… so heißt das Lied, das drei Mädchen der Grundschule Kritzmannstraße beim Musiklabor geschrieben und aufgenommen haben. Das Musiklabor ist ein Angebot der Schulsozialarbeit. Dort haben Kinder die Möglichkeit, ihre musikalischen Ideen mit Unterstützung der Schulsozialarbeit umzusetzen.

Hallo ihr Lieben,
um die Zeit bis zum „normalen Schulalltag“ nicht zu lang werden zu lassen, haben ein paar kreative Köpfe, Zeichen- und Theaterliebhaberinnen und -liebhaber eine kleine Geschichte für Euch zusammengebastelt.
In Kooperation mit der Theaterwerkstatt STiNE (Kerstin Reichelt, KLaTSch-Projekt) und Spielwagen e.V. (Susann Krause) präsentieren wir Euch eine kurze Geschichte über den Schnee und wie der überhaupt zu seiner Farbe kam.  Viel Spaß beim Schauen und Lauschen! 😉

Eure Ina Schuster (Grundschule Hegelstraße)

 

 

Vom Obsthof in die Küche – AG Nachmittag, Klappe die Erste
Die AG „Einfach lecker!“ der Comeniusschule startete im September 2020 durch fachlicher Unterstützung
der Lehrerin Frau Baehr und der Schulsozialarbeiterin Frau Dannehl mit einem Besuch auf dem
Obsthof Hornemann in Altenweddingen. Hier lernten die Jungköche allerhand über den Anbau, Pflege, Ernte und
Weiterverarbeitung von Äpfeln. Nach eigener Ernte stand die Verkostung von Äpfeln, Birnen,
Melonen und Apfelsaft auf dem Programm, einfach lecker.

AG Nachmittag, Klappe die Zweite
Mit dem Schwung aus dem Ausflug zum Auftakt der AG machten sich die fleißigen Köche aus den
Klassenstufen 5 und 6 an die ersten Gerichte. In der Küche duftete es nach Apfel, Zimt, Kürbis und
allerlei Gewürzen. Mit viel Hunger widmeten sich die Köche ihrer Kürbissuppe und dem
AppleCrumble.

AG Nachmittag, Klappe die Dritte
In vorweihnachtlicher Stimmung ging es Ende November mit geübten Handgriffen an das Backwerk.
Aus Haferflocken, Honig und Cranberrys wurden Haferkekse gezaubert. Bunte Buttertaler zierte
zudem die Kaffeetafel. Was darf in der kalten Jahreszeit nicht fehlen? Ja richtig ein Punsch. Diesen
machten die Köche aus Apfelfruchtsaft, frischen Äpfeln und Zimt mit einer Zimt-Vanille-SahneHaube. Und wieder hieß es „Einfach lecker!“

AG Nachmittag, Klappe die Vierte
Sobald die AG wieder loskochen darf, erfahrt ihr hier Neues aus der Schulküche.


Die Schulsozialarbeit an der „Comeniusschule“ wird aus Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds
und des Landes Sachsen-Anhalt finanziert.

Im Rahmen der Themenwoche „Eine Stadt für alle“ gedenken Magdeburger Schulen an ermordete Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle sowie politisch Verfolgte im Nationalsozialismus.

  Die Stolpersteine, die jeweils vor der letzten bekannten Adresse der NS-Opfer verlegt wurden, erhielten durch intensives Putzen einen neuen Glanz. Zudem „stolperten“ Fußgängerinnen und Fußgänger über dort abgelegte weiße Blumen.

 

     

 

Am 20.01.2021 nahmen die Schulsozialarbeiterinnen und der Schulsozialarbeiter der Grundschule „Hegelstraße“, der Grundschule „Weitlingstraße“ und der Gemeinschaftsschule „G.W. Leibniz“ coronakonform an der Putzaktion teil. Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie konnten leider keine Schülerinnen und Schüler mitgenommen werden. Da politische Bildung und Demokratieförderung ein wichtiger Teil der schulsozialpädagogischen Arbeit ist, wird in Form eines Projekttages die Stolpersteinaktion zu einem anderen Zeitpunkt wiederholt. Die Schülerinnen und Schüler werden unter anderem die Stolpersteine erneut putzen und anschließend die Biografien dieser Menschen erfahren.

