie bereits viele soziale Fähigkeiten besitzen, die ihnen halfen verschiedene Lösungsstrategien anzuwenden. Für das nächste Mal nahmen sie sich vor, nicht geäußerte Wünsche mutig und respektvoll im Team anzusprechen.

Die Schulsozialarbeit wird finanziert aus Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt.

Notbetreuungskinder nehmen an Stolpersteinaktion teil

Seit vielen Jahren putzen die Kinder der Ganztagsgrundschule Lindenhof im Januar gemeinsam mit ihren Schulsozialarbeiterinnen Jessica Froese und Monique Stolte Stolpersteine, um an die zu unrecht getöteten Menschen in den 1940er Jahren zu erinnern. Normalerweise findet das Projekt mit den Klassensprecherinnen und Klassensprechern der Schule statt. Aufgrund der Pandemie engagierten sich in diesem Jahr Kinder im Rahmen der Notbetreuung.

Die damaligen Ungerechtigkeiten nicht zu vergessen und die Lehren daraus ein Stück weit mit in den eigenen Alltag zu nehmen ist ein Ziel des Projektes. „Das treibt uns an, die Aktion als Schulsozialarbeit bereits im siebten Jahr in Folge durchzuführen – auch in diesem besonderen Jahr“, so Monique Stolte. Die Stolpersteinaktion ist für die meisten der Dritt- und Viertklässler der erste Berührungspunkt mit dem Thema Nationalsozialismus. Die Kinder erfuhren etwas über die Vernichtungslager, die Pogromnacht und die Ausgrenzung der Juden in Magdeburg und Deutschland. Die Grundschüler teilten bereits vorhandenes Wissen miteinander und entdeckten auch Parallelen in der heutigen Zeit. Die Tatsache, dass die Juden nichts Unrechtes getan haben und sie nur aufgrund ihrer Herkunft verfolgt und sogar getötet worden sind, schockierte die Kinder. 

Erstmals gedachten sie bei der Aktion einem Opfer, das im Stadtteil Reform zu Hause war. Aufmerksam wurden die Schulsozialarbeiterinnen auf den verhältnismäßig neuen Gedenkstein durch eine Anwohnerin, die ein Buch des Getöteten zur Schule brachte. Der SPD Untergrundkämpfer Ludwig Wellhausen musste u.a. sterben, weil er sich für Familien inhaftierter Parteigenossen einsetzte und sie unterstützte. Die Kinder der Notbetreuung waren entsetzt und lernten wie wichtig es ist, dass sich viele einmischen und nicht nur Einzelne, damit sich die Geschichte nicht in ähnlicher Weise wiederholt. Die Schulsozialarbeiterinnen des Deutschen Familienverbandes e.V. Jessica Froese und Monique Stolte ermutigten die Kinder Dinge kritisch zu hinterfragen, die auch in unserer heutigen Zeit nicht gerecht sind und dabei schon in ihrer Lebenswelt bei den kleinen Dingen zu beginnen.

Nach der intensiven, altersgerechten Gesprächsrunde machte sich die Schülergruppe mit Schwamm und Essigwasser auf den Weg und polierte den Gedenkstein auf Hochglanz und legte Rosen nieder. Der Stein, der 2019 verlegt wurde, hatte es auch nötig. Er fiel so wenig auf, dass die Kinder erst daran vorbei gingen. Nun strahlt der Gedenkstein wieder und es werden sicher weitere Menschen darauf aufmerksam und können gedanklich über das Ereignis „stolpern“.

Die Schulsozialarbeit wird finanziert aus Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt. 

Alle Jahre wieder werden die Kinder in Reform bei einer Wunschbaumaktion von Anwohnern des Stadtteils mit Geschenken überrascht. In diesem Jahr konnte die Aktion leider nicht statt finden. Die Schulsozialarbeiterinnen Jessica Froese und Monique Stolte des Deutschen Familienverbandes Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. drehten die Aktion in diesem Jahr um. „Wenn das Beschenken der Kinder mit feierlicher Übergabe nicht möglich ist, dann bereiten wir den älteren Menschen eine kleine Freude“, so Jessica Froese. Die Idee traf an der Ganztagsgrundschule Lindenhof auf offene Ohren und die Schule verwandelte sich in den letzten Wochen immer einmal wieder zu einer Weihnachtswichtelwerkstatt. Ein Großteil der beteiligten Kinder besucht seit Anfang des Schuljahres wöchentlich die Arbeitsgemeinschaft „Coole Kids“ der Schulsozialarbeit. Bei den letzten Treffen stellten sie eifrig und motiviert selbstgebastelte Karten und Spiele her. „Wir möchten den Menschen im Altenheim zeigen, dass wir an sie denken“, äußerte eine Viertklässlerin.

