Die ganze Welt befindet sich momentan in einer angespannten und ungewissen Phase.

Die Auswirkungen lassen sich auch im eigenen Alltag erfahren. Viele Menschen verbringen den Großteil des Tages in den eigenen 4 Wänden mit ihren Familien oder im Haushalt lebenden Personen. Diese neue Situation birgt großes Potential für Frustration, Konflikte oder gar Gewalteskalation.

„Raus gehen“, Sport treiben oder Freunde treffen sind in Zeiten der Corona-Krise nur eingeschränkt bzw. nicht umsetzbar.

Was kann ich alternativ gegen den Stress machen?

Die Dachorganisationen für Männer- und Väterarbeit aus der SchweizÖsterreich und Deutschland haben hierfür eine 10-Schritte Handlungsempfehlung entworfen, welche auf deren Websites in verschiedenen Sprachen zum Download zur Verfügung stehen.

 

Hier geht es zum Survival-Kit für Männer unter Druck

 

Außerdem ist die Beratungsstelle ProMann weiterhin bei akutem Bedarf für Sie telefonisch oder per Mail unter folgenden Kontakten erreichbar!

ProMann Magdeburg: 0391-72 17 44 1 | promann@dfv-lsa.de

ProMann Halle: 0151-23 23 30 21 | a.goedecke@dfv-lsa.de

ProMann Dessau: 0157 88 11 88 84 | promann.dessau@dfv-lsa.de

Hinweis: In der Woche vor Ostern ist es möglich, dass nur eines der drei hier aufgeführten Telefone besetzt ist!

 

Bleiben Sie gesund!

 

Bildquelle:<a href=“https://de.vecteezy.com/gratis-vektor/stress“>Stress Vektoren von Vecteezy</a>

Über die  Obst- und Gemüsespende des Kaufland Nord in Magdeburg freuen sich im März die Schüler der GMS Thomas Müntzer.  „Im Hauswirtschaftskurs packen jetzt alle mit an, denn gegessen wird immer gern.“ sagt die Kursleiterin. Viele Hände machen der Arbeit schnell ein Ende! So werden Früchte und Gemüse gewaschen, zerteilt und zubereitet. In 3 schnellen, einfachen und gesunden Rezepte verwandeln die Schüler*Innen die Zutaten in leckere Speisen. Mandarine, Grapefruit, Orange wird Saft. Andere Früchte zu einem leckeren Smoothie und das Gemüse zu Ratatouille.  Am Ende wird alles probiert. Mmmh…lecker!

Die Schulsozialarbeit wird über das Programm „Schulerfolg sichern aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen Anhalt gefördert.

                   Mit Neugier und dem Interesse neue Erfahrungen und Lebenswelten zu entdecken starteten SchülerInnen der Thomas Müntzer Gemeinschaftsschule in die Projektwoche in den März zum Thema Charlie´s House. Gemeinsam mit ihren Schulsozialarbeiterinnen Frau Sander und Frau Wolff begaben sich 21 Schüler und Schülerinnen auf eine spannende Fantasiereise.

Die Projektidee

Die Vorlage entstand im Ursprungsland des Hauptdarstellers Charlie, in Südafrika. Das gleichnamige Kinderbuch „Charlie´s House“ aus dem fernen Kontinent entstand 1995 und beschreibt das Leben des kleinen afrikanischen Jungen mit seiner Mutter und der Oma in einem Township in Kapstadt. Das Projekt hatte zum Ziel den Kindern eine andere Perspektive auf ihre doch sehr gute Lebensweise in Deutschland zu ermöglichen. Charlie lebt dort in einfachsten Verhältnissen, ohne eine Fülle von Spielsachen und ohne eigenem Zimmer. 

Zum Einstieg in das Buch machten sich die Kinder untereinander bekannt. Jeder durfte erzählen mit wie vielen Personen er zu Hause lebt, wie ihre Zimmer gestaltet sind und welche Spielsachen ihnen besonders wichtig sind. Natürlich wurde auch stolz berichtet welche Spielkonsolen jeder so nutzt.

Afrika ein riesiger Kontinent:

Die wilde Tierwelt Afrikas war den Kindern wohl bekannt, schließlich leben Tiere aus Afrika in unserem Zoo in Magdeburg. Jeder nahm sich eines der zahlreichen Plastikexemplare und stellte sein Lieblingstier vor. Kleine Ergänzungen zu den Tieren durften die Kinder aus einem Tierlexikon der Gruppe vorlesen und Bilder zeigen. Eine runde Obstsalat zum Jumanji* umgewandelt (*Filmvorlage, Stuhlkreismethode) lockerte die Theorie ein wenig auf und brachte die Kinder mit viel Spaß ins Schwitzen. Wie kommt man eigentlich nach Afrika? Eine der ersten Fragen aus der Gruppe. Doktor Google half die Frage zu beantworten. Zu Fuß 180 Tage und 25 Länder bis nach Südafrika. Zur Vorbereitung des Fluges hieß es dann, ich packe meinen Koffer und nehme mit… . Sind alle flugbereit und geimpft? 