 

Das Projekt Schulsozialarbeit an den genannten Schulen wird unterstützt und gefördert durch den Europäischen Sozialfonds und das Land Sachsen – Anhalt.

                                     

Mediationsfachtag 2021 Sachsen-Anhalt

am  04.03.2021 als Online-Veranstaltung von 10.00 Uhr – 12.30 Uhr.

Die Veranstaltung findet in Kooperation zwischen dem Paritätischen Jugendwerk, Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt e. V. sowie der Netzwerkstelle „Schulerfolg“ des Deutschen Familienverbandes LV Sachsen-Anhalt e. V. statt.

Gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen, Fachkräften sowie Menschen im Freiwilligendienst möchten wir die Brandbreite der Mediation vorstellen und uns dazu mit euch und unseren Fachreferent*innen austauschen, um – wenn es wieder möglich ist – den Mediationsfachtag an der Hochschule Magdeburg-Stendal in Präsenz durchzuführen. Sie erhalten nach der Anmeldung, kurz vor der Veranstaltung, die Zugangsdaten.

Hier finden sie die Ausschreibung und mit dem Link geht es zur Anmeldung zum Mediationsfachtag, JETZT ANMELDEN – Ergänzungen und Nachfragen sind im Feld Bemerkungen/Hinweise für den Veranstalter möglich.

 

Notbetreuungskinder nehmen an Stolpersteinaktion teil

Seit vielen Jahren putzen die Kinder der Ganztagsgrundschule Lindenhof im Januar gemeinsam mit ihren Schulsozialarbeiterinnen Jessica Froese und Monique Stolte Stolpersteine, um an die zu unrecht getöteten Menschen in den 1940er Jahren zu erinnern. Normalerweise findet das Projekt mit den Klassensprecherinnen und Klassensprechern der Schule statt. Aufgrund der Pandemie engagierten sich in diesem Jahr Kinder im Rahmen der Notbetreuung.

Die damaligen Ungerechtigkeiten nicht zu vergessen und die Lehren daraus ein Stück weit mit in den eigenen Alltag zu nehmen ist ein Ziel des Projektes. „Das treibt uns an, die Aktion als Schulsozialarbeit bereits im siebten Jahr in Folge durchzuführen – auch in diesem besonderen Jahr“, so Monique Stolte. Die Stolpersteinaktion ist für die meisten der Dritt- und Viertklässler der erste Berührungspunkt mit dem Thema Nationalsozialismus. Die Kinder erfuhren etwas über die Vernichtungslager, die Pogromnacht und die Ausgrenzung der Juden in Magdeburg und Deutschland. Die Grundschüler teilten bereits vorhandenes Wissen miteinander und entdeckten auch Parallelen in der heutigen Zeit. Die Tatsache, dass die Juden nichts Unrechtes getan haben und sie nur aufgrund ihrer Herkunft verfolgt und sogar getötet worden sind, schockierte die Kinder. 

Erstmals gedachten sie bei der Aktion einem Opfer, das im Stadtteil Reform zu Hause war. Aufmerksam wurden die Schulsozialarbeiterinnen auf den verhältnismäßig neuen Gedenkstein durch eine Anwohnerin, die ein Buch des Getöteten zur Schule brachte. Der SPD Untergrundkämpfer Ludwig Wellhausen musste u.a. sterben, weil er sich für Familien inhaftierter Parteigenossen einsetzte und sie unterstützte. Die Kinder der Notbetreuung waren entsetzt und lernten wie wichtig es ist, dass sich viele einmischen und nicht nur Einzelne, damit sich die Geschichte nicht in ähnlicher Weise wiederholt. Die Schulsozialarbeiterinnen des Deutschen Familienverbandes e.V. Jessica Froese und Monique Stolte ermutigten die Kinder Dinge kritisch zu hinterfragen, die auch in unserer heutigen Zeit nicht gerecht sind und dabei schon in ihrer Lebenswelt bei den kleinen Dingen zu beginnen.