   

Es bastelten auch verschiedene Klassen mit ihren Klassenlehrerinnen, wie die 2b, die selbstgenähte Kirschkernkissen verschenkte, die 2c, die Seifen, Perlenbilder und Teelichthalter herstellte und die 4a, die schöne Weihnachtskarten gestaltete. In der nachmittäglichen Ganztagszeit entstanden mit der Unterstützung der pädagogischen Mitarbeiterinnen und der jungen Menschen im Freiwilligendienst wunderschöne Bascetta-Sterne sowie goldene Engelchen aus Gingko-Blättern. Die Horterzieher des Kinderförderwerks Magdeburg e. V. beteiligten sich ebenfalls eifrig und dekorierten Weihnachtskugeln und nahmen Gedichte und Lieder auf einer CD auf. Es entstanden viele verschiedene Bastelsachen, die gar nicht alle aufgezählt werden können.

 

Anfang Dezember war es endlich so weit. Einige der „coolen Kids“ der Ganztagsgrundschule Lindenhof machten sich mit den Schulsozialarbeiterinnen und einem Horterzieher auf den Weg und besuchten die Seniorenresidenz Haus Reform.

 

Die Einrichtung ist eine kommunale Pflegeeinrichtung in Trägerschaft der Wohnen und Pflegen Magdeburg gGmbH. Die vielen Geschenke wurden vor dem Haus an die Ergotherapeutin und einen Betreuungsassistenten der Einrichtung übergeben, die nun die schöne Aufgabe haben, die Päckchen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern auszupacken. Hoffentlich haben sie genauso strahlende Augen, wie die Mitarbeiter der Seniorenresidenz.

 

Die Schulsozialarbeit wird finanziert aus Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt.

Auch wenn die Corona-Pandemie dem Jahr 2020 seinen ganz eigenen Stempel aufdrückt, stand für das Team der Grundschulsozialarbeit des DFV fest, wir versuchen, unter Einhaltung der aktuellen Hygienemaßnahmen, die Tradition der Familienbildungsfahrt (Fambi) auch in diesem Jahr nicht abreißen zu lassen. Festhaltend an diesem Gedanken begann die intensive Planung für ein gemeinsames Wochenende mit Familien aus den jeweiligen Grundschulen an denen der Deutsche Familienverband (DFV) Schulsozialarbeit anbietet. Neben zahlreichen Ideen wie die mitfahrenden Familien zum gegenseitigen Austausch angeregt werden können, traten auch so einige Fragezeichen auf und Vorhaben mussten neu geplant bzw. umgeplant werden. Am Ende stand letztendlich ein super geschnürtes Familienangebotspaket für das Wochenende bereit, welches mit einer gesunden Mischung aus gemeinschaftlichen, entdeckerischen und erholsamen Aktionen aufwarten konnte.

Bei schönem spätsommerlichen Wetter trafen sich am Freitag (25.09.) Familien aus der Förderschule „Makarenko“, der Grundschule „An der Klosterwuhne“, der Grundschule „Umfassungsweg“, der Grundschule „Weitlingstraße“, der Grundschule „Hegelstraße“ und der Ganztagsgrundschule „Lindenhof“ zur gemeinsamen Anreise in die sehenswerte Harz-Stadt Wernigerode. Nach kurzer Anreisezeit konnte erst einmal das Gelände der Jugendherberge in Augenschein und die Unterkunft erkundet werden. Der restliche Freitag stand ganz im Sinn des gegenseitigen Kennenlernens und der Stärkung des Gemeinschaftsgefühls. Neben Gruppenübungen, welche beim Erlernen aller Namen der mitreisenden Personen helfen sollte, war nach einem kleinen Abendspaziergang auch die kreative Schaffenskraft der Familien gefragt. Am Ende des Tages sind eindrucksvolle aus Naturmaterialien angefertigte Familienwappen entstanden, an deren Entstehung alle Familienmitglieder mit sichtlicher Begeisterung mitgewirkt haben. Anschließend klang der Abend beim gemeinsamen Abendessen und in gemütlich spielerischer Runde aus. Alle mitfahrenden Familien waren sehr offen und entspannt, sodass sich Gesprächsrunden bildeten, in denen sich über Abendrituale und Familienzeit ausgetauscht wurde.

