Seit einiger Zeit hat die landesweit agierende Beratungsstelle ProMann auch ein Büro in Dessau. Um auf das besondere Beratungsangebot aufmerksam zu machen, gab es jetzt einen Artikel in der Lokalzeitung der Mitteldeutschen Zeitung. Unser Berater Marian Pütsch berichtet im Interview über das, was die Beratungsstelle demnächst in Dessau vorhat:

Hier geht es zum Artikel der MZ vom 18.09.2018: MZ Artikel

 

„Bieten Sie auch Anti-Aggressionstraining an?“

Mit dieser Frage wenden sich Männer und Jungen häufig an uns. Die Antwort lautet erst einmal schlicht NEIN. Wir möchten niemandem die Aggression „abtrainieren“, denn wir sehen darin prinzipiell nicht das Problem: Aggressivität ist eine Möglichkeit innerhalb des menschlichen Verhaltensspektrums – und es gibt Situationen, da kann es notwendig sein, auf diese Möglichkeit zuzugreifen.

Ein Problem besteht dann, wenn Gewalt ins Spiel kommt. Gewalt bzw. deren Androhung sind oftmals der tragische Ausdruck unerfüllter sozialer Bedürfnisse oder der Versuch, die Kontrolle über die Situation zu behalten. Hier setzt unser Angebot „ProMann-Beratung“ an: Gemeinsam mit den Männern, die zu uns kommen, gehen wir der Frage nach, in welchen Situationen sie innerlich „auf dünnes Eis“ geraten und Gefahr laufen, die Kontrolle über sich zu verlieren.
Eine geschärfte Wahrnehmung für die eigenen Körpersignale und Emotionen hilft den Ausstieg zu finden, bevor es zur Eskalation kommt. Ist das geglückt, geht es darum, für sich zu sorgen und erst danach ggf. wieder das Gespräch mit der anderen Person zu suchen.

Wie das genau funktionieren kann? Wir erarbeiten es Schritt für Schritt innerhalb der ersten Beratungssitzungen!

Nachdem so der „Notfallkoffer“ für kommende herausfordernde Situationen gepackt ist, widmen wir uns weitergehenden Themen und Zielen, z.B.:

  • Wie drücke ich Ärger oder Wut so aus, dass meine Beziehung keinen Schaden nimmt?
  • Wie gelingt es mir Grenzen (bei mir und anderen Menschen) wahrzunehmen und zu achten?
  • Wie wurde in meiner Herkunftsfamilie mit Konflikten umgegangen und was habe ich davon – bewusst oder unbewusst – übernommen?
  • Wie möchte ich leben und wie stelle ich mir eine erfüllte Beziehung vor?

ProMann-Beratung findet als Einzelberatung statt und wird von einem männlichen Berater durchgeführt – immer mit einer Haltung von respektvoller Aufmerksamkeit, ohne jedoch unangenehmen Themen oder Fragen auszuweichen.
Gesprächsinhalte werden vertraulich behandelt. In der Regel gibt es zehn Sitzungen im Abstand von ein bis zwei Wochen.
Der Teilnahmebeitrag für eine Sitzung beträgt 15 Euro, das Erstgespräch ist kostenlos. Ermäßigung ist auf Anfrage möglich.

Adresse und Kontakt: ProMann Halle & Saalekreis, Geiststr. 29 (2. Hof, Treppe rechts) in Halle. Tel. 0151-23 23 30 21, Mail a.goedecke@dfv-lsa.de, web www.promann-halle.dfv-lsa.de

Geht die Gewalt von beiden PartnerInnen innerhalb einer Beziehung aus, kann unter bestimmten Bedingungen eine Paarberatung sinnvoll sein. Diese bietet ProMann in Zusammenarbeit mit der AWO-Interventionsstelle Häusliche Gewalt und Stalking an. Infos unter www.paarberatung-halle-saalekreis.de

Zögern Sie bei Bedarf nicht Kontakt aufzunehmen – telefonisch oder per E-Mail.

