In der ersten Sommerferienwoche organisierten neun Schulsozialarbeiter*innen aus verschiedenen Trägern der Stadt gemeinsam mit der Netzwerkstelle „Schulerfolg“ Magdeburg das Kooperationsprojekt „Der Weg ist das Ziel“. Ursprünglich wollten die Sozialpädagog*innen mit ihren Schüler*innen eine klassische Geocaching-Tour durch die Stadt veranstalten. Doch bei der Planung entwickelte sich daraus noch viel mehr, eine Kombination aus digitalen Lernrätseln und der anschließenden Suche nach den gelösten Koordinaten.

Im Februar hatte die Schulsozialarbeiterin am Albert-Einstein-Gymnysium, Kristin Voigt (KEB) die Idee, ein schul- sowie trägerübergreifendes Sommerferienprojekt zu organisieren und plante ein Treffen für alle Interessierten. Neben Schulsozialpädagog*innen vom Spielwagen e. V., von der KEB e. V., dem IB e. V. und dem Landesjugendwerk der AWO e. V. waren vom Deutschen Familienverband LSA e. V. Carlos Martinez aus der Grundschule Kritzmannstraße, Tanja Schönbrodt und Marion Greilich aus der IGS Regine Hildebrandt sowie Marlen Ulonska von der Netzwerktelle „Schulerfolg“ Magdeburg vertreten.

Die ersten Planungstreffen mussten aufgrund der Corona-Pandemie online stattfinden, was dem Projektergbnis nicht zum Nachteil war. Aufgrund der besonderen Umstände für die Sommerferien 2020 entstand die Idee, die Geocaching-Tour mit digitalen Rätseln zu kombinieren. So sammelten die 9 Schulsozialarbeiter*innen auf einer Padlet-Seite 28 selbstgebaute Learningsnacks und Apps, welche jeweils am Ende die Koordinaten zu einem versteckten Cache in Magdeburg preisgaben.

Nachdem alle Rätsel erstellt, die Caches versteckt und die Teilnehmer*innen für das Projekt angeworben waren, konnte es am Montag, den 20.07.2020 endlich losgehen. Die Schulszozialarbeiter*innen zogen mit Kleingruppen von Schüler*innen los, knackten die Rätsel und suchten nach den Caches. Aber auch Kinder oder Familien, welche nicht über die Schulsozialarbeit angemeldet waren, konnten an der „Schatzsuche“ teilnehmen.

Am Freitag bereitete dann die Netzwerkstelle „Schulerfolg“ Magdeburg den letzten Learning-Snack vor, dessen Zielkoordinaten direkt ins Bürgerhaus Kannenstieg, also zum Sitz des Deutschen Familienverbands LSA e. V. führten. Hier sollte ein kleines Abschiedsfest mit einer Siegerehrung stattfinden. Das Projektteam wertete morgens die Logbücher aus und ermittelte schließlich die fleißigsten Geocacher*innen.

 

Insgesamt 38 Kinder bzw. Familien nahmen an dem Projekt teil. Davon lösten 34 Schüler*innen das letzte Rätsel und entdeckten den Cache im Hof des Bürgerhaus Kannenstieg. Für ihre Teilnahme erhielten alle Kinder eine Medaille und einen kleinen Preis, gesponsert von der Landeshauptstadt Magdeburg. Die fleißigsten Geocacher*innen kamen aus der IGS Regine Hildebrandt. Sie entdeckten 22 von 29 versteckten Caches, die das Projektteam im ganzen Stadtgebiet versteckt hatte. Für sie gab es jeweils einen Familien-Kinogutschein, gesponsert vom Moritzhof.

Vielen Dank an alle Teilnehmer*innen, Unterstützer*innen, Sponsoren und vor allem an das gesamte Organisationsteam für diese tolle Woche! Wer im nächsten Jahr dabei sein möchte, sollte sich rechtzeitig bei der Netzwerkstelle „Schulerfolg“ Magdeburg melden.

Zwischen dem 20. und 24. Juli 2020 findet in Kooperation mit der Netzwerkstelle Schulerfolg Magdeburg ein schulübergreifendes GeoCaching-Projekt für Schüler*innen aller Klassenstufen statt, die Spaß am Rätseln und Schätze suchen haben. In dieser Zeit werden Logbücher an unterschiedlichen Stellen in Magdeburg versteckt.

Du bist eingeladen mitzumachen, entweder mit Freund*innen, oder gemeinsam mit deinen Eltern oder in Begleitung deiner Schulsozialarbeiter*in (bitte anmelden).