Nach der intensiven, altersgerechten Gesprächsrunde machte sich die Schülergruppe mit Schwamm und Essigwasser auf den Weg und polierte den Gedenkstein auf Hochglanz und legte Rosen nieder. Der Stein, der 2019 verlegt wurde, hatte es auch nötig. Er fiel so wenig auf, dass die Kinder erst daran vorbei gingen. Nun strahlt der Gedenkstein wieder und es werden sicher weitere Menschen darauf aufmerksam und können gedanklich über das Ereignis „stolpern“.

Die Schulsozialarbeit wird finanziert aus Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt. 

Familien sind die erste und wichtigste Erziehungs- und Bildungsinstanz, in der Kinder idealerweise in ihrer Entwicklung gefördert und begleitet werden und dieses nicht nur in Zeiten der Corona-Pandemie.

Die Familie ist Ort der Wertevermittlung unserer Gesellschaft und von emotionalen, sozialen und kulturellen Kompetenzen. Aber Familien suchen insbesondere bei der Erziehung ihrer Kinder zunehmend nach Unterstützung. Nicht weil sie immer weniger kompetent sind, sondern weil die Gesellschaft immer komplexer wird.

Eltern stehen oft unter großem Druck, Kindererziehung, die Anforderungen der Arbeitswelt, die Partnerschaft und die eigenen Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen.

Familienbildung fördert und unterstützt die Gestaltung von Beziehungen in der Familie und damit auch der Geschlechter zueinander und der Generationen untereinander. Sie fördert altersübergreifende Lernprozesse und den solidarischen

Zusammenhalt einer Gesellschaft.

 

Familienbildung ist ganzheitliche Förderung von Kompetenzen und Ressourcen. Sie

  • wirkt präventiv und ressourcenstärkend,
  • richtet sich an alle Familien, insbesondere an Familien in belastenden Lebenslagen,
  • unterstützt die Entwicklung bzw. den Aufbau familienbezogener Fähigkeiten,
  • vermittelt frühzeitig und lebensbegleitend Wissen und Informationsstrategien über familiale Belange
  • regt zur Reflexion an und dient der Orientierung
  • fördert die gesellschaftliche Teilhabe
  • erweitert die familialen Handlungsspielräume
  • sie wirkt vorbeugend gegen Interventionen

 

Wir wollen bei diesem Fachtag diese Gedanken aufnehmen und sowohl in den Vorträgen, als auch in Kleingruppen die inhärenten Möglichkeiten und Chancen von Familienbildung verdeutlichen.

Außerdem bietet der Fachtag eine gute Möglichkeit, zu den vom Landesjugendhilfeausschuss beschlossenen “Empfehlungen und Anregungen des Landesjugendhilfeausschusses für die kommunale Ebene auf Grundlage der

landesweiten Jugendhilfeplanung zum Thema Familie, Familienarbeit, Familienbildung (Landesfamilienförderplanung)” mit den Vertreterinnen und Vertretern aus Jugendämtern und Einrichtungen der Familienbildung ins Gespräch zu kommen.

In der Anlage befinden sich der Flyer und das Anmeldeformular für die Fachtagung „Familienbildung im kommunalen Kontext“ am 18.03.2021.

Anmeldung zur Fachtagung-2021-VK     Anmeldung zur Fachtagung-2021-VK

Pandemiebedingt wird diese Veranstaltung auf der Grundlage der geplanten Fachtagung als Videokonferenz (Zoom) stattfinden.

 

Wenn Sie sich anmelden, bekommen Sie etwa 14 Tage vor der Veranstaltung den aktualisierten Ablauf und den Veranstaltungslink.

Für die Teilnahme benötigen Sie einen Laptop oder PC mit Kamera und Mikrofon.

Stellenausschreibung Soziale Arbeit in Kita

Der Deutsche Familienverband (DFV) ist ein Zusammenschluss von engagierten Menschen, denen die Vielfalt der Familie am Herzen liegt und sich auf unterschiedlichen gesellschaftlichen Ebenen dafür einsetzen.

Der Landesverband Sachsen – Anhalt ist Mitglied im Bundesverband des DFV, in der Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände (LAGF) und im Paritätischen Wohlfahrtsverband und somit auch anerkannter Träger der Jugendhilfe. Im Deutschen Familienverband Sachsen-Anhalt arbeiten 45 Mitarbeiter*innen hauptamtlich, sie sind schwerpunktmäßig in den Bereichen der Familienbildung, Flüchtlingsprojekten, der Migrationsberatung und der Sozialen Arbeit in Schulen und Kitas tätig.

