Lindenhofschüler produzieren spannende Hörspiele

In den letzten zwei Wochen lag an der Ganztagsgrundschule (GTGS) Lindenhof eine kreative Aufregung in der Luft. Zusammen mit den Studentinnen Veronica Thüsing, Kerstin Lüdtke, Julia Strozinsky der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und den Schulsozialarbeiterinnen Jessica Froese und Pauline Schulz der GTGS Lindenhof wurde ein medienpädagogisches Projekt geplant und durchgeführt.

Am 13.03.2023 erfolgte der Start in die Projektwoche. Dank der kompetenten angehenden Medienbildnerinnen erhielten die Kinder der Klasse 3c eine altersgerechte Einweisung in das Thema. Die Jungen und Mädchen lauschten aufgeregt und freudig den Worten der Studentinnen und tauschten sich zu den Fragen „Was ist eigentlich ein Hörspiel?“, „Was braucht man für ein eigenes Hörspiel?“ und „Wie schreibe ich eine spannende Geschichte zum Hören?“ aus.

Durch unterschiedliche Übungen wurden die Kinder dazu animiert, sich in die Erstellung eines Hörspiels reinzudenken. Sie besprachen den Aufbau und legten fünf grundlegende Punkte fest, welche dafür sorgen sollten, dass ihr eigenes Hörspiel auch wirklich spannend wird: 1. Das große Problem, 2. Suche nach der Lösung, 3. Problemlösung funktioniert nicht, 4. Suche nach einer neuen Lösung, 5. Ende gut, alles gut. Die Kinder fanden schnell heraus, dass bei einem Hörspiel ein musikalisches Intro ein besonderes Wiedererkennungsmerkmal darstellt und natürlich ein Sprecher, verschiedene Charaktere und auch Geräusche nicht fehlen dürfen.

Die 29 Schülerinnen und Schüler begannen, in drei Gruppen eingeteilt, jeweils eine eigene Geschichte zu schreiben und diese mit Leben zu füllen. Sie bekamen von Tag zu Tag immer mehr ein Gefühl dafür, wie ein Drehbuch geschrieben wird und wie sie es gemeinsam schafften, Bilder hörbar zu machen. Auch hier ließen sich die drei Studentinnen einiges einfallen. Sie trainierten mit den Kindern die Stimmen für die Aufnahme, ermöglichten diesen, sich bei der Aufnahme der Geräuschkulisse auszuprobieren und zeigten ihnen, wie die Tonmitschnitte am Computer bearbeitet werden.

Am Ende entstanden drei abenteuereiche Hörspiele: Das Abenteuer auf Zoomania, Die gefangenen Tiere und Die magischen Tierwesen – Idas großes Verschwinden. Stolz präsentierten die Drittklässler ihre Hörspiele und die dazu gestalteten Plakate. Es wurde gemeinsam gelacht und jedes Hörspiel mit einem tosenden Applaus ausgezeichnet. Doch in den letzten Wochen wurden nicht nur die großartigen Hörspiele produziert – die Kinder haben es geschafft, respektvoll in ihren Teams zu arbeiten, sich abzusprechen, kreativ zu sein, Ideen einzubringen sowie sich an bestimmten Stellen auch mal zurückzunehmen.

Da bleibt nur noch zu sagen: tolles Projekt, tolle Klasse, tolle Zusammenarbeit.

Vielen Dank an alle Beteiligten.

   

Schülerrat der GTGS Lindenhof besucht den Landtag von Sachsen-Anhalt

 

Endlich war der langersehnte Tag da. Die Schülerinnen und Schüler des Schülerrats besuchten am 17.03.2023 zusammen mit den Schulsozialarbeiterinnen der Ganztagsgrundschule Lindenhof, Jessica Froese und Pauline Schulz, den Landtag in Sachsen-Anhalt.

Nach einem herzlichen Empfang durch den FSJler des Landtags, gab es erst einmal eine kleine Raterunde, in der das Wissen über den Landtag auf die Probe gestellt wurde. Vieles konnten die Kinder gut schätzen, aber bei der Frage, wie viele Fenster das Landtagsgebäude hat, wurden die Augen groß. Eine echte Überraschung, die an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden soll.

 

Neben der Inforunde rund um den Landtag war ein Gespräch mit einer echten Politikerin angesetzt. Eva von Angern stellte sich den Fragen der Dritt- und Viertklässler:innen mit Bravour. Im Gegenzug wollte sie auch einiges von den Schüler:innen in Erfahrung bringen. Beispielsweise, was sie gerne verändern würden, wenn sie in der Politik tätig wären. Neben den Wünschen nach mehr Lehrkräften, größeren Klassenräumen und kleineren Klassen, kam auch der Wunsch auf, dass für alle Menschen die gleiche Rechte gelten sollen. Den Kindern war es ebenfalls sehr wichtig, über den Krieg in der Ukraine zu sprechen und zu erfragen, was im Landtag diesbezüglich unternommen wird. Frau von Angern ging sehr sensibel auf das Thema ein, indem sie alles in Ruhe erklärte und die Fragen der Kinder beantwortete.

Auf dem Tagesplan stand außerdem eine Führung durch das Landtagsgebäude, beginnend mit der Bibliothek, verschiedenen Ausstellungen, dem Foyer der Landtagspräsident:innen bis hin zum Plenarsaal, der mit seinen Tribünen genügend Platz für Zuschauer:innen und die Presse bietet. In ihm finden die Sitzungen des Plenums statt. Als die Kinder hörten, wie lang eine solche Sitzung mitunter dauern kann, staunten sie nicht schlecht. Aber zum Glück gibt es ja noch das Restaurant im Landtag, in dem sich die Politiker:innen täglich für ihre wichtigen Aufgaben stärken können.

 

Abschließend lässt sich sagen, dass die Kinder an diesem Tag einen umfangreichen Einblick in die Strukturen des Landtags erhalten haben, Spaß hatten und viel Neues lernten. Zusammen mit dem bereits vorhandenen Wissen sind sie mit Sicherheit gut ausgerüstet, um sich dem spannenden Schulalltag, den Fragen ihrer Mitschüler:innen, aber auch ihren Aufgaben als Klassensprecher:in sowie Stellvertreter:in zu stellen und gemeinsam im Schülerrat aktiv zu werden.

Streitschlichter*innen erhalten Abschlusszertifikat

Seit ca. einem halben Jahr besuchten Kinder aus den Klassenstufen 2,3 und 4 der Grundschule „An der Klosterwuhne“ regelmäßig die Arbeitsgemeinschaft Streitschlichter, die durch die Schulsozialarbeiterin des Deutschen Familienverbandes Christin Gerloff und Catharina Schooff an der Schule angeboten wird. Die Mädchen und Jungen haben eine Menge gelernt: von Gesprächsführung und aktivem Zuhören, über das Kommunikationsmodell Eisberg bis hin zu Teamarbeit und Konfliktlösung. Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich aus zehn Schüler*innen zusammen.

Zum Abschluss der Ausbildung erfolgte die halbstündige Prüfung, wo alles Gelernte nochmal abgefragt wurde.

Trotz Aufregung konnten die Kinder alle Fragen beantworten, sodass alle Streitschlichter zum Abschluss ihre Wohlverdiente STREITSCHLICHTER URKUNDE erhielten.

Gemeinsam wurde über die zurückliegende Zeit der Arbeitsgemeinschaft reflektiert und noch einmal das Erlernte wiederholt und aufgefrischt.

„Ich habe auch viel für mich selbst gelernt und gelernt wie man richtig zu hört!“, so ein Schüler. So wie ihm geht es dem Großteil der kleinen Gruppe: „Ich versuche Andere besser zu verstehen“, so eine andere Teilnehmerin. Eine andere Streitschlichterin sagt: „Ich möchte helfen, dass weniger Streit und Auseinandersetzungen bei uns in der Schule gibt“.

Weiterhin entwarfen die jungen Mediator*innen ein Symbol für Streitschlichtung, was von nun an das Erkennungszeichen für die Streitschlichter*innen an der Klosterwuhne ist.

Der Nachmittag war ein würdiger Abschluss für die engagierten Schüler*innen.