Am ersten Tag (Montag den 20. Juli) werden die Rätsel auf eine Internetseite gestellt. Sobald du die Rätsel gelöst hast, erfährst du den Ort, an dem ein Buch versteckt ist und das Rennen beginnt.
Am vorletzten Tag (Donnerstag den 23. Juli) werden die Bücher eingesammelt und ausgewertet. Die Teilnehmer*innen mit den meisten gefundenen Caches bekommen eine besondere Überraschung. Alle Teilnehmer erhalten am Freitag eine Auszeichnung, nachdem sie das letzte Rätsel gelöst haben.

Anmeldung und weitere Infos erhältst du bei der Schulsozialarbeit. Wenn du ohne unserer Begleitung teilnehmen möchtest, dann kommst du hier weiter:

Die Rätsel werden aber erst am 20. Juli zugänglich sein!

Im Internet gibt es tolle Menschen, aber auch die größten Vollidioten, Abzocker und auch Sexualstraftäter, die ständig online nach Opfern suchen. Damit du denen nicht ins Netz gehst, hier die wichtigsten Tipps:

1. Informiere dich vor dem Download über die App. Überprüfe die Beschreibung und die Bewertung auf mögliche Risiken. Lade Apps nicht bei zwielichtigen Anbietern herunter. Dort finden sich häufig Viren oder andere riskante Inhalte.

2. Stelle die Privatsphäreeinstellungen auf die sicherste Stufe. So vermeidest du ungewollte und unangenehme Kontakte. Deaktiviere In-App-Käufe. So kannst du verhindern, dass du in Kostenfallen tappst. Beschränke die Weitergabe deiner Daten. Apps sollten keinen Zugriff auf dein Adressbuch und andere private Informationen erhalten. Schalte Ortungsdienste und GPS aus. Apps können dann deinen Aufenthaltsort nicht ermitteln.

3. Verrate nicht wer oder wo du bist. Lege dir einen Phantasienamen zu, der nichts über dich verrät und verrate nicht deine Adresse, Telefonnummer, Passwörter oder die Adresse deiner Schule.

4. Überlege ganz genau, was du im Internet stellst. Auch wenn bestimmte Inhalte bei anderen beliebt sind, solltest du nicht alles mitmachen oder nachmachen. Deine gestellte Inhalte können dann immer kopiert werden und dann hast du keinen Einfluss mehr, was mit ihnen passiert.

5. Mach dich im Internet nicht zu “attraktiv“. Schicke niemandem ein „sexy“ Bild von dir. Das zieht Menschen an, die du NICHT kennen lernen willst.

6. Werde misstrauisch, wenn …

# jemand dir übertriebene Komplimente macht oder sich jemand auffällig um deine Sorgen kümmert.

# jemand hauptsächlich über dein Aussehen, deinen Körper oder Sex reden will.

# dir Angebote macht, die sich einfach zu gut anhören, z.B. in einem Film mitspielen, als Modell arbeiten, ganz billig super Turnschuhe besorgen oder Ähnliches.

# jemand dich gegen deine Eltern oder Lehrer aufhetzen will.

Bei sozialen Netzwerken und Onlinespielen kannst du dich beschweren. Bei Facebook heißt das „Als Spam oder Missbrauch melden …“.

7. Typische Anmachsprüche, auf die du dich nicht einlassen solltest:

„Bist du allein? Wissen deine Eltern, dass du chattest? Hast du ein Handy?“

„Ich bin dir hoffentlich nicht zu alt. Ich bin 43. Schlimm? Fühl mich auch viel jünger ☺“

„Macht doch nichts, dass du erst 14 bist, wichtig ist nur, wie gut man sich versteht.“

„Darf ich dir mal eine persönliche Frage stellen? Zu persönlich/intim? Sei ruhig offen!

„Ich mache … Schlimm? Wenn ich dir das sage, gehst du bestimmt aus dem Chat.“

„Was hast du an? Und darunter?“

„Hast du schon Brüste? Welche Körbchengröße?“

„Wachsen dir schon Schamhaare? Muss dir nicht unangenehm sein. Ist doch was ganz natürliches.“

„Hast du schon einen Freund? Hattest du schon etwas mit einem Jungen?“

„Ich mache nichts, was du nicht willst. Das wird dir auch gefallen. Macht doch jeder, aber keiner redet drüber.“

8. Wenn beim Chatten dir was komisch vorkommt, sage du bist in der Schule oder deine Eltern kommen gerade heim. Wird’s dir unangenehm: Beende den Dialog. Triff dich nicht mit Älteren! Wenn du dich mit jemandem deines Alters verabreden möchtest, geh nie allein zu Treffen mit Chat-Partnern! Suche dafür einen öffentlichen Ort.