Der Deutsche Familienverband ist in vielen politischen und sozialen Netzwerken aktiv und kooperiert mit vielen anderen Vereinen, Institutionen und Gremien. So kann aktive und engagierte Arbeit vor Ort geleistet werden, dazu gehört neben der politischen „Einmischung“ auch ein reiches Programm an Aktionen, Beratungs- und Hilfsangeboten sowie die Durchführung von generationsübergreifenden Projekten für Menschen mit und ohne Migrationshintergründen.

Ein Arbeitsfeld ist Soziale Arbeit in Kitas. In 8 Magdeburger Kitas stellen Sozialarbeiter*innen des DFV insbesondere die Chancengerechtigkeit und individuelle Benachteiligungen durch individuelle Förderungen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Weitere Schwerpunkte sind u.a. die Stärkung der Einrichtung in der Zusammenarbeit mit den Eltern, der sensible Umgang mit Heterogenität und Interkulturalität sowie die Gestaltung des Übergangs von Kita zur Grundschule.

Zur Umsetzung dieser Aufgaben suchen wir an einer Magdeburger Kita zum 01.03.2021 eine/n Sozialarbeiter*in mit einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden. Sie Stelle ist zunächst bis zum 31.12.2024 befristet.

Aufgaben und Tätigkeiten sind u.a.:

  • Ermittlung konkreter Bedarfe der Kinder und Verringerung von Problemlagen, Belastungen und Benachteiligungen
  • Beratungen zu verschiedenen Themen rund um das Kind und Unterstützung bei Antragstellungen, zum Beispiel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket
  • Bedarfsbezogene Projekt- und Gruppenarbeit
  • Wegweiserberatung an Fachstellen
  • Begleitungs- und Hilfsangebote zur Unterstützung der Gesundheitsförderung des Kindes sowie der sprachlichen und inklusiven Bildung
  • Eltern- und Familienarbeit
  • Fachaustausch mit Leitung und pädagogischen Team
  • Vorbereitung und Unterstützung bei schwierigen Elterngesprächen
  • Gemeinwesen- und Netzwerkarbeit
  • Verwaltung, Dokumentation und Evaluation des Projektes

 

Qualifikation und Erwartungen:

  • (Fach-)Hochschulabschluss im Bereich Erziehungswissenschaften, Soziale Arbeit oder vergleichbare Abschlüsse
  • Erfahrungen in der Bildungs- und Beratungsarbeit, der Einzelfall- und Gruppenarbeit mit Kindern
  • Selbstständiges Arbeiten und die Fähigkeit zum Wirken im Team
  • Einsatzbereitschaft und Reflexionsfähigkeit
  • Fähigkeit zum wertschätzenden Umgang und Empathie

 

Die Bewerbungsunterlagen, gerne als Mail, können ab sofort beim Deutschen Familienverband LV Sachsen-Anhalt e.V. eingereicht werden. Telefonisch stehen wir Ihnen auch für Nachfragen zur Verfügung.

Deutscher Familienverband

Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.

René Lampe

Johannes-R.-Becher-Str. 57

39128 Magdeburg

 

Mail: R.Lampe@dfv-lsa.de

Internet: www.dfv-lsa.de

Tel.: 0391/7217470

 

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Pressemitteilung 25.01.2021 

Familien entlasten – jetzt!

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände (LAGF) thematisierte in ihrem jüngsten Gespräch mit der Hausleitung des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration (MASI) die Folgen der Corona-Pandemie für Familien in Sachsen-Anhalt.

Übereinstimmend stellten Staatssekretärin Susi Möbbeck und die Vertreterinnen und Vertreter der LAGF fest, dass Familien momentan die Hauptlast der Corona-Verordnungen zu tragen haben. Deshalb seien alle gesellschaftlichen Kräfte aufgerufen, in ihren Wirkungsbereichen nach Möglichkeiten zu schauen, um Familien zu entlasten, hob Staatssekretärin Möbbeck hervor. Die in der LAGF zusammengeschlossenen Verbände nehmen dies als Arbeitsauftrag und Bestätigung ihrer bisherigen landesweiten entlastenden und stärkenden Angebote für Familien gleichermaßen.

