Auch wenn die Corona-Pandemie dem Jahr 2020 seinen ganz eigenen Stempel aufdrückt, stand für das Team der Grundschulsozialarbeit des DFV fest, wir versuchen, unter Einhaltung der aktuellen Hygienemaßnahmen, die Tradition der Familienbildungsfahrt (Fambi) auch in diesem Jahr nicht abreißen zu lassen. Festhaltend an diesem Gedanken begann die intensive Planung für ein gemeinsames Wochenende mit Familien aus den jeweiligen Grundschulen an denen der Deutsche Familienverband (DFV) Schulsozialarbeit anbietet. Neben zahlreichen Ideen wie die mitfahrenden Familien zum gegenseitigen Austausch angeregt werden können, traten auch so einige Fragezeichen auf und Vorhaben mussten neu geplant bzw. umgeplant werden. Am Ende stand letztendlich ein super geschnürtes Familienangebotspaket für das Wochenende bereit, welches mit einer gesunden Mischung aus gemeinschaftlichen, entdeckerischen und erholsamen Aktionen aufwarten konnte.

Bei schönem spätsommerlichen Wetter trafen sich am Freitag (25.09.) Familien aus der Förderschule „Makarenko“, der Grundschule „An der Klosterwuhne“, der Grundschule „Umfassungsweg“, der Grundschule „Weitlingstraße“, der Grundschule „Hegelstraße“ und der Ganztagsgrundschule „Lindenhof“ zur gemeinsamen Anreise in die sehenswerte Harz-Stadt Wernigerode. Nach kurzer Anreisezeit konnte erst einmal das Gelände der Jugendherberge in Augenschein und die Unterkunft erkundet werden. Der restliche Freitag stand ganz im Sinn des gegenseitigen Kennenlernens und der Stärkung des Gemeinschaftsgefühls. Neben Gruppenübungen, welche beim Erlernen aller Namen der mitreisenden Personen helfen sollte, war nach einem kleinen Abendspaziergang auch die kreative Schaffenskraft der Familien gefragt. Am Ende des Tages sind eindrucksvolle aus Naturmaterialien angefertigte Familienwappen entstanden, an deren Entstehung alle Familienmitglieder mit sichtlicher Begeisterung mitgewirkt haben. Anschließend klang der Abend beim gemeinsamen Abendessen und in gemütlich spielerischer Runde aus. Alle mitfahrenden Familien waren sehr offen und entspannt, sodass sich Gesprächsrunden bildeten, in denen sich über Abendrituale und Familienzeit ausgetauscht wurde.

Der Samstag (26.09.) bot den Kindern die Möglichkeit, das Thema Stadterkundung einmal ganz neu zu erleben. Dabei standen nicht wie üblich historische Sehenswürdigkeiten oder die Kunst- und Architekturstile der Stadt, Musen oder das Schloss im Zentrum der Aufmerksamkeit, sondern die vielen unterschiedlichen Spielplätze der Stadt waren das Ziel. Beiläufig führten die Wege dorthin natürlich auch an so mancher touristischen Attraktion Wernigerodes vorbei. Währenddessen die Kinder so die Stadt erkundeten, „rückten“ die Eltern zur Bildungseinheit zusammen und traten in die angeleitete Diskussion. Zeile des sinnstiftenden Austausches war es, miteinander über stressige Familiensituationen, bewährte Familienrituale und gewinnbringende Tipps zu Erziehungsfragen ins Gespräch zukommen. Dabei war der Blick stets auf dem positive und wertschätzenden Umgang mit den Familien gerichtet. Nach der Mittagspause stand am Nachmittag der gemeinsame Ausflug zum Wernigeröder Schloss auf der Tagesordnung. Über den historischen Markt Wernigerodes und mit einer zuvor reservierten Schlossbahn gelang der mühelose und trockenen Aufstieg. Denn zwischenzeitlich hatte das Wetter umgeschlagen. Es regnete stark und wurde durch den gleichzeitig aufkommenden Wind sehr ungemütlich. Die Familien behielten trotz dieser widrigen Umstände ihre gute Laune und genossen sichtlich nicht nur die Aussicht, sondern auch ihre Geübtheit mit unerwarteten Familiensituationen umgehen zu können. Am Abend, nachdem alle wieder trocken und vom Abendbrot verköstigt waren, folgte der nächste Höhepunkt: die Disco. Neben cooler Musik konnten die Kinder beim Limbo und Hoolahoop ihr Können zeigen. Auch die Erwachsenen ließen sich nicht lange bitten und schwangen mit ihren Kindern das Tanzbein.

Am Sonntagvormittag (27.09.) machte sich Wehmut über die bevorstehende Abreise zurück nach Magdeburg breit. Diese verflog allerdings bei den letzten „kleineren“ Aktionen schnell. Neben dem Familienbo(o)tschaften, auf dem die jeweiligen Familienmitglieder auf einem Papierboot ihre Wünsche für die eigene Familien verewigten, entstand noch ein gemeinsames Gruppenbild sowie die Auswertung des Wochenendes. Darin waren sich am Ende alle Beteiligten einig und zogen durchweg ein positives Fazit über die zu schnell vergangenen Tage. So war es dann auch nicht verwunderlich, als der Wunsch nach einer baldigen Wiederholung geäußert wurde.

Der Deutsche Familienverband Sachsen-Anhalt e.V. bedankt sich ferner recht herzlich bei den mitgefahrenen Familien und dem Jugendamt Magdeburg für die finanzielle Unterstützung des Familienbildungswochenendes.

Die durch den Deutschen Familienverband Sachsen-Anhalt e.V. angebotene Schulsozialarbeit wird über das Programm „Schulerfolg sichern“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalts gefördert.

Auf Grund der finanziellen Befristung unterstützen wir das Bündnis “Schulsozialarbeit und Netzwerkstellen dauerhaft verankern!” in Sachsen-Anhalt. Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten finden Sie auf der Internetseite des Aktionsbündnis-Schulsozialarbeit.