9. Wenn du Probleme hast, sprich mit einer vertrauten erwachsenen Person darüber. Notfalls kannst du auch hier anrufen: Nummer gegen Kummer 0800 111 0 333 (anonym und kostenlos vom Handy und Festnetz montags bis samstags 14-20 Uhr, sowie montags, mittwochs und donnerstags 10-12 Uhr). Dort sind Profis, denen du vertrauen kannst.

10. Hier kannst du dich noch schlauer machen:

https://www.chatten-ohne-risiko.net/startseite/

https://www.kompass-social.media/android/

https://www.klick-tipps.net/startseite/

 

Liebe Grüße aus der Schulsozialarbeit von Carlos

Spätestens jetzt angeregt durch die Corona Krise wird ihr Kind mit der Nutzung vom Internet vertraut sein. In aller Regel beherrschen Kinder die Technik schnell, was zu der Annahme führt, sie seien ebenso reif dafür. Der Zugang zum Internet kann aber das soziale Leben stark verändern und Sie sollten sicher gehen, dass Ihr Kind gut damit umgehen kann. Das kann Sie dabei unterstützen:

Überlegen Sie sich, welches Gerät für Ihr Kind gut ist. Experten empfehlen das erste Smartphone nicht vor dem 12. Lebensjahr. Stellen Sie klare Regeln für die Nutzung auf. Bewährt hat es sich, dass die Kinder spätestens eine Stunde bevor sie schlafen gehen mit der Mediennutzung aufhören und die Geräte über Nacht an einem Ort aufbewahrt werden, wo sie nicht zugänglich sind. Während der Essenszeiten sollten auch keine digitalen Medien bei Tisch sein (das gilt natürlich für alle ;-). Folgende Links bieten Ihnen eine gute Vorbereitung in Sachen Mediennutzung:

https://www.surfen-ohne-risiko.net/

https://www.innocenceindanger.de/wp-content/uploads/2020/02/Ratgeber.pdf

Finden Sie heraus, was Ihr Kind schon alles weiß. Kennt es die Risiken? Kann es mit Sicherheitseinstellungen umgehen? Welche Apps sind ihm bekannt? Besprechen Sie mit Ihren Kindern gemeinsam die Nutzung und mögliche Risiken und probieren Sie sich erstmal gemeinsam aus (für einen Einstieg von Kindern ab 9 Jahre kann ich Ihnen folgendes empfehlen: https://de.padlet.com/jugendmedienschutz/mosmedienwelt). Beim Herunterladen von Apps ist Vorsicht geboten. Vorab sollten Sie die Beschreibung und die Bewertung einer App lesen und sich nicht blind auf die Altersfreigaben der Stores verlassen (hier können Sie sich erkundigen: https://www.kompass-social.media/android/ und https://www.app-geprüft.net/android/). „In-App-Käufe“ sollten Sie verhindern, damit keine kostenpflichtigen Downloads von Zusatzfunktionen erworben werden können. Genauso sollten Sie den Ortungsdienst ausschalten, damit Apps nicht den Standort des Gerätes ermitteln können. Mögliche Sicherheitseinstellungen der Apps sollten Sie nutzen und Zugriffsrechte so beschränken, dass keine persönlichen Daten wie Adressbücher zugänglich gemacht werden. Für jüngere Kinder sind die meisten Apps zu riskant (empfehlenswerte und sichere Kinder-Apps finden Sie unter: https://www.klick-tipps.net/kinderapps).

Wenn Ihr Kind ein Smartphone hat sind natürlich Apps wie WhatsApp (Altersfreigabe 16 Jahre) oder Instagram und TikTok (Altersfreigabe 13 Jahre) auch im Kreis der gleichaltrigen Freunden sehr beliebt und daher schon fast so was wie eine Voraussetzung, um dazu zu gehören. Aber auch wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Kind reif für das Netz ist, können Sie es nicht ganz alleine lassen. Reden Sie mit Ihm über das Thema Gruppenzwang und erklären Sie ihm, dass man nicht auf jede Nachricht im Chat antworten muss und es eine eigene Meinung haben darf. Machen Sie klar, dass man ein Recht am eigenen Bild hat und dass man auch niemanden ungefragt fotografieren darf.