Der Samstag (26.09.) bot den Kindern die Möglichkeit, das Thema Stadterkundung einmal ganz neu zu erleben. Dabei standen nicht wie üblich historische Sehenswürdigkeiten oder die Kunst- und Architekturstile der Stadt, Musen oder das Schloss im Zentrum der Aufmerksamkeit, sondern die vielen unterschiedlichen Spielplätze der Stadt waren das Ziel. Beiläufig führten die Wege dorthin natürlich auch an so mancher touristischen Attraktion Wernigerodes vorbei. Währenddessen die Kinder so die Stadt erkundeten, „rückten“ die Eltern zur Bildungseinheit zusammen und traten in die angeleitete Diskussion. Zeile des sinnstiftenden Austausches war es, miteinander über stressige Familiensituationen, bewährte Familienrituale und gewinnbringende Tipps zu Erziehungsfragen ins Gespräch zukommen. Dabei war der Blick stets auf dem positive und wertschätzenden Umgang mit den Familien gerichtet. Nach der Mittagspause stand am Nachmittag der gemeinsame Ausflug zum Wernigeröder Schloss auf der Tagesordnung. Über den historischen Markt Wernigerodes und mit einer zuvor reservierten Schlossbahn gelang der mühelose und trockenen Aufstieg. Denn zwischenzeitlich hatte das Wetter umgeschlagen. Es regnete stark und wurde durch den gleichzeitig aufkommenden Wind sehr ungemütlich. Die Familien behielten trotz dieser widrigen Umstände ihre gute Laune und genossen sichtlich nicht nur die Aussicht, sondern auch ihre Geübtheit mit unerwarteten Familiensituationen umgehen zu können. Am Abend, nachdem alle wieder trocken und vom Abendbrot verköstigt waren, folgte der nächste Höhepunkt: die Disco. Neben cooler Musik konnten die Kinder beim Limbo und Hoolahoop ihr Können zeigen. Auch die Erwachsenen ließen sich nicht lange bitten und schwangen mit ihren Kindern das Tanzbein.

Am Sonntagvormittag (27.09.) machte sich Wehmut über die bevorstehende Abreise zurück nach Magdeburg breit. Diese verflog allerdings bei den letzten „kleineren“ Aktionen schnell. Neben dem Familienbo(o)tschaften, auf dem die jeweiligen Familienmitglieder auf einem Papierboot ihre Wünsche für die eigene Familien verewigten, entstand noch ein gemeinsames Gruppenbild sowie die Auswertung des Wochenendes. Darin waren sich am Ende alle Beteiligten einig und zogen durchweg ein positives Fazit über die zu schnell vergangenen Tage. So war es dann auch nicht verwunderlich, als der Wunsch nach einer baldigen Wiederholung geäußert wurde.

Der Deutsche Familienverband Sachsen-Anhalt e.V. bedankt sich ferner recht herzlich bei den mitgefahrenen Familien und dem Jugendamt Magdeburg für die finanzielle Unterstützung des Familienbildungswochenendes.

Die durch den Deutschen Familienverband Sachsen-Anhalt e.V. angebotene Schulsozialarbeit wird über das Programm „Schulerfolg sichern“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalts gefördert.

Auf Grund der finanziellen Befristung unterstützen wir das Bündnis “Schulsozialarbeit und Netzwerkstellen dauerhaft verankern!” in Sachsen-Anhalt. Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten finden Sie auf der Internetseite des Aktionsbündnis-Schulsozialarbeit.