Ein kleiner Abstecher in die Hygiene anderer Länder muss sein. Alles gecheckt! Nun, aber Koffer packen! Jeder Flug ist gepäckbeschränkt, sodass jeder nur ein Teil mitnehmen konnte und selbstverständlich seinen Nachbarn. Ohne Gruppe, dass war den Kindern jetzt klar, kommen wir in einem fremden Land nicht zurecht. Dann „flogen“ die Kinder doch lieber mit der Inselspielmethode und ihren Teppichfliesen ausgestattet über Frankreich und Spanien in einer riesigen Kurve nach Kapstadt. Während des Fluges der spannenden Flugsimulation war „Reinhardt Mey“ zu hören, denn schließlich waren sie alle über den Wolken. Die Landung war erfolgreich und die ersten farbigen Eindrücke des Buches für die Kinder ein neuer Eindruck. Die pastellfarbenen Erdtöne eine ganz andere Form einer Kinderbuchillustration. Die realistische Form der Darstellung war für die Kinder neu. Die Kinder lernten Charlie´s Wellblechhütte und deren nähere Umgebung kennen. Hier konnten die Kinder Gemeinsamkeiten und Unterschiede diskutieren. Neben der sichtbar ärmlichen Einrichtung der Hütte von Charlie, ist der kleine Buchheld dennoch reich an Ideen und Kreativität. Wo geht Charlie eigentlich zur Toilette? Die Toiletten sind oft Gemeinschaftsräume, weit weg von der eigenen Hütte,  um nur ein Beispiel zu nennen. Die Traumwelt des „Jungen Charlie“ und seine Fantasie aus beliebigen Müllresten Spielzeug zu basteln und für seine Familie und sich ein Traumhaus zu schaffen, fanden die Kinder spannend erzählt und dargestellt. Nun waren die Kinder selbst gefragt mit Charlie Fantasie zu gestalten.

Jeder Schüler brachte etwas Müll von zu Hause mit. Darunter Plastikflaschen, Schuhkartons oder Einwegbecher, alles was der Haushalt täglich liefert. Hier stellten die Kinder fest, dass zu viel Müll entsteht und einige von den Kindern auch täglich den Müll rausbringen müssen. Die Kinder redeten über Müllvermeidung und die Verschmutzung unserer Umwelt. Sie stellten auch fest, dass Mülltrennung längst nicht in jedem Haushalt gemacht wird. Mit etwas Klebstoff und Schere entstanden aus den vormals abgeschriebenen Restposten einzigartig gestaltete Wohnideen der Kinder. Jedes der Kinder stellte sein kleines „House“ vor, darunter waren natürlich auch Wohngemeinschaften. In einer Galerie am letzten Tag der Projektwoche bekam jedes der Kinder Anerkennung für seine Bastelarbeit durch die Gruppe und in der Auswertung der Projektwoche konnten alle zufrieden zurückblicken.

Ein gelungenes Projekt der Schulsozialarbeit gefördert über das Programm „Schulerfolg sichern“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes  Sachsen- Anhalt.

Seit Anfang des Jahres bereiten sich die Kinder vor, die sich für die Schlichtung von Streit an der Schule interessieren. Wenn Normalität wieder in die Schule eintritt, dann werden die Kinder einen Test absolvieren und offiziell zu Streitschlichter ernannt. So sieht das Heft aus, das den Kindern bei ihren Ehrenamt unterstützt:

Im Zuge der Corona-Pandemie verbringen Familien mehr Zeit miteinander, so dass sich auch mehr Anlässe für Frustation, Konflikte und Gewalteskalation ergeben können. Aufgrund der aktuellen Einschränkungen sind bis auf weiteres leider eine regulären Beratungen vor Ort möglich. Dennoch können Sie bei Bedarf Kontakt mit uns aufnehmen – telefonisch oder per Email.

ProMann Magdeburg: 0391-72 17 44 1 | promann@dfv-lsa.de

ProMann Halle: 0151-23 23 30 21 | a.goedecke@dfv-lsa.de

ProMann Dessau: 0157 88 11 88 84 | promann.dessau@dfv-lsa.de

Telefonische Erreichbarkeit: Mo bis Freitag von 10:00 bis 12:00 und 13:00 bis 15::00 Uhr.

Link zum Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen

Am 19.02.2020 wirkte das ProMann Team bei der Fachtagung in Salzwedel mit. Max Lindner, Leiter der Beratungsstelle und Tobias Grunert leiteten einen Workshop Beratungsarbeit in einem schwierigen Themenfeld.

 

Hier geht es zur Pressemitteilung des Landkreises. 

Auch in diesem Jahr stand die Ganztagsgrundschule Lindenhof in den Winterferien nicht leer. Denn 14 fleißige Mädchen und Jungen trafen sich zu einem dreitägigen Projekt und sägten, schliffen, strichen und hämmerten um die Wette.

Unter dem Motto „Probier’s mal mit Holz“ lud die Schulsozialarbeiterin Jessica Froese (Deutscher Familienverband LSA e.V.) das zweite Jahr infolge Kinder ein, individuelle Schlüsselbretter herzustellen. Unter Anleitung eines Fachmanns aus dem Handwerk lernten sie mit dem Naturmaterial Holz umzugehen und es mit verschiedenen Werkzeugen in unterschiedlichen Arbeitsschritten zu bearbeiten.

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Am ersten Ferientag strömten die Kinder überpünktlich mit den Worten „Ich bin so aufgeregt. Wann geht es endlich los?“, in die Schule. Nach der Begrüßung und einer kurzen Einweisung in den Tag, standen die Jungen und Mädchen vor der Wahl des Motivs. Sie waren begeistert davon, wie das klobige Holzstück durch ihre Hände nach und nach Form annahm und sich in eine Katze, Sternschnuppe, ein Herz, Inlineskate, Auto oder einen Schlüssel verwandelte. Jedes Kind schien dabei eine andere Motivation zu haben. „Ich schenke es meinem Vater – er arbeitet in einer Autowerkstatt.“, sagte der Junge, der als Motiv einen Lamborghini wählte. Doch zwischen dem Holzstück und der Verwandlung lagen noch einige aufwendige Arbeitsschritte. So erfordert das „richtige“ Schleifen gewisse Kenntnisse: Wie halte ich eine Feile? In welche Richtung darf ich sie bewegen? Wieviel Kraft muss ich einsetzen? Erstaunlich zu beobachten war, dass die Grundschüler zu keiner Zeit Langeweile empfanden. „Das Schleifen war ganz schön anstrengend, aber es hat richtig Spaß gemacht!“, erzählten die Kinder beim gemeinsamen Mittagessen. Der nächste Arbeitsschritt forderte die Kreativität der Schüler. Sie rüsteten sich mit Pinseln, Wasserbechern und Farben aus und begannen mit voller Eifer ihre Motive lebendig werden zu lassen. Als der Projekttag sich dem Ende neigte, hatten die Kinder noch nicht genug und fragten ihre Schulsozialarbeiterin: „Können wir bitte noch ein bisschen weiterarbeiten?“. Am nächsten Tag war der Feinschliff an der Reihe. Durch verschiedene Ziernägel, Seile, Ösen und Haken sowie jede Menge Ideen entstanden wunderschöne Schlüsselbretter, an denen zukünftig die Schlüssel ihren Platz finden.

Das Ferienprojekt war ein voller Erfolg. Stolz bewunderten die Kinder ihre selbst angefertigten Schlüsselbretter und verabschiedeten sich mit einem strahlenden Lächeln und den Worten „Nächstes Jahr mache ich auch wieder mit und dann baue ich eine Katze.“

Das Projekt wurde u. a. finanziell vom Schulförderverein der GTGS Lindenhof unterstützt.

DieSchulsozialarbeit wird über das Programm „Schulerfolg sichern“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalts gefördert.

Am 20.01.2020 führten die Sozialarbeiterinnen der IGS „Regine Hildebrandt“ in Kooperation mit der Theaterpädagogin Bettina Becker von der Villa Wertvoll einen Theaterworkshop mit der Klasse 6/1 durch. Dieser fand auch in der Villa Wertvoll statt.

 

Nach einer kurzen Führung durch die Räumlichkeiten, in denen neben dem Theater auch musikalische, tänzerische und künstlerische Angebote stattfinden, startete der Tag mit einer kurzen Kennenlernrunde. Danach wurde die Klasse in zwei Gruppen geteilt und die Theaterarbeit konnte beginnen.

Die Kinder lernten verschiedene Methoden, Formen und Stilmittel des Theaterspielens kennen und probierten diese aus. So konnten sie mit Hilfe eines sogenannten „Mischpultes“ in die Rolle des Regisseurs schlüpfen und Anweisungen geben, oder sich beim Improvisationstheater versuchen. Hierbei war Konzentration und Kreativität gefragt.