Spiele werden auch ein Thema sein. Es gibt unzählige Spiele im Netz. Sie sind spannend, lustig, unterhaltsam, oft auch „pädagogisch wertvoll“, aber viele nicht unbedingt altersgerecht. Wichtig ist auch zu wissen, dass auch die „kostenlosen“ Spiele nicht umsonst sind. Meistens müssen Sie Ihre Daten preisgeben oder erhalten Werbung und InApp-Käufe. Spielen Sie einfach mit. Vielleicht macht es Ihnen Spaß und Sie entdecken ein weiteres gemeinsames Hobby mit Ihrem Kind. Doch alle Einstellungen, Schutzprogramme und Ratgeber können Ihr Interesse an der Welt Ihres Kindes nicht ersetzen. Begegnen Sie ihm mit Verständnis, so bewahren Sie sich sein Vertrauen. Wenn Sie nicht „zocken“ wollen, schauen Sie sich ein „Tutorial“ oder „Let‘s Play“ des Spiels an. Viele Games haben einen Chat. Achten Sie darauf, dass andere angemessen kommunizieren. Das ist leider häufig nicht der Fall. Spiele sind aufregend und machen Spaß. Langweilig wird es nie. Gerade deshalb ist es aber auch sehr schwierig bis unmöglich, selbständig mit dem Spiel aufzuhören. Unterstützen Sie Ihr Kind und begrenzen Sie die Spieldauer. Das Spiel ist morgen auch noch da.

Wenn Sie Sorgen um Ihr Kind haben, können Sie sich an die Nummer gegen Kummer 0800 111 0550 wenden (montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr und dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr). Dort sind speziell ausgebildete Beraterinnen und Berater, die sich mit aktuellen Internetgefahren auskennen und sich Zeit für Sie nehmen.

Herzliche Grüße aus der Schulsozialarbeit von Carlos

Bericht vom 11.05.2020

 

Im Zeitraum vom 03.05.-08.05.2020 wurde durch die Schulsozialarbeit über einen WhatsApp Broadcast eine Umfrage zur aktuellen Situation während der Corona-Zeit durchgeführt.

Teilgenommen haben 51 Kinder der Grundschule Kritzmannstraße.

Diese setzen sich zusammen aus 33 Mädchen und 18 Jungen /

aus 22 Kindern der Klasse 1, 10 Kindern der Klassenstufe 2, 9 Kindern der Klassenstufe 3 und 10 Kindern der Klassenstufe 4.

 

Das Wohlbefinden während der Corona-Zeit

Ca. 40% der Kinder geht es gut (rot) oder sehr gut (blau),

über 40% kommen einigermaßen mit der Situation zurecht (orange) und

ca. 20% der Kinder geht es schlecht (grün) oder sehr schlecht (lila).

 

Corona und die Schulschließung

Alle Schüler und Schülerinnen können den Grund für die Schulschließung angeben und fast alle von ihnen (94%) fühlen sich auch ausreichend über das Thema informiert.

Fragen, die dennoch stark im Fokus stehen, betreffen die weitere Organisation der Schule:

Wann können die Schüler und Schülerinnen den Schulbesuch wieder regelmäßig wahrnehmen?

Wie kann der fehlende Schulstoff nachgeholt werden?

Und, werden vor allem die Schüler und Schülerinnen der vierten Klassen ausreichend für den Schulwechsel vorbereitet sein?

 

Fehlende Freunde und was sonst noch stört

Mehrfach wurde deutlich, wie sehr die Kinder den Kontakt zu ihren Freunden vermissen.

Über 80% der Schüler und Schülerinnen fehlen die Kontakte zu ihren Freunden. Entweder haben sie zwar Kontakt, wünschen sich aber mehr (rot)

oder sie haben keinen Kontakt und wünschen sich welchen (orange).

Nur etwa 20% finden es okay keinen Kontakt zu haben (grün) oder haben ausreichend Kontakt (blau).

 

Auch bei der Frage danach, was den Kindern zurzeit am meisten fehlt, waren es die Freunde, die sehr häufig genannt wurden.

Daneben fehlen den Kindern aber auch ihre Klassenlehrer, die Schule an sich, das Sozialtraining, die Schulsozialarbeiter, Freizeitbeschäftigungen

und der Besuch von Familienangehörigen.

 

Einige Kinder berichten daher auch von dem Gefühl der Einsamkeit.

Dazu kommt das Gefühl der Langeweile, Ängste, Lagerkoller und die Überforderung der Eltern.

Die Eltern haben mit Rollenkonflikten, fehlenden Strategien der Wissensvermittlung oder auch Erklärungsnot zu kämpfen.

Sehr deutlich wird, wie sehr sich die Kinder in dieser Zeit nach Normalität sehnen.

 

„be happy“

Dennoch werden auch die schönen Seiten der aktuellen Situation nicht außer Acht gelassen.

Viele Kinder freuen sich über die Gelegenheit, mehr Zeit mit der Familie verbringen zu können.