 

Beziehungen und Begegnungen sind lebenswichtig

Die Vertreterinnen und Vertreter der LAGF wiesen darauf hin, dass Kinder und Jugendliche den Kontakt zu Gleichaltrigen brauchen. Für das soziale Lernen und die psychische Entwicklung von Kindern ist der soziale Kontakt lebenswichtig und so belegen inzwischen auch zahlreiche Studien, dass Kinder erheblich unter der andauernden Schließung von Kitas und Schulen und den Kontakteinschränkungen leiden. Für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten oder bei denen das Jugendamt eine Betreuung in der Kita befürwortet, gibt es die Möglichkeit, in die Notbetreuung zu gehen. Dieses Verfahren sei in Sachsen-Anhalt sehr weit auslegbar, so die Staatssekretärin und habe deutlich mehr Kinder im Blick, als jene von Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiteten. Momentan liegt die Inanspruchnahme bei 30% im Landesdurchschnitt.

In diesem Zusammenhang wird begrüßt, dass jetzt z.B. die Möglichkeit besteht, Kinder bis 14 Jahre in maximal zwei Haushalten zu betreuen und dabei „feste“ Betreuungsgruppen zu bilden. Ansonsten würden auch die Kinderkrankentage bei einer Schließung der Betreuungseinrichtungen bis Mitte Februar nicht ausreichen.

 

 Homeschooling und seine Grenzen

Viele Eltern kommen an ihre Grenzen bei dem Versuch, Homeschooling und Homeoffice unter einen Hut zu bringen. Kinder, die aus bildungsfernen oder belasteten Familien kommen, werden zudem immer weiter abgehängt. Diese Gefahr besteht auch bei Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf und bei Familien mit Migrationshintergrund. Das liegt nicht nur an der technischen Ausstattung in den Haushalten, sondern auch an den Möglichkeiten, die die Eltern bei der Unterstützung ihrer Kinder im Homeschooling haben.

Die Schule wird ihrem Bildungsauftrag nicht gerecht, wenn Wissensvermittlung auf digitale Aufgabenverteilung und Elternarbeit auf monatliche E-Mails reduziert wird. Die Hauptlast tragen die Eltern, die in doppelter Belastung und Verantwortung stehen. Sie werden bei dieser Aufgabe oft nur unzureichend von der Schule unterstützt und begleitet. Von Eltern wird z.B. beklagt, dass konkrete Rückmeldungen und ein Feedback zu den erbrachten Leistungen fehlen.

Die LAGF begrüßt, dass sich das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration für eine Rückkehr zum Präsenzunterricht in Schulen und zum Regelbetrieb in den Kitas stark machen will, sobald die Einschätzung der Corona-Gesamtsituation durch die Experten dies hergibt. Die LAGF betonte, dass dies dann mit hoher Priorität und zeitnah erfolgen müsse.

 

Kontaktbeschränkung als Verstärker für Problemlagen

Die Eindämmungsverordnungen wirken wie Verstärker. Familien, denen es als Kernfamilie gut geht, erleben die Zeit des aufeinander Angewiesenseins als Gewinn mit positiven Effekten. Familien, die Hilfs- und Unterstützungsbedarf hatten, sind in doppelter Weise bestraft. Ihre Probleme verstärken sich in der Enge und Abgeschlossenheit. Die Hilfsangebote sind nicht oder nur eingeschränkt erreichbar. Besonders betroffen sind auch Familien mit Migrationshintergrund, die oft aufgrund sprachlicher Barrieren keine Unterstützung finden können. Damit wird das Konfliktpotential verstärkt und die Problemlagen überrollen lawinenartig die Familien.

Familienzentren und Einrichtungen der Familienbildung dürfen zurzeit keine Präsenzangebote machen, stehen aber für Online-Angebote, sowie telefonische und digitale Beratung und Unterstützung zur Verfügung. Informationen dazu sind auf der Internetpräsenz www.familieninfo-sachsen-anhalt.de zu finden.

 

Mitglied der LAGF sind:

 

• CVJM Familienarbeit Mitteldeutschland e.V.

• Deutscher Familienverband Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.

Der Kinderschutzbund Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.

Evangelische Arbeitsgemeinschaft Familie Sachsen-Anhalt e.V.

Familienbund im Bistum Magdeburg und im Land Sachsen-Anhalt e.V.

Landesverband der Pflege- und Adoptiveltern e.V.

 

Die engagierten Notbetreuungskinder der Klasse 3

Anlässlich des Gedenkens an die Opfer des 2. Weltkriegs und der Zerstörung Magdeburgs findet alljährlich ein Aktionswoche „Eine Stadt für Alle“ statt.

Zahlreiche Schulen in Magdeburg beteiligen sich an dies Aktionswoche und putzen u.a. Stolperstein, die vor den früheren Wohnhäusern von Opfern des Nationalsozialismus verlegt wurden, um an diese Menschen und ihre Schicksale zu erinnern.

Mit den Kindern der Klassenstufen 3 und 4 haben die Schulsozialarbeiter_innen der GS „An der Klosterwuhne“ einen Projekttag zu diesem Thema durchgeführt und anschließend Stolpersteine geputzt.

Der Tag begann mit dem Thema Holocaust. Es gab einen regen Austausch zum Thema Judenverfolgung und Vernichtungslager. Die Kinder tauschten ihr bereits vorhandenes Wissen mit einander aus und entdeckten Parallelen zur heutigen Zeit.

Außerdem schauten wir uns die Geschichte des Hundes „Chika, die Hündin im Ghetto“ an. Nachdem die Kinder den Film geschaut haben, lag eine Traurigkeit in ihren Gesichtern. Es gab viele Fragen zu klären, wie „Warum wurden die Juden verfolgt?“ ; Warum hat keiner was gemacht?“, „Wieso mussten nur die Juden einen Stern tragen?“.

Die SchulsozialarbeiterInnen, Torsten Boek und Christin Finke ermutigen die SchülerInnen Dinge im Alltag zu hinterfragen, die Ihnen nicht gerecht vorkommen.

Nach der intensiven Gesprächrunde machten sich die SchülerInnen der 3. Klasse auf um die Stolpersteine von „Selma Rosenthal“ und „Martin Schwertens“ zu putzen. Die 4. Klasse tat es Ihnen gleich und machte sich mit Putzmitteln und Lappen auf den Weg                                            um die Stolpersteine  von „Bertha Löwe“ und „Margot Schrader“ auf Hochglanz zu bringen. Zum Schluss wurde zum Gedenken der Betroffenen weiße Rosen auf den jeweiligen Stein gelegt.            

Das Projekt Schulsozialarbeit an der Grundschule „An der Klosterwuhne“ wird unterstützt und gefördert durch den Europäischen Sozialfonds und das Land Sachsen – Anhalt.

Die aktuelle Situation stellt weiterhin eine Herausforderung für die Arbeit an Schulen dar. Um weiterhin gut durch die nächsten Wochen zu kommen, neue Ideen zu finden oder Energie zu tanken, laden wir  zum moderierten Online-Erfahrungsaustausch mit André Gödecke ein.

„Mit der Krise surfen“

  • Wie gelingt es uns, dem Lockdown-Blues ein Schnippchen zu schlagen?
  • Wie können wir uns auf unser Potenzial besinnen, damit wir auch in Zeiten von Corona Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen ein hilfreiches Gegenüber sein können?
  • Wie können wir auf der Spur der Freude bleiben, damit auch wir selbst gut über diese Krise kommen?

Datum: 28.01.2021

Zeit: 9:30 Uhr bis 11:30 Uhr

Ort: online via Zoom
(Den Link wird nach verbindlicher Anmeldung zugesendet)

Anmeldungen und Nachfragen bitte per Mail an:

Marlen Ulonska
Netzwerkstelle „Schulerfolg“ Magdeburg
Deutscher Familienverband LV Sachsen-Anhalt e. V.
m.ulonska@dfv-lsa.de

Die vollständige Ausschreibung befindet sich hier.

 

Die Netzwerkstelle Schulerfolg wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt.