Netzwerk Reform „Stark gegen Gewalt 1.0“

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Das Netzwerk Reform ist seit 2016 aktiv und hat bereits einige Projekte, wie beispielsweise einen Stadtteilflohmarkt, mehrere Theateraufführungen und eine Umweltprojektreihe im Rahmen der Bewerbung Magdeburg zur europäischen Kulturhauptstadt 2025, initiiert. Nun startet endlich wieder nach einer pandemiebedingten Pause ein neues Projekt: „Stark gegen Gewalt“. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass sich das Netzwerk über den Stadtteil Reform hinaus erweitert hat. Der Austausch im Netzwerk und die Projektarbeit mit Sozialarbeiter*innen der offenen Kinder- und Jugendhilfe und der Schulsozialarbeit ist sehr wertvoll und eröffnet den Kindern und Jugendlichen in ihren Sozialräumen einen höheren Zugang zu den vielfältigen sozial-pädagogischen Angeboten. Die Akteur*innen des Projektes „Stark gegen Gewalt“ sind: der Deutsche Familienverband Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. (DFV) vertreten durch die Schulsozialarbeit der Ganztagsgrundschule „Lindenhof“, der Gemeinschaftsschule „A.W. Francke“ und der Gemeinschaftsschule „Heinrich Heine“ sowie der Spielwagen e.V. durch die Schulsozialarbeit der Förderschule „Hugo Kükelhaus“. Weiterhin beteiligen sich an dem Projekt die Sozialpädagog*innen des Kinder- und Jugendhaus (KJH) Banane, ALSO – Netzwerk Jugendarbeit und Sport, die Sozialpädagog*innen des KJH „Fuchsbau“ und die Mobile Jugendarbeit (Streetwork) für Migrant*innen vom Internationalen Bund sowie der Stadtsportbund Magdeburg e.V. durch die Sozialarbeiterin der Mobilen Kinder- und Jugendarbeit. 

Das Projekt „Stark gegen Gewalt“ hat sich zum Ziel gesetzt, Präventionsangebote für Kinder und Jugendliche zu schaffen, Zivilcourage zu fördern sowie Deeskalation und Risikoeinschätzung in Konfliktsituationen zu beleuchten. Durch die Durchführung von Workshops in den jeweiligen Sozialräumen soll die Stärkung des Selbstbildes gefördert werden, wodurch Schutzmechanismen entwickelt werden sollen, um angemessen mit Gewalt im Umfeld umzugehen bzw. gewaltbereite Gruppen zu meiden.

Geplant sind mehrere Aktionen für Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 15 Jahren, um ihnen Alternativen in der Freizeitgestaltung aufzuzeigen. Die Workshops konzentrieren sich auf unterschiedliche Themenbereiche wie Sport und Bewegung, Musik, Kunst, Tanz, Theater, Zivilcourage und Selbstverteidigung.

Im Mai 2022 startete das Projekt im Stadtpark Rotehorn mit einer Auftaktaktion rund um das Thema Sport, Spiel und Bewegung. Sie sind ein wesentlicher Baustein in der Gewaltprävention und tragen dazu bei, Gewaltpotenziale zu kanalisieren und Aggressionen unter Kontrolle zu bringen. 25 Kinder und Jugendliche aus den o.g. Einrichtungen trafen sich bei strahlendem Sonnenschein im Stadtpark und probierten neue und bekannte Sportspiele wie z. B. Headis, Spikeball, Disc Golf, Kubb und Slackline aus. Zusätzlich beteiligten sich an dieser Aktion Schülerinnen des „Geschwister Scholl“ Gymnasiums. Diese Bewegungsangebote können auch nach dem Aktionstag weiterhin in den Kinder- und Jugendhäusern oder über den Stadtsportbund genutzt werden. Die Akteur*innen nutzten ihre fachlichen Kompetenzen und Ressourcen, um dem Angebot zudem einen gewaltpräventiven Charakter zu geben. Hierbei stand nicht der Leistungsgedanke im Vordergrund. Vielmehr war es wichtig, sich im Spiel zu begegnen, Fairness zu leben und sich selbst zu entfalten. Das Projekt „Stark gegen Gewalt“ orientiert sich bei allen Angeboten an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen und setzt keine besonderen (sportmotorischen) Anforderungen voraus, vermeidet Blamagesituationen, fördert kooperative Handlungsweisen sowie eine angstfreie und animierende Atmosphäre. Im Mittelpunkt steht zudem die Beziehungsarbeit. Zum Schluss geht noch ein besonderer Dank an den Reformer Edeka Markt, vertreten durch Herrn Kudwin. Alle Teilnehmer*innen konnten an diesem warmen Tag ausreichend mit erfrischenden Getränken versorgt werden.