Vom Streithahn zum Streitprofi

Beim letzten Mal (https://dfv-lsa.de/diskutierst-du-noch-oder-streitest-du-schon/) hast du in unserem Blog die besten Voraussetzungen kennen gelernt, um dich auf ein gutes Streitgespräch vorzubereiten. Heute wollen wir dir zeigen, wie du das Streitgespräch gestalten kannst, um deine Gefühle und Wünsche mitzuteilen und vor allem wie du den Streit mit einem guten Ergebnis löst.

 

7 Goldene Regeln für ein respektvolles Streitgespräch:

  • Ich nutze keine Beschimpfungen und Beleidigungen!
  • Ich bleibe ruhig und spreche in normaler Lautstärke!
  • Ich bleibe bei dem Thema, welches mich wütend macht und lasse alte Streitthemen aus dem Gespräch raus!
  • Ich verwende keine Verallgemeinerungen! („Immer tust du …!“, „Nie machst du …!“)
  • Ich weiß, dass mich Vorwürfe nicht weiterbringen!
  • Ich bin bereit, dem Anderen zuzuhören und zu verstehen!
  • Ich bin bereit gemeinsam eine Lösung zu finden und berücksichtigte auch die Wünsche und Bedürfnisse des Streitpartners!

Versuche dich an die Goldenen Regeln zu halten, auch wenn sich dein Streitpartner unfair verhält. Wenn du trotzdem fair bleibst und es schaffst dich an die Regeln zu halten, kannst du stolz auf dich sein, dich für ein respektvolles Miteinander eingesetzt zu haben.

 

Mit 3 Schritten zum Ziel

 

          Schritt 1 – Vorbereitung des Gespräches

  • Kläre, ob dein Streitpartner bereit ist mit dir zu reden und sich auch eine Lösung des Problems wünscht.
  • Verabredet euch zum Gespräch und wählt dabei einen Ort, an dem ihr ungestört seid.

 

          Schritt 2 – Sichtweisen klären

  • Gib dir und deinem Streitpartner ausreichend Zeit, das Problem und eure Gefühle zu schildern. Sprecht dabei nacheinander und lasst euch ausreden.

Was ist passiert? Wie habe ich mich dabei gefühlt?

 

  • Hört euch dabei „aktiv“ zu und fragt direkt nach, wenn etwas für euch unklar ist.
  • „Aktiv Zuhören“ – Wie geht das?

– Halte Blickkontakt!

– Wiederhole das Gesagte vom Redner! „Habe ich dich richtig verstanden, dass …“

– Keine Rechtfertigungen – nur verstehen wollen!

– Frage solange nach, bis dir bestätigt wird, dass du die Situation oder das Problem richtig verstanden hast!

        

 

 

 

Wie du auf dem Bild sehen kannst, ist es wirklich sehr wichtig, nicht nur das Sichtbare zu hinterfragen, sondern auch das Unsichtbare durch gegenseitiges Fragen zu klären.

 

 

 

 

          Schritt 3 – Lösungssuche

  • Erst wenn alles gesagt wurde und beide das Gefühl haben, dass die Sichtweisen verstanden wurden, kann zum Schritt 3 übergegangen werden.
  • Teilt euch gegenseitig eure Wünsche mit. Wie stellt ihr es euch zukünftig vor?
  • Findet einen Kompromiss!
    Das bedeutet: Ich beharre nicht nur auf meinen Wunsch, sondern lasse mich auch auf den Wunsch des Anderen ein.

 

Herzlichen Glückwunsch! Jetzt hast du ein sehr gutes Streitgespräch geführt.

Und denk daran, dass beim Ausprobieren auch mal was schiefgehen kann. Gut so, denn es heißt ja nicht umsonst: „Aus Fehlern lernt man.“ Sei stolz auf dich und auf jede noch so kleine positive Änderung in deinem Streitverhalten. In diesem Sinne:

 „Keep cool und nimm die Herausforderung an!“

Deine Streitprofis Jessi und Diana

 

Dies ist ein Gemeinschaftsprojekt der Systemischen Anti-Gewalt-Trainerinnen SAGT© und Deeskalations-Trainerinnen der GTGS Lindenhof und der Gemeinschaftsschule „A. W. Francke“. Die Schulsozialarbeit wird über das Programm „Schulerfolg sichern“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.

 

 

Mit den Kindern zu Hause zu lernen, stellt aktuell die gesamte Familie vor eine große Herausforderung. Nun sind einige Wochen vergangen, in denen Kinder und Eltern auf sich selbst gestellt sind, sich Lernstoff anzueignen und vor allem motiviert und diszipliniert an den Hausaufgaben dran zu bleiben. Das Aufstellen einer Tagesstruktur und das eigenständige Erarbeiten von Inhalten gestalten sich für manchen schwierig. Auch wir sind Eltern von schulpflichtigen Kindern und haben viele Erfahrungen in dieser Zeit sammeln dürfen, unsere Kinder zu Hause beim Lernen zu begleiten. Im Austausch mit anderen Eltern hat sich gezeigt, dass es viele Unsicherheiten gibt, wie wir Erwachsene unsere Kinder beim Lernen am besten unterstützen können. Na klar, wir können hier nicht auf jeden Lernstoff im Detail eingehen, da die Anforderungen in den Schulen sehr unterschiedlich sowohl vom Umfang als auch vom Inhalt sind. Besonders in den Fächern Deutsch, Mathe und in den Fremdsprachen sind die Festigung und Wiederholung von Grundlagen (Basics) wichtig, weil der Lernstoff in der Regel aufeinander aufbaut. Genau dafür kann die aktuelle Situation gut genutzt werden. Wir möchten regelmäßig Methoden für die „Basics“ vorstellen, die mit Spaß und wenig Aufwand umgesetzt werden können. Und „Hurra“, diese können sogar auch in Zeiten ohne Corona angewandt werden.

„Basics“ Teil 1

Vokabeln lernen mit allen Sinnen

 

Diese Methode ist super für alle Lerntypen geeignet, da sie sowohl den visuellen, auditiven, motorischen und kommunikativen Lernenden anspricht.

Material:

  • weiße A4 Blätter
  • drei Stifte, unterschiedlicher Farben
  • Schere
  • bei Bedarf Bleistift und Lineal

Vorbereitung:

  • Das A4 Blatt in vier Teile zerschneiden.

 

  • Wir haben uns für unser Beispiel für die Fremdsprache Englisch entschieden.
  • Die zu lernende Vokabel wird in Druckbuchstaben oben in der Mitte das Blattes geschrieben. Wir haben die Farbe grün gewählt.

  • Die dazugehörige deutsche Übersetzung wird unten in der Mitte auf das Blatt geschrieben. Hier haben wir uns für rot entschieden.

  • Das Schreiben kann je nach Alter, Fähigkeiten oder Lernstand vom Kind selbst oder von einem Erwachsenen übernommen werden.
  • In die Mitte wird von dem Lernenden ein Bild gemalt, was eine Assoziation (Verknüpfung) zu der Vokabel darstellt. Wichtig! Hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Es zählt die Phantasie des Lernenden. Auch brauchen keine Kunstwerke gemalt werden. Strichmännchen, Skizzen sind völlig ausreichend.

 

Durchführung:

  • Lernen zu zweit.

 

  • Es ist ganz hilfreich sich gemeinsam zu einigen, wie viel Vokabeln am Tag gelernt werden. Hierbei ist es ganz wichtig sich dem Lernenden und den persönlichen Voraussetzungen anzupassen.

 

  • Der Lernpartner zeigt dem Lernenden die erste Vokabelkarte und bittet den Lernenden sich die Karte als Bild zu merken (gedanklich abzufotografieren).

 

  • Dann wird vom Lernpartner die Karte für den Lernenden verdeckt und dieser fragt in folgender Reihenfolge den Inhalt ab:

 

  • „Welche Vokabel hast du dir eingeprägt?“ Der Lernende antwortet.