In Kleingruppen erarbeiteten die Kinder eigene Szenen, diskutierten Themen und Rollenverteilung und probten die Stücke ein.Höhepunkt des Tages war das Aufführen der erarbeiteten Szenen vor der Klasse. Für jede Gruppe gab es tosenden Applaus als Belohnung.

Die Schulsozialarbeit wird über das Programm „Schulerfolg sichern“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalts gefördert.

Auf Grund der Befristung bis Mitte 2021 unterstützen wir das Bündnis “Schulsozialarbeit und Netzwerkstellen dauerhaft verankern!” in Sachsen-Anhalt. Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten finden Sie unter http://www.aktionsbuendnis-schulsozialarbeit.de.

„Kennt ihr einen Theaterpädagogen?… Welche Schulsozialarbeiter*innen haben noch mal die SAGT-Ausbildung?… Gibt es irgendwo eine Schülerband?…“

Es gibt so viele Fragen, die regelmßig in unserer Netzwerkstelle eingehen. Meistens können wir antworten, aber manchmal auch nicht. Und so haben wir den Entschluss gefasst, unsere Schulsozialarbeiter*innen der Stadt Magdeburg besser kennen zu lernen.

Die Netzwerkstelle „Schulerfolg“ Magdeburg plant für die kommenden Monate einen Roadtrip durch die Schulsozialarbeit und hat bereits die ersten Besuche abgestattet. Zahlreiche Termine für die nächsten Wochen sind geplant und viele weitere werden noch abgestimmt. Zum Ende der Tour erwarten wir uns einen guten Überblick über die Angebote und diversen Kompetenzen unserer Schulsozialarbeiter*innen, welche wir in einem kleinen Katalog zusammenfassen möchten. Aber wir erhoffen uns auch ehrliche Wünsche und Anregungen für unsere Netzwerkstellenarbeit. Ein weiteres Ziel ist es, euch die einzelnen Persönlichkeiten aus der Magdeburger Schulsozialarbeit vorzustellen.

Unser erster Besuch führte uns zu Ina Schuster, Schulsozialarbeiterin an der Grundschule Hegelstraße.

Ina Schuster arbeitet seit 2015 in der Grundschule Hegelstraße beim Deutschen Familienverband LSA e. V., war aber bereits vorher in einer Berufsbildenden Schule in Schönebeck als Schulsozialarbeiterin tätig. Sie bietet Sozialtrainings, Einzelfallhilfen, Gespräche mit Eltern, Schüler*innen wie auch Lehrkräften an und begleitet gerne Schulprojekte. Außerdem führt sie drei AG´s für Streitschlichter, Theater und Sport an ihrer Schule durch. Dabei schöpft Ina aus ihrem umfangreichen Repertoir, schließlich ist sie zertifitzierte Erlebnisoutdoorpädagogin, hat eine Mediationsausbildung absolviert und erhält demnächst ihren Abschluss als Theaterpädagogin. Als Highligt für ihre Arbeit in diesem Jahr fiebert sie der ersten Aufführung ihrer Theatergruppe am 12.05.2020 entgegen.

Bei unserer Rubrik  „Ich suche… / Ich biete…“ braucht Ina nicht lange zu überlegen. Sie unterstützt gern als Multiplikatorin in den Feldern Erlebnispädagogik, Mediation/ Streitschlichtung oder Theaterpädagogik.

Dafür sucht Ina jemanden, der ihr donnerstags von 14:00 bis 15:00 Uhr bei ihrer Sport-AG zur Seite steht (gerne mit Übungsleiterschein oder pädagogischer Ausbildung).

Kontakt könnt ihr zu Ina gern per Telefon oder E-Mail aufnehmen:

Ina Schuster

Handy: 01575 8897921
E-Mail: I.Schuster@dfv-lsa.de

 

Mitte Januar trafen sich die Klassensprecherinnen und Klassensprecher der Ganztagsgrundschule „Lindenhof“ und der Grundschule „Am Umfassungsweg“, um sich mit dem Thema Holocaust in Magdeburg auseinander zu setzen. Die Kinder der 3. und 4. Klasse erfuhren etwas über die Vernichtungslager und die Ausgrenzung der Juden in Magdeburg. Die Grundschüler teilten bereits vorhandenes Wissen miteinander und entdeckten einige Parallelen in der heutigen Zeit. Die Tatsache, dass die Juden nichts Unrechtes getan haben und sie nur aufgrund ihrer Herkunft verfolgt und getötet wurden, schockierte die Kinder. Die Schulsozialarbeiterinnen des Deutschen Familienverbandes e.V. Jessica Froese, Monique Stolte und Daniela Nitschke ermutigten die Kinder Dinge kritisch zu hinterfragen, die auch in unserer heutigen Zeit nicht gerecht sind und dabei schon in ihrer Lebenswelt bei den kleinen Dingen zu beginnen. Nach der intensiven Gesprächsrunde machte sich die Schülergruppe mit Schwamm und Putzmittel auf den Weg und polierte die Gedenksteine auf Hochglanz. Die Kinder diskutierten angeregt, wer den nächsten Stein putzen darf. Eine ältere Frau hielt an und berichtete, dass ihre Eltern damals den Juden heimlich zu essen gaben. Dies durfte keiner erfahren, da es zur damaligen Zeit verboten war, jüdischen Mitbürgern zu helfen. Am Gedenkstein von Dr. Böhm, dem Arzt und Geburtshelfer, traf die Schülergruppe zufällig auf eine zweite Zeitzeugin, die vom ihm berichtete. „Meine Eltern schätzten ihn sehr, er behandelte damals die Arbeiter in der Nähe des Nicolaiplatzes“, so die Anwohnerin. Die Kinder legten Rosen nieder und gedachten den Verfolgten.

Der Alltag ging auch während des Gedenkens weiter, Straßenbahnen fuhren vorbei und die Sonne ließ fast an Frühling denken. Die Ungerechtigkeit, die damals passierte, nicht zu vergessen und ein stückweit mit in die heutige Realität und den eigenen Alltag zu nehmen – das ist ein Ziel des schulübergreifenden Projekts, was die Schulsozialarbeiterinnen antreibt, die Aktion im sechsten Jahr in Folge mit unterschiedlichen Kindern durchzuführen. Die Klassensprecherinnen und Klassensprecher der beiden Grundschulen werden in ihren Klassen sowie im Schülerrat davon berichten, was sie an diesem besonderen Tag gemacht haben und werden sicher auch weiterhin gedanklich über das Ereignis „stolpern“.

Hier können Sie den Audiobeitrag von Radio SAW hören:

Frischer Glanz – Schüler*innen putzen Stolpersteine in Magdeburg

Die Schulsozialarbeit wird über das Programm „Schulerfolg sichern“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalts gefördert.

 

Im Mai 2019 hatte der Magdeburger Stadtrat grünes Licht gegeben und beschlossen, dass das Projekt „Soziale Arbeit in Kitas“ ab dem Jahr 2020 für die nächsten fünf Jahre umgesetzt wird. Seit Juli 2019 wurde auch beim Deutschen Familienverband fleißig an der Projektumsetzung gearbeitet: Nach einer erfolgreichen Projekt- und Trägerbewerbung gab es viele Träger- und Bewerbungsgespräche, wurde an Konzeptions- und Kooperationsvereinbarungen gefeilt und tatsächlich haben wir unser Ziel geschafft. Pünktlich zum 01.01.2020 konnten 5 von 6 Sozialarbeiter*innen ihre Arbeit in den Kitas starten; die sechste Stelle wird am 01.02. starten.

Gestern gab es dann den offiziellen Start im Magdeburger Rathaus. Mit dabei waren u.a.  der Oberbürgermeister, Dr. Lutz Trümper, die Sozialbeigeordnete Frau Simone Borris, die Kinderbeauftragte Katrin Thäger, die Jugendamtsleiterin Frau Dr. Cornelia Arnold und mehreren Stadträte…    Die offizielle Pressemitteilung für die Eröffnungsveranstaltung der Stadt Magdeburg lesen Sie hier: https://www.magdeburg.de/Chancengleichheitf%c3%bcrdieJ%c3%bcngsten

Unser  Team Kita-Sozialarbeit:  Kathrin Kallmeyer, Bianca Kähler, Doreen Raguschke, Vanessa Genschow, Marion Pickut, Carsten Krause

Am 19.12.19 trafen sich die Teilnehmerinnen des Elterncafes und des Sprachkurses in den Räumen von „Utopolis“ am Moritzplatz. Bei Kaffee und Gebäck tauschten sich die Teilnehmerinnen über weihnachtliche Bräuche und Rezepte aus. In gemütlicher Runde ließen wir das Jahr ausklingen mit der Hoffnung das Elterncafe und den Sprachkurs in dieser Konstellation im nächsten Jahr weiterführen zu können.

Die Schulsozialarbeit an der Grundschule „Am Umfassungsweg“ wird finanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt.