Die Netzwerkstelle „Schulerfolg“ setzt den Roadtrip durch die Magdeburger Schulen fort. Zum Wiederauftakt besuchten wir die beiden Schulsozialarbeiterinnen Daniela Hoffmann und Carina Behrendt an der IGS Willy Brandt.

Die Sommerferien sind vorbei und die Terminkalender von Dominique Wolff und Marlen Ulonska aus der Netzwerkstelle füllen sich fleißig, denn der Roadtrip durch die Magdeburger Schulsozialarbeit geht endlich weiter! Am ersten Schultag des neuen Schuljahres 2020/2021 waren wir bei dem Team der Schulsozialarbeit an der IGS Willy Brandt eingeladen und lernten die beiden Schulsozialarbeiterinnen Daniela Hoffmann und Carina Behrendt vom Internationaler Bund (IB) Mitte gGmbH genauer kennen. Die dritte Kollegin Verena Steinbrecher konnte an diesem Tag leider nicht dabei sein. Sie stellen wir euch später vor.

Die Schulsozialarbeiterinnen der IGS Willy Brandt: Verena Steinbrecher, Daniela Hoffmann, Carina Behrendt

Daniela Hoffmann ist bereits seit 2009 Schulsozialarbeiterin und hat gleichzeitig die Leitung der Schulsozialarbeit für den IB Magdeburg inne. Auch Carina ist schon seit 2013 an der IGS Willy Brandt. Im Gespräch wurde schnell deutlich, was für einspieltes Trio die Schulsozialarbeiterinnen bilden, denn sie planen und organisieren alle Angebote zusammen. Bei einer Gesamtschülerzahl von ca. 850 Kindern ist es auch notwendig, sich gut abzustimmen. Das Team hat dabei kein gemeinsames Motto, das sie antreibt, sondern gleich einen ganzen Song:

„Gummibären, hüpfen hier und dort und überall.
Sie sind für dich da, wenn du sie brauchst,
das sind die Gummibären.“

Doch die soziale Arbeit an ihrer Schule besteht eben nicht nur aus fröhlichen Liedern. Neben den wöchentlichen Sozialtrainings liegt ihr Hauptaugenmerk auf der Einzelfallarbeit. Die Suche nach Schulbummler*innen ist bei ihnen Tagesgeschäft. Selbst während unseres Gespräches gingen immer wieder Nachrichten von Eltern und Lehrkräften zu Kindern ein, die am ersten Tag den Weg in die Schule nicht gefunden haben.

Carina und Daniela in ihrem Schulsozialarbeitsbüro

In diesem Schuljahr widmet sich das Schulsozialarbeitsteam intensiver der Prävention von Mobbing. Mit dem Projekt „Trau-Dich“ und der TK-Initiative „Gemeinsam Klasse sein“ sollen die Schüler und Schülerinnen gegenüber Mobbing sensibilisiert werden. Außerdem planen Daniela und Carina neben Projekten für die Schüler*innen auch Tage für das gesamte Schulspersonal. Die Kollegiumsfahrt wird jährlich von ihnen organisiert, was sicherlich dazu beiträgt, dass aus ihrer Sicht ein gutes Schulklima an der IGS Willy Brandt besteht.

Wer mehr darüber erfahren möchte, was die zwei „erfahrenen Hasen“ an ihrer Schule anbieten, kann sich einfach bei ihnen melden. Gern unterstützen Daniela und Carina neue Schulsozialarbeitskolleginnen und Kollegen bei der Planung von Sozialtrainings und geben aus ihrem jahrelangen Erfahrungsschatz Tipps für den Einstieg.

Vielen Dank an die beiden für das nette Gespräch und den Einblick in ihre Arbeit!

 

Gewalt bedeutet oft das Ende einer Beziehung. Unter bestimmten Bedingungen jedoch besteht eine Chance, die Gewalt hinter sich zu lassen und die Beziehung voranzubringen. Das erfordert natürlich die Bereitschaft ehrlich miteinander zu reden und sich dem Problem zu stellen.

Seit August diesen Jahres bieten Silke Voß (Interventionsstelle „Häusliche Gewalt & Stalking) und André Gödecke (Beratungsstelle ProMann Halle) Beratungen für Paare mit Gewaltproblemen an. Was können sich Menschen, die sich für dieses Angebot entscheiden, konkret erhoffen?

Sie werden dabei unterstützt …

  • aktuelle Konflikte offen zu besprechen und zu klären
  • sich des eigenen Handelns innerhalb der Partnerschaft bewusster zu werden
  • sich von der Gewalt konsequent zu verabschieden
  • ihre Stärken im Hinblick auf die Gestaltung einer erstrebenswerten gemeinsamen Zukunft zu erkennen
  • im Falle einer Trennung in Frieden auseinander zu gehen und sich über die damit verbundenen Fragen zu verständigen.

Diese Arbeit wird ermöglicht durch die finanzielle Förderung des Landes Sachsen-Anhalt und ist für die Betroffenen kostenlos. Erwartet wird dafür Verbindlichkeit beim Wahrnehmen der Termine sowie die Bereitschaft, das eigene Handeln infrage zu stellen und sich auf Veränderungen einzulassen.

Eine Sitzung dauert in der Regel 75 Minuten – im Sinne wirksamer Veränderungen sind mindestens 6 Termine notwendig.

Mehr Informationen: www.konfliktberatung-halle.de

Kontakt: André Gödecke (a.goedecke@dfv-lsa.de) | Silke Voß (interventionsstelle@awo-halle-merseburg.de)

Im zurückliegenden Schuljahr wollte die Theater AG der GS Hegelstraße nach längerer Theaterpause sein erstes Stück unter der Leitung der Schulsozialarbeiterin Ina Schuster und in Kooperation mit der Theaterwerkstatt STiNe auf die Bühne der Schulaula bringen.

Leider durchkreuzte auch hier Corona alle Pläne und es musste ein „Plan B“ her. So kam es, dass die Kinder der Theater-AG keinem ersten Auftritt vor Publikum entgegenfieberten, sondern Ihren ersten Film drehten – und die Erfahrung machten, dass der Schauspielberuf ganz schön harte Arbeit ist 😊 Aber seht selbst….

PS: Die Einteilung in sechs Bilder ist Absicht. Es soll an die komische Zeit erinnern, in der wir uns nicht zu nahe kommen durften und weswegen dieser Film überhaupt entstand. Ein bisschen wie in einer Online-Telefonkonferenz, oder? Aber nun „Vorhang auf“ und viel Spaß!!!

Passwort: Schlange

Die Schulsozialarbeit wird gefördert durch den Europäischen Sozialfond und das Land Sachsen-Anhalt.