 

  • „Wo steht die Vokabel auf der Karte?“ – Antwort: „Oben in der Mitte“

 

  • „In welcher Farbe?“ – Antwort: „Grün.“

 

  • „Bitte buchstabiere die Vokabel!“ – Antwort: „s u n s h i n e“

 

  • „Kannst du diese Vokabel auch rückwärts buchstabieren?“ –

Antwort: „e n i h s n u s.“

 

  • „Wie heißt das entsprechende deutsche Wort?“ – Antwort:

„Sonnenschein“

 

  • „Wo steht die deutsche Vokabel“? – Antwort: „Unten, in der Mitte.“

 

  • „In welcher Farbe?“ – Antwort: „Rot.“

 

  • Die deutsche Vokabel kann bei Bedarf auch vorwärts und rückwärts buchstabiert

werden.

 

  • „Welches Bild hast du mit der Vokabel (sunshine) verbunden und aufgemalt?“

Antwort: „Eine Sonne.“

 

  • „Wo befindet sich das Bild auf dem Blatt?“ – Antwort: „In der Mitte.“

 

Wichtig ist, den Lernenden zwischendurch zu loben, bzw. zu motivieren, falls etwas noch nicht so gut klappt.

 

Durchführungstipps:

 

  • Wenn der erste Durchlauf geschafft ist, werden die Vokabeln nach dem Zufallsprinzip abgefragt. Z. B. kann der Lernende eine Karte ziehen. Der Lernpartner sagt die deutsche Vokabel und der Lernende die entsprechende englische Vokabel.

 

  • Bei Vokabeln die noch nicht hundertprozentig abgespeichert sind, wird der o.g. Vorgang nochmal wiederholt bzw. wird die Karte dem Lernenden noch einmal gezeigt.

 

Spielideen für die weitere Nutzung der Vokabelkarten:

 

  • Die Karten können für ein Pantomime-Spiel genutzt werden. Indem die Vokabel pantomimisch dargestellt wird und vom Lernenden die englische Vokabel erraten wird. Dabei können sich selbstverständlich der Lernpartner und der Lernende abwechseln. Dies ist eine gute Chance für den Lernpartner mitzulernen J.

 

  • Eine schöne Möglichkeit ist auch, die Vokabelkarten zu erweitern, um ein Memory zu erstellen. Dabei gibt es drei Möglichkeiten:

 

  • Der Lernende erstellt jede Vokabelkarte 2 Mal.

 

  • Der Lernende erstellt 2 verschiedene Vokabelkarten. 1 Vokabelkarte mit Bild und englischer Vokabel und die 2. Vokabelkarte mit Bild und deutscher Vokabel.

 

  • Der Lernende erstellt 2 verschiedene Vokabelkarten. 1 Vokabelkarte nur mit dem Bild und die 2 Vokabelkarte mit englischer und deutscher Vokabel

Es empfiehlt sich, für die Memory-Spielvariante etwas dickeres Papier zu nutzen, damit auf der Rückseite nichts zu erkennen ist.

Nach dem Vorbereiten der Vokabelkarten werden diese umgedreht und dann wie bei einem Memoryspiel verfahren.

 

Probiert Euch aus und lernt mit allen Sinnen. Solltet Ihr Rückfragen haben, könnt Ihr Euch sehr gern mit uns in Verbindung setzen.

Und denkt daran, der Lernerfolg ist am größten, wenn Ihr dabei Spaß habt.

 

„It´s easy to learn with fun“

 

Marion Greilich und Diana Altenburg

Dies ist ein Gemeinschaftsprojekt der Lerntherapeutinnen der IGS „Regine Hildebrandt“ und der Gemeinschaftsschule „A. W. Francke“. Die Schulsozialarbeit wird über das Programm „Schulerfolg sichern“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.

 

Vom Streithahn zum Streitprofi

Teil 1

Jeder kennt es, war schon mal dabei oder mittendrin. Ob Streit mit Freunden, Eltern oder seinen Geschwistern – gut streiten will gelernt sein. Aktuell verbringst du viel Zeit mit deinen engsten Familienmitgliedern. Da ist die Chance ziemlich hoch sich zu streiten. Auch wir sind zurzeit zu Hause und häufig in Streitgespräche verwickelt. Deshalb wollen wir uns mit diesem Thema auseinandersetzen und dir kurze Wege aufzeigen, wie aus einer sinnlosen Diskussion ein guter Streit wird.

 

Warum kann streiten wichtig und auch sinnvoll sein?

  • Veränderung der Situation:
    Ich streite mich, weil mich etwas stört und ich das verändern möchte.
  • Grenzen setzen:
    Ich erkenne eine Situation, in der ich mich nicht wohlfühle und äußere dies.
  • Wünsche formulieren:
    Ich sage was mir wichtig ist und wie ich behandelt werden möchte.
  • Kompromisse schließen:
    Ich bin bereit auch die Wünsche des Anderen zu akzeptieren.

 

Wann wird aus einem Streitgespräch eine sinnlose Diskussion?

Oftmals ist ein Streit mit sehr starken Gefühlen verbunden. Versuch dich bitte an deinen letzten Streit zu erinnern: Warst du aufgeregt? Konntest du dem Anderen nicht mehr zuhören? Hattest du Herzklopfen, ein mulmiges Gefühl im Bauch oder schwitzige Hände? Habt ihr euch gegenseitig beleidigt oder etwas vorgeworfen? Wenn es so war, hat sich wahrscheinlich an eurer Situation nichts geändert.

 

Aber – sicher ist, dass es euch und dem Anderen wichtig war, etwas zu verändern – sonst wärt ihr nicht so emotional gewesen. Stell dir die Frage:

Lässt sich in diesen Momenten der Streit wirklich klären?

Bei einem „Nein“ – versuche die Diskussion zu beenden und beruhige dich.

 

Hier ein paar Tipps zum Ausprobieren:

  • Sag „Stopp, lass uns beruhigen und später reden!“
  • Gehe aus der Situation heraus und vermeide dabei weitere Beleidigungen oder Vorwürfe!
  • Es ist WICHTIG, dass beide eine Pause akzeptieren!
  • Suche dir einen ruhigen Ort (Kinderzimmer, Toilette, Gehe an die frische Luft) und lasse deine Gefühle raus!

 

Vier einfache Schritte für mehr Klarheit im Kopf:

Schritt 1:        Gefühle zulassen und abbauen

Schritt 2:        Was macht dich wütend? Und schreibe es kurz auf!

Schritt 3:        Was wünschst du dir? Und schreibe es kurz auf!

Schritt 4:        Versuche dich auch in die Lage des Streitpartners zu versetzen!

                        Welche Gefühle/ Wünsche sind ihr/ ihm wichtig?

 

Herzlichen Glückwunsch! Jetzt hast du die beste Voraussetzung für ein gutes Streitgespräch geschaffen. Wie das aussehen kann, schreiben wir dir nächste Woche. Und denk daran, dass beim Ausprobieren auch mal was schiefgehen kann. Gut so, denn es heißt ja nicht umsonst: „Aus Fehlern lernt man.“ Sei stolz auf dich und auf jede noch so kleine positive Änderung in deinem Streitverhalten. In diesem Sinne:

„Keep cool und nimm die Herausforderung an!“

Deine Streitprofis Jessi und Diana

 

Dies ist ein Gemeinschaftsprojekt der Systemischen Anti-Gewalt-Trainerinnen SAGT© und Deeskalations-Trainerinnen der GTGS Lindenhof und der Gemeinschaftsschule „A. W. Francke“. Die Schulsozialarbeit wird über das Programm „Schulerfolg sichern“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.

Eine ganz besondere Aktion fand am 10. März in der Sporthalle der Gemeinschaftsschule „August Wilhelm Francke“ statt. Sport baut Brücken und bringt Menschen zusammen! Beispielhaft dafür steht seit 2016 die soziale Partnerschaft des Paritätischen Sachsen-Anhalt mit den Handball-Bundesligisten des SC Magdeburg. Gemeinsam machen sich die Partner stark für mehr Chancengleichheit und kulturelle Vielfalt im Sport, erzeugen Aufmerksamkeit auf ein soziales Ungleichgewicht und werben für den Schutz von Menschenrechten. Insbesondere sorgen sie mit der „SCM-Tour für Vielfalt“ und für „bewegende“ Momente. Diese legten ihren zweiten Stopp in der Saison 2019/2020 am Dienstag, den 10. März 2020, in der Gemeinschaftsschule „August Wilhelm Francke“ ein. Die Schulsozialarbeiterin Diana Altenburg des Deutschen Familienverbandes Landesverband Sachsen-Anhalt e.V., Träger des Projektes „Schulsozialarbeit“ an dieser Schule, sicherte sich den heiß begehrten Termin. Die Handballstars Piotr Chrapkowski und Christoph Steinert trainierten mit 20 hochmotivierten Schüler*innen. Teilnehmen konnten Schüler*innen der Gemeinschaftsschule „A. W. Francke“, der Grundschule „Lindenhof“ und der Förderschule „Hugo Kükelhaus“. Das öffentliche Training dauerte ca. zwei Stunden und begeisterte eine volle Halle mit interessierten Zuschauer*innen. Zudem sorgten diese für eine großartige Stimmung in der Halle. Anschließend beantworteten die Handballstars Fragen rund um den Handball, standen für Autogramme und Selfies bereit. Die Veranstaltung war für die Öffentlichkeit frei zugänglich und kostenfrei und wurde, zur Freude der Organisator*innen, auch von den Reformer*innen und Familienangehörigen rege genutzt. Die Organisation erfolgte in Kooperation mit dem Paritätischen Sachsen-Anhalt und der Schulsozialarbeit des Deutschen Familienverbandes Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. an der Gemeinschaftsschule „August Wilhelm Francke“, gefördert durch den Europäischen Sozialfond und dem Land Sachsen-Anhalt.

 

Dieses Projekt fand im letzten Sommer statt als Kooperation zwischen der Schulsozialarbeit des DFV, dem Spielwagen e.V. und POWGAMES unter Trägerschaft der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V.

Gefördert wurde es vom Europäischen Sozialfonds, dem Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Magdeburg.

Magdeburg will Kulturhauptstadt werden! Somit rief das Bewerbungsbüro 2025 dazu auf, mit Projekten/Aktionen das Ziel zur Kulturhauptstadt gewählt zu werden mit zu unterstützen. Diesen Aufruf nahm das Netzwerk „Reform“ zum Anlass, seine Ideen für das Jahr 2019 als „Macher“ fördern zu lassen. Schnell entstand ein Umweltprojekt mit allen Netzwerkpartner*innen aus dem Stadtteil Reform für den Stadtteil Reform. Von 109 Anträgen wählte die Jury vom Bewerbungsbüro 13 Projektanträge aus, um diese mit 5000 Euro zu fördern und das eingereichte „Stadthelden Reform“ Projekt war mit dabei. Folgendes Projekt wird vom Netzwerk „Reform“ umgesetzt:

Seit dem Jahr 2016 arbeiten Sozialarbeiter*innen verschiedener Institutionen bzw. Einrichtungen des Stadtteils Reform in dem Netzwerk „Reform – Ein Teil von uns“ zusammen. Neben dem regelmäßigen Austausch steht jährlich ein gemeinsames Projekt auf der Agenda wie z.B. ein Flohmarkt und eine erste große Theateraufführung der „SCHATTENwerfer“.

Das Team des Netzwerkes setzt sich aus den Sozialarbeiter*innen der Gemeinschaftsschule (GS) „August Wilhelm Francke, der Ganztags Grundschule (GTGS) „Am Lindenhof“, der Förderschule mit Schwerpunkt geistige Entwicklung „Hugo Kückelhaus“, dem Kinder- und Jugendhaus „Banane“ und der Magdeburger Wohnungsgenossenschaft (MWG) zusammen. Weiterhin aktiv im Netzwerk sind das Geschwister Scholl Gymnasium, die Stadtteilbibliothek Reform, REWE, E-Neukauf und andere.

Für das Jahr 2019 plante das Netzwerk „Reform“ eine Projektreihe zum Thema Umweltschutz in der Stadt Magdeburg mit dem Ziel, mehrere Aufrufe bzw. Aktionen über Inhalte wie Umwelt und Konsum, Wegwerf-gesellschaft und den Erhalt von Wohlfühlorten der Stadt Magdeburg an die Bürger*innen zu senden und die Menschen zu sensibilisieren. Die Akteure sind dabei Schüler*innen der GS „August Wilhelm Francke, der GTGS „Lindenhof“, der Förderschule „Kükelhaus“ aus dem Stadtteil „Reform“. Für die inhaltliche Umsetzung dieses Projektes ist eine neue Netzwerkpartnerschaft mit dem Projekt POWgames in Trägerschaft der .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. entstanden, welche die Umsetzung von Workshops und Aktionen mit den Mitteln des Urbanen Lernens und der Gamifizierung professionell gestalteten. Somit wurden den Akteur*innen innovative und zeitgemäße Lerninhalte vermittelt und gleichzeitig das Empowerment gestärkt.

 

Wie wurde das Projekt umgesetzt?

  1. Auftaktveranstaltung „Stadthelden Reform“ – Sensibilisierungsphase –

Ziel der Auftaktveranstaltung war, die teilnehmenden Schüler*innen der Francke Schule, Lindenhof Schule und Kückelhaus Schule für den Umweltschutz zu begeistern, weil es uns alles etwas angeht. Somit entwickelten sie gemeinsam zur Auftaktveranstaltung „Stadthelden Reform“ im Kinder- und Jugendhaus „Banane“ erste Ideen, was jeder Einzelne bereits im Kleinen für die Umwelt tun kann. Es mangelte nicht an Ideen wie z.B. Müll richtig trennen, Stoffbeutel beim Einkauf benutzen und Plastik reduzieren. Neben ersten Lösungsansätzen machten sich die Schüler*innen auf den Weg in Reform heldenhaft Müll zu sammeln. Im Heldenlook und mit musikalischer Untermalung machten sie in Reform auf sich aufmerksam und ließen erste Bewohner*innen an ihrer Aktion teilhaben. Schnell merkten sie, hier ist noch viel zu tun. So viel Müll liegt überall rum, was so im Alltag nicht mehr wahrgenommen wird.

 

  1. „Stadthelden Reform“ – Insekten retten – Workshopphase –

Wann?        April – Juli 2019

Nachdem das Netzwerk „Reform“ erfolgreich den Umweltschutz-Projekttag im Kinder- und Jugendzentrum „Banane“ im Rahmen der Bewerbung als Kulturhauptstadt 2025 umsetzte, ging es nun in die zweite Runde. Abermals trafen sich die Schüler*innen zusammen mit ihren Schulsozialarbeiterinnen der Gesamtschule A.W. Francke, der Ganztagschule „Am Lindenhof“ und der Förderschule Hugo Kükelhaus für einen weiteren Informationstag, dieses Mal zum Thema Insektenschutz. Da sich die Kükelhaus-Schule schon seit Jahren vorbildlich für den Umweltschutz stark macht in Form von wildwachsenden Wiesenstücken auf und vor dem Schulgelände, sowie dem Bau eines Insektenhotels und seit Anfang April dieses Jahr sogar eigene Bienenvölker in ihrem Schulgarten beherbergt, war diese gastgebend.

Zur Einstimmung in das Thema, verkleideten sich die Kinder und erkundeten zunächst den Schulhof mit selbst erwählten Insektenfähigkeiten. Hoch im Kurs waren hierbei selbst Netze zu spinnen und stark wie Ameisen zu sein.

 

Dabei wurden die Schüler*innen spielerisch für die Bedürfnisse und Gefahren der Insekten sensibilisiert. Anschließend machten sich die Kinder auf, die Lebensräume ausgewählter Insekten wie Feuerkäfer und Spinnen zu erforschen, sowie die verschiedenen Populationsdichten an unterschiedlichen Orten zu zählen. Gleichermaßen wurden die Nützlichkeit und Notwendigkeit dieser Insekten besprochen. Nach einem ereignisreichen Vormittag und einer kleinen Stärkung bei Kartoffelsalat und Würstchen im Sonnenschein hatten die Kinder die Möglichkeit, die Bienenstöcke zu besuchen. Begleitet wurden sie vom Imkerpaten Herrn Mörstedt. Er nahm sich für diesen Projekttag Zeit, um über die Bienen aufzuklären und die Fragen der Kinder zu beantworten.

Weitere Workshopthemen waren, „Aufpeppen statt Wegwerfen“, „Wo sind die Bäume hin?“ und „Wohin mit dem ganzen Plastik?“

Des Weiteren ist ein Film, in Zusammenarbeit mit dem Offenen Kanal, über die Aktionen der „Stadthelden“ entstanden.