Zweijährige Ausbildung geht zu Ende

Seit dem dritten Schuljahr besuchten die Kinder der Ganztagsgrundschule Lindenhof regelmäßig die Arbeitsgemeinschaft Streitschlichter, die durch die Schulsozialarbeiterin des Deutschen Familienverbandes Monique Stolte an der Schule angeboten wird. Die Mädchen und Jungen haben eine Menge gelernt: von Gesprächsführung und aktivem Zuhören, über das Kommunikationsmodell Eisberg bis hin zu Teamarbeit. Sogar an einem Wochenendseminar hat ein Großteil der Gruppe teilgenommen. Nach mehr als 40 Ausbildungsstunden ist eine Prüfung zum Mediator nach den Bundesstandards der Schülermediation möglich. Auf diese mussten die AG-Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die coronabedingten Schulschließungen länger warten als geplant. Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich aus neun Kindern aus drei unterschiedlichen Klassen zusammen. Daher erfolgte die halbstündige Prüfung in klassenhomogenen Kleingruppen oder als Einzelgespräch. Trotz Aufregung und der Zwangspause in Sachen Streitschlichter-AG konnten die Kinder alle Fragen beantworten.
In den Sommerferien war es dann endlich so weit: Die Kinder der Arbeitsgemeinschaft erhielten im Rahmen eines besonderen Projekttages ihr wohlverdientes Abschlusszertifikat.

 

Gemeinsam wurde über die zurückliegenden zwei Jahre der Arbeitsgemeinschaft reflektiert und noch einmal das Erlernte wiederholt und aufgefrischt.

„Ich habe auch viel für mich selbst gelernt und streite seit der AG weniger“, so ein Schüler. So wie ihm geht es dem Großteil der kleinen Gruppe: „Ich versuche mich in den anderen hineinzuversetzen und dann werde ich ruhiger“, so eine andere Teilnehmerin.

 

 

Weiterhin entwarfen die jungen Mediatorinnen und Mediatoren ein Symbol für Streitschlichtung und verwandelten es dank Buttonmaschine in einen ganz individuellen Anstecker.

Der Tag war ein würdiger Abschluss für die engagierten Kinder und alle waren froh, dass endlich ein Wiedersehenin größerer Runde möglich war. Der Tag wurde ermöglicht durch die Förderung durch das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt und des Paritätischen Jugendwerks sowie durch die Förderung der Schulsozialarbeit des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalts.

Stand-Up-Paddling und Pilates-Yoga-Entspannung an der Elbe

An einem sonnigen Ferientag trafen sich die Schulsozialarbeiterinnen des Deutschen Familienverbandes fünf verschiedener Schulen mit insgesamt 20 Mädchen und Jungen im Stadtpark, um das Ausprobieren zweier nicht ganz neuer, aber definitiv angesagter Trendsportarten zu ermöglichen. Auf dem Plan standen Stand-Up-Paddling (kurz SuP) und eine Kombination aus Pilates, Yoga und Entspannung für die Schülerinnen und Schüler der Ganztagsgrundschule Lindenhof, der Grundschule Hegelstraße, der Grundschule Am Umfassungsweg, der Förderschule Comenius und der Gemeinschaftsschule Francke.

Pünktlich und merklich aufgeregt waren alle Kinder vor Ort. Nach der Gruppenaufteilung hieß es für die eine Hälfte zunächst Bretter schleppen, Paddel holen, Westen anprobieren. Dann noch eine kurze Einweisung und endlich ging es aufs (bzw. ins) Wasser…

Gar nicht so leicht, alles auf einmal zu beachten: Knie beugen, Paddelgriff, Gleichgewicht halten und dann noch irgendwie vorwärts kommen…

Für Einige ging es erst einmal im Kreis herum. Für Andere direkt ins kühle Nass.

Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewältigten diese neue Herausforderung jedoch beim ersten Versuch trockenen Fußes und mit ganz breitem Lächeln. Schön war auch zu sehen, wie sich die Kinder und Jugendlichen ohne Scheu gegenseitig halfen, auch, wenn der Gekenterte nicht aus der eigenen Schule war.