Gesprächszeiten: Montag und Dienstag 9.30 – 18 Uhr, Mittwoch nach Vereinbarung

Ich vereinbare mit Ihnen einen Termin für ein erstes Gespräch. Die Beratungsstelle ProMann Halle & Saalekreis befindet sich in der Geiststraße 29 in den Räumlichkeiten des CVJM-Familienzentrums. Sie gehen durch bis auf den zweiten Hof und nehmen die Treppe rechterhand.

 

Ganz frisch gibt es heute unseren Newsletter  für den Monat Februar zum Nachlesen. Abbonieren können Sie den Newsletter gern per EMail an schulerfolg@dfv-lsa.de.

Viele Grüße vom Netzwerkstellenteam!

Mitte Januar trafen sich die Klassensprecherinnen und Klassensprecher der Ganztagsgrundschule „Lindenhof“ und der Grundschule „Am Umfassungsweg“, um sich mit dem Thema Holocaust in Magdeburg auseinander zu setzen. Die Kinder der 3. und 4. Klasse erfuhren etwas über die Reichskristallnacht, Vernichtungslager und die Ausgrenzung der Juden in Magdeburg. Die Kinder teilten hier zum Teil bereits vorhandenes Wissen miteinander und entdeckten einige Parallelen in der heutigen Zeit. Die Kinder stellten Fragen wie: „Warum wurden die Juden verfolgt – sie haben doch nichts gemacht?“, „Warum haben so wenige Leute geholfen?“ oder „Gibt es heute auch noch böse Politiker?“. Die Schulsozialarbeiterinnen Jessica Froese, Monique Stolte und Daniela Nitschke ermutigten die Kinder ihre Augen offen zu halten und Dinge kritisch zu hinterfragen, die auch in unserer heutigen Zeit nicht gerecht sein könnten und dabei schon in ihrer Lebenswelt bei den kleinen Dingen zu beginnen.

Nach der intensiven Gesprächsrunde machte sich die Schülergruppe mit Schwamm und Putzmittel auf den Weg und polierte die Gedenksteine auf Hochglanz. Trotz eisigen Windes beklagte sich keiner und die Kinder, die noch einen zweiten Stein putzen wollten, mussten sogar ausgelost werden.

Die Klassensprecherinnen und Klassensprecher berichteten in ihren Klassen sowie im Schülerrat, was sie an diesem besonderen Tag gemacht haben und werden sicher auch weiterhin gedanklich über das Ereignis „stolpern“.

Auch zukünftig wäre es wünschenswert von den verschiedenen Vorteilen der Schulsozialarbeit zu profitieren. Neben Projekten für Klassen oder andere Gruppen unterstützt sie durch Beratung von Schüler- und Elternschaft mit den verschiedensten Anliegen, die die Schule berühren. Doch die konkrete Weiterführung nach 2020 steht noch in den Sternen, da das bisher über den Europäischen Sozialfonds finanzierte Projekt auslaufen wird. Für einen nahtlosen Übergang braucht es konkrete Schritte, die das Projekt Schulsozialarbeit ermöglichen.

Unterstützen Sie das Bündnis “Schulsozialarbeit und Netzwerkstellen dauerhaft verankern!” in Sachsen-Anhalt. Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten finden Sie unter www.aktionsbuendnis-schulsozialarbeit.de

Die Schulsozialarbeit wird über das Programm „Schulerfolg sichern“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalts gefördert.

 

 

1888 wurde der erste Bauabschnitt der Thomas Müntzer Schule in Magdeburg Neue Neustadt fertiggestellt. 130 Jahre später war dies Grund genug ein großes Jubiläumsschulfest zu feiern. In weit über 100 Jahren Schulgeschichte, hat das Gebäude einiges erlebt. Angefangen als Mädchen- und Knabenschule, mit separaten Eingängen, dann als Oberschule zu DDR Zeiten, bis hin zu einer Sekundar- dann Gemeinschaftsschule nach der Wende, haben hier Generationen von Schülern ihren Schulalltag erlebt.

Um diese lange Geschichte gebührend zu feiern haben sich die Schülerinnen und Schüler