Sie sehen im Homeschooling den Vorteil, den Lernstoff ohne Druck und Eile im eigenen Tempo bearbeiten zu können.

Die Kinder können sich für die Aufgaben die Zeit nehmen, die sie benötigen. Außerdem sehen die Kinder ihr zu Hause als ein Wohlfühlbereich.

Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass die Kinder ausschlafen können.

 

Und so vertreiben sich die Kinder die Zeit vor allem mit Spielen und verbringen die Zeit mit der Familie.

Zum Zeitvertreib dienen auch Medien (wie der Fernseher, das Handy oder die Playstation), Sport, Musik, Basteln, Malen, Zeichnen, Lesen und Beschäftigungen mit dem Haustier.

 

Und zudem bleibt den Kindern die Vorfreude. Alle Kinder berichten, dass sie sich auf die Schule freuen.

Sie freuen sich auf ihre Freunde, auf die Klasse, den Unterricht, die Lehrer, die Schulsozialarbeiter, das Sozialtraining und auf den Hort.

 

Die Situation wurde demnach ganz passend von einem Teilnehmenden mit den Worten „Don’t worry, be happy“ zusammengefasst.

 

 

Das Lernen im Homeschooling

Technische Ausstattung

Bis auf einen Teilnehmenden haben alle einen Zugang zum Internet

[Anmerkung: Es handelte sich auch um eine online-Umfrage].

Zudem verfügen fast 90% einen Computer, Laptop oder Tablet und fast

70% einen Drucker.

 

Zugang zu den Hausaufgaben

Alle der Teilnehmenden haben auf unterschiedlichen Wegen Hausaufgaben erhalten.

Die gängigsten Wege waren dabei über WhatsApp (ca. 50% der Teilnehmenden), über die Hompage (ca. 50% der Teilnehmenden) und per Post (ca. 40% der Teilnehmenden).

Daneben wurden Hausaufgaben auch per Mail oder durch Klassenkameraden erhalten oder von der Schule abgeholt.

 

Die meisten der Teilnehmenden haben auf 3 oder 4 verschiedenen Wegen die Hausaufgaben erhalten.

 

Erledigen der Hausaufgaben / Ansprechpartner

Die meisten der Schülerinnen und Schüler (über 60%) kommen gut (rot) oder sehr gut (blau) mit den Hausaufgaben zurecht.

Kein Schüler gab an, sehr schlecht mit den Hausaufgaben zurecht zu kommen und nur ein kleiner Teil (4%) kommt schlecht (grün) mit den Hausaufgaben zurecht.

Dennoch fühlen sich viele Schülerinnen und Schüler (etwa 85%) sicherer, wenn sie einen Ansprechpartner bei den Hausaufgaben haben (rot)

oder können die Hausaufgaben ausschließlich nur mit Unterstützung erledigen (blau).

Nur ein kleiner Teil (etwa 15%) hat keine Schwierigkeiten die Hausaufgaben allein zu erledigen (orange).

 

Lehrer-Ersatz

Bei fast allen Kindern (über 90%) ist die Mama die Hauptansprechpartnerin für die Hausaufgaben.

Der Papa ist bei etwas der Hälfte der Kinder (zusätzlicher) Ansprechpartner.

Weitere Ansprechpartner sind zudem die Großeltern (30%) und die Geschwister (10%).

[Zusatz: Der Papa ist nicht bei allen Kindern im selben Haushalt lebend und kann aufgrund der Corona Situation möglicherweise nicht besucht werden. Gleiches gilt für die Großeltern]

 

Die neue Art der Wissensvermittlung führt bei vielen Familien zu Herausforderungen.

So heißt es beispielsweise: „Mama ist eben keine Lehrerin“.

Erschwert wird das Lernen zu Hause zusätzlich durch fehlende Motivation, fehlende Lernpartner im gleichen Alter und durch die alltagsbedingte Unruhe.

Zudem fehlt die Schulstruktur, welche einen klaren Start und Ende einer Lerneinheit definiert.

 

 

Struktur und Planung

Über 75% der Schülerinnen und Schüler haben sich feste Zeiten für die Hausaufgaben gesetzt

und knapp über die Hälfte aller Schüler und Schülerinnen konnte die Zeiten auch konsequent einhalten (orange).

Etwa 25% der Schülerinnen und Schüler konnten gesetzte Zeiten oft nicht einhalten (rot).

Und nur bei 23,5 % der Schüler und Schülerinnen gab es keine festen Zeiten (blau).

 

Die Lernzeit liegt bei fast allen Kindern am Vormittag ab 9 Uhr.

Einige Kinder haben zudem am Nachmittag eine zweite Lernzeit.

Die tägliche Lerndauer liegt zwischen 2 und 4 Stunden.

Etwa 40% der Kinder erstellen sich einen Plan mit den zu erledigenden Aufgaben (orange).

Über 60% der Kinder erstellen sich keinen Plan (blau) oder können diesen nur selten einhalten (rot).

 

Lernort

Die Hausaufgaben werden vor allem im Wohnzimmer, Kinderzimmer und in der Küche erledigt.

 

Ambition und Leistungseinschätzung

Allen Kindern sind gute Noten wichtig (rot) oder sehr wichtig (blau) (mit nur einer Ausnahme).

 

Zudem ist der Großteil (etwa 90%) mit den Noten zufrieden (rot) oder sehr zufrieden (blau).

 

Und auch ein Großteil (über 90%) gibt an, gut (rot) oder sehr gut (blau) in der Schule zu sein.

 

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Angebote der Schule

 

Thema

Angebot

 

Zugang zu den Arbeitsmaterialien / Hausaufgaben
 

Die Schule arbeitet derzeit an einer Cloud (einem Online Speicher), über welche zukünftig mit den Lehrern kommuniziert und Materialien heruntergeladen werden können.
So soll der Zugang zu den Hausaufgaben vereinfacht werden.

 

Angebote der Schulsozialarbeit

 

Thema

Angebot

 

 

Vermissen von Freunden
 

 

Wir haben uns verschiedene Projekte bis zu den Sommerferien ausgedacht, die im Homeschooling durchgeführt werden können.
Für die Klassen der Klassenstufe 1 wird es in den Pfingstferien eine Bilder-Patenschaft geben.
Im Juni sind Klassen-Quiz über Kahoot! geplant.
Zudem ist für die Klassen der Klassenstufe 1 ein online-Chor für unser Piraten-Lied geplant.
Darüber, wie und wann die Projekte stattfinden, werden wir Sie noch informieren!

 

 

 

Ideen
 

 

Sie oder Ihr Kind hat noch weitere Ideen?
Dann schicken sie uns eine (anonyme) Mitteilung in unsere Box:
Box für (anonyme) Mitteilungen:

 

https://forms.gle/8UYGp6huNe5gEsqV8

 

 

 

Strukturierung einer Homeschooling Woche
 

Gerne können wir gemeinsam einen schönen Wochenplan für das Homeschooling ausarbeiten. Sprechen Sie uns einfach an : )

 

 

 

Technische Ausstattung
(Laptop oder Tablet)
 

Über das Kinderhilfswerk kann ein Laptop oder Tablet (Lernvoraussetzung für das digitale Lernen) abgerechnet werden.
Link:

https://www.nemsa.de/aktuelles-veranstaltungen/nothilfe-pakete-fuer-beduerftige-familien-das-deutsche-kinderhilfswerk-bietet-5-kindernotfilfe-pakete-fuer-beduerftige-familien-in-corona-zeiten/

Gerne unterstützen wir Sie bei dem Antrag!

 

 

Sie oder Ihre Kinder haben Wünsche, Ideen, Anmerkungen, Beschwerden oder oder oder ?

Dann lassen Sie uns entweder mit oder ohne Namen eine Nachricht in der (anonymen) Mitteilungsbox:

https://forms.gle/8UYGp6huNe5gEsqV8

 

 

 

 

 

Der Schülerrat der Grundschule Kritzmannstraße hat im Schuljahr 2019/2020 viel Fleiß und Energie in ein ganz besonderes Projekt gesteckt. Die Schülerinnen und Schüler stellten sich die Frage: „Was können wir machen, damit es in unserer Schule weniger Streit gibt?“ und begaben sich auf Ursachenforschung. Es stellte sich heraus, dass zwar jede Klasse für sich den Umgang miteinander innerhalb der Klasse vereinbart hat, diese Vereinbarungen jedoch beim Aufeinandertreffen mit Kindern aus anderen Klassen gern über Bord geworfen wurden. Es bestand keine Klarheit darüber welche Regeln für wen gelten und wo diese niedergeschrieben stehen. Zudem musste der Schülerrat feststellen, dass die Schulordnung für Kinder ganz unverständlich und darüber hinaus viel zu umfangreich geschrieben war. Bis jetzt!

Denn nach wochenlangen Überlegungen, Absprachen, Ausarbeitungen und Überarbeitungen entstand ein Regelwerk von A bis Z mit den Schulregeln der Grundschule Kritzmannstraße in kindgerechter Sprache: Die Kritz-Regeln!