Mit kleinen Übungen und Spielen erlangten die Schülerinnen und Schüler ohne es zu merken, zunehmend Sicherheit auf den Boards und wer noch im knien den Hinweg zurücklegte, kam stehend und sichtlich stolz zurück zum Steg. Die Zeit verging wie im Flug.

Auch die Yoga-Pilates-Gruppe kam zufrieden, gestärkt und zum Teil irgendwie verschlafen von ihrem Workshop zurück. 

 

Nach anstrengenden Kräftigungs- und Dehnungsübungen gab es zum Schluss nämlich eine zehnminütige Entspannung, bei der einige Kinder ganz offensichtlich in einen leichten Schlaf herüberglitten. Nach der ersten Runde erfolgte ein Wechsel der Gruppen.

Eine kleine Überraschung war die Pizza zum Mittag, die direkt zum Bootssteg geliefert wurde.

Für die Schulsozialarbeiterinnen war es eine Freude zu sehen, dass sich, bis auf ein Kind, alle trauten, das Unbekannte auszuprobieren, die Kinder nicht aufgaben und alle sichtlich Spaß an der Sache hatten. Die Rückmeldungen via Auswertungsbögen bestätigten einmal mehr, dass solche Angebote wichtig für die Kinder und Jugendlichen sind, denen solche Aktivitäten sonst verwehrt blieben. Möglich wurde das Angebot durch die Förderung durch das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt und des Paritätischen Jugendwerks sowie durch die Förderung der Schulsozialarbeit durch den Europäischen Sozialfonds und das Land Sachsen-Anhalt.

Gemeinschaftsprojekt der Schulsozialarbeit – Aus alt mach neu

Die Aktionsreihe der Schulsozialarbeiterinnen der GTGS Lindenhof begann am zweiten Ferientag mit einem Schnupperkurs für die Sportart Parkour und wurde nun mit einem Upcycling-Projekt zum Thema „Aus alt mach neu“ fortgesetzt. Bei diesem Projekt wurden an zwei Tagen zusammen mit 16 Schülerinnen der Gemeinschaftsschule Francke, der Ganztagsgrundschule Lindenhof, der Grundschule Am Umfassungsweg, der Grundschule Hegelstraße und der Förderschule Comenius aussortierte Kleidungsstücke verwendet, um vielseitig verwendbare Körbchen aus Stoff zu nähen. Angeleitet wurden die Kinder dabei von ihren Schulsozialarbeiterinnen des Deutschen Familienverband LSA e. V.

Die erste Aufgabe der Mädchen war es, sich durch die Kleiderberge zu wühlen und sich geeignete Stoffe auszusuchen. Dabei konnten sie die Farben und das Material selbst wählen. Mit Hilfe einer Schablone wurden mehrere Stoffteile ausgeschnitten und zusammengenäht.

 

Um ordentliche Nähte zu erzielen, machten sich die Kinder mit der Nähmaschine vertraut, die freundlicherweise von der Netzwerkstelle Schulerfolg zur Verfügung gestellt wurde. Sie probierten sich die Geschwindigkeit für das Fußpedal aus und achteten darauf, die Nadel möglichst gerade über den Stoff fahren zu lassen. Von Naht zu Naht wurden sie sicherer in dem was sie taten und präsentierten den anderen Schülerinnen stolz ihre Ergebnisse. Manche waren richtige Naturtalente.

 

„Ich werde meine Haargummis darin aufbewahren“, so die 11jährige Fiona. Die 15jährige Diana hingegen nutzt das neue Accessoire zukünftig für ihre Schminksachen. Durch die unterschiedlichen Stoffe und Farben wurde jedes Täschchen zu einer Eigenkreation, welche durch bunte Applikationen zum Aufbügeln zu einem besonderen Hingucker wurden. Für die meisten Mädchen war es auch das erste Mal, dass sie ein Bügeleisen in der Hand hielten.

 

Mit der Frage: „Wann findet das nächste Projekt statt?“, verabschiedeten sich die Schülerinnen und bedankten sich für den schönen Tag, der viel zu schnell endete.

 

Die Schulsozialarbeit wird finanziert aus Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt. Weitere Unterstützung erhielt das Projekt vom Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt und vom Paritätischen Jugendwerk.