Die Kritz-Regeln gibt es nun als kurze Version auf einem A3 Plakat an jeder Klassenzimmertür und auch als lange Version mit Ergänzung zu den einzelnen Regeln, wofür diese gut sind und welche Konsequenzen bei Nichteinhaltung folgen.

Als Dankeschön für eure fleißige Arbeit haben sich eure beiden Schulsozialarbeiter Carlos und Julia gedacht, ein Piktogramm zu euren Regeln zu erstellen. Welche Regeln kannst du im Piktogramm wiederfinden? Viel Spaß beim rätseln : )

 

 

Hier geht es zu den Ergänzungen: Kritz-Regeln ABC

 

Im Februar kamen mehr als 60 Jungen aus 8 verschiedenen Magdeburger Schulen in Begleitung ihrer Schulsozialarbeiter und Schulsozialarbeiterinnen zusammen, um innerhalb eines Tages in verschiedenen Workshops einen Tanz einzustudieren und am Nachmittag aufzuführen.

Schon am frühen Morgen strömten die Jungen zwischen 8 und 11 Jahren aus Reform, Mitte, Olvenstedt, Nord und Neustädter Feld in die Tanzschule Dance Complex nach Buckau. Aufgeregt und mit großen Erwartungen warteten sie auf die Eröffnung des Tages.

Der Jungentanztag ist eine Neuauflage der Schulsozialarbeit. In den zurückliegenden Jahren gab es bereits einen Tag nur für Jungen, aber nicht in dieser Form. Aus der Jungenrallye, in der die Kinder in Teams gegeneinander antraten, ist der Jungentag geworden, der sich auch in Zukunft einem bestimmten Thema wie beispielsweise Sport, Musik oder Tanz widmen soll. Aber auch an diesem Tag geht es um ein faires Miteinander, die Stärkung des Selbstbewusstseins sowie ein einzigartiges Erlebnis für die Kinder.

In diesem Jahr konnten die Jungen zwischen den Angeboten Hip-Hop, Streetdance oder Breakdance wählen und studierten mit viel Ausdauer, Konzentration und Engagement die verschiedenen Tänze ein. Vornehmlich tanzten Kinder, die zuvor noch nie nach einer Choreographie getanzt haben mit anderen, die bereits regelmäßig in ihrer Freizeit tanzen.

Am Nachmittag war es dann endlich soweit – stolz präsentierten alle Kinder gemeinsam in der Tanzschule ihre neu erlernten Fähigkeiten. Die anwesenden Familien zeigten sich sichtlich beeindruckt von der Leistung ihrer Kinder. „Ich will nächstes Jahr unbedingt wieder dabei sein!“, war nach der gelungenen Aufführung mehrfach zu hören.

 

Die Schulsozialarbeit wird über das Programm „Schulerfolg sichern“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.

Seit Anfang des Jahres bereiten sich die Kinder vor, die sich für die Schlichtung von Streit an der Schule interessieren. Wenn Normalität wieder in die Schule eintritt, dann werden die Kinder einen Test absolvieren und offiziell zu Streitschlichter ernannt. So sieht das Heft aus, das den Kindern bei ihren Ehrenamt unterstützt:

Einmal in der Woche treffen sich etwa 30 Mädchen der Grundschule Kritzmannstraße, um sich unter der Anleitung der Schulsozialarbeiterin Julia Walstab gemeinsam beim Tanzen, Spielen oder Erlernen turnerischer Elemente auszupowern. Jeden Mittwoch, wenn die Klingel das Unterrichtsende bekannt gibt, füllt sich die Sporthalle und in Windeseile haben die mittlerweile routinierten Mädchen der 1. bis 4. Klasse alle Geräte mit den dazugehörigen Sicherungsmatten selbstständig in der Halle platziert. Nur das große Trampolin wird währenddessen durch die Schulsozialarbeiter aufgebaut. Dass Teamwork eine Grundvoraussetzung für die AG ist, haben die Mädchen schnell gelernt. Auch beim Erlernen neuer Choreographien oder bei den Übungen am Schwungtuch helfen sie sich gegenseitig und nehmen auf einander Rücksicht.

 

Selbstverständlich gelingt nicht alles gleich beim ersten Mal. Doch wer dran bleibt, kann schnell Erfolge erleben. Besonders deutlich wird dies bei den turnerischen Elementen am Boden, Parallelbarren, Kasten und Balken. Die Rolle vorwärts und auch die Rolle rückwärts am Boden gelingt vielen Mädchen immer leichter. Einige der Mädchen trauen sich die Rolle mittlerweile sogar bereits auf dem großen Schwebebalken. Wenn die Mädchen ihre Ängste überwinden, kann man ihnen die Freude von den strahlenden Gesichtern ablesen. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich mir das zutraue …“, berichten die Mädchen immer wieder ganz stolz.

 

In den letzten Wochen haben die Mädchen vor allem aber auch gelernt, dass ihnen der Spaß und die eigenen Erfolgserlebnisse wichtiger sind, als sich beispielsweise darüber zu ärgern, dass sich ein anderes Kind vordrängelt oder länger an einem Gerät übt. Bei einer so großen Gruppe sind Streitigkeiten nicht auszuschließen, dennoch haben sich die Mädchen im Interesse aller darauf geeinigt, aufkommende Uneinigkeiten erst nach der AG mit ihren Schulsozialarbeitern zu besprechen.

 

Am Ende der AG, gehört auch das Abbauen der Geräte zu einem festen Bestandteil. Auch wenn die Kräfte bei vielen Mädchen nach fast zwei Stunden Sport verständlicherweise nachlassen, lohnt sich das Mithelfen für sie dennoch. Zum einen findet, wenn es die Zeit zulässt, noch ein kleines Abschlussspiel statt – zum anderen dürfen die fleißigsten Kinder als Privileg in der kommenden Woche jeweils auf dem großen Trampolin springen.

 

Auch für die Zukunft wünschen sich die Kinder am Nachmittag während der Hortzeit durch AG’s der Schulsozialarbeit gefordert und gefördert zu werden. Doch sowohl die Nachmittagsangebote, als auch die vielen weiteren Angebote der Schulsozialarbeit, wie die Beratung der Schüler- und Elternschaft, die sozialen Kompetenztrainings im Klassenverband oder die schulübergreifenden Projekte stehen derzeit auf der Kippe, da die konkrete Weiterführung der Schulsozialarbeit nach 2020 noch nicht sichergestellt ist.

Die Schulsozialarbeit der Grundschule Kritzmannstraße wird derzeit aus Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt finanziert. Aufgrund der Befristung bis 2020 unterstützen wir das Bündnis „Schulsozialarbeit und Netzwerkstellen dauerhaft verankern!“ in Sachsen-Anhalt. Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten finden Sie unter

http://www.aktionsbuendnis-schulsozialarbeit.de.

Zum Jahresausklang ging es am 24.06.2019 für 45 Schülerinnen und Schülern der Grundschule Kritzmannstraße hoch hinaus. Eingeladen haben die Schulsozialarbeiter Carlos Martinez und Julia Walstab die aktiven Schüler des Schülerrates, die Streitschlichter und die besten Schüler der „Flüsterolympiade“ des Sozialtrainings, um mit ihnen die tollen Leistungen und ihr Engagement zu feiern. Jeder einzelne von ihnen hat im vergangenen Schuljahr auf seine Art und Weise zu einem besseren Schulklima beigetragen.

In fünf Klassen der Klassenstufe 1 und 2 haben die beiden Schulsozialarbeiter im vergangenen Schuljahr wöchentlich Sozialtrainings durchgeführt. Zu einem festen Bestandteil dieses Training wurde für die Kinder die sogenannte Flüsterolympiade. Neben den Übungen zur Schulung von Teamwork, Aufmerksamkeit, Vertrauensaufbau und gewaltfreier Kommunikation wurden in jedem Training für besonders positives Verhalten fleißig Flüsterbänder gesammelt.

Ein „Flüsterband“ zu erhalten heißt, auch in herausfordernden Situationen die Ruhe bewahren zu können, Kritik möglichst konstruktiv und ruhig zu formulieren und der Gruppe wegen auch mal eigene Interessen zurückzustellen.

Die Flüsterolympiade zeigte im Schulverlauf positive Effekte im Bezug auf die Handlungen der Schüler. Grund dafür ist zum einen, dass die Kinder durch den Erhalt eines Flüsterbandes eine unmittelbare Rückmeldung ihrer Handlungen bekamen und auch durch Modelllernen positive Handlungen ihrer Mitschüler übernahmen. Zum anderen wurden das Lob und damit auch die Kinder in den Mittelpunkt gestellt, welche im Schulalltag oft aufgrund ihres guten Verhaltens eher in den Hintergrund geraten.

So auch die Kinder, die nach sechs Stunden Unterricht sich noch Zeit nahmen, um in den Schülerrat ihre Ideen einzubringen und Lösungen zu finden oder, um die Grundlagen für die Streitschlichtung zu lernen. Die insgesamt 45 Kinder waren an diesem Tag mit großer Freude hüpften und haben die Wirksamkeit der Schulsozialarbeit mitgefeiert.

Die Schulsozialarbeit an der Grundschule “Kritzmannstraße” wird finanziert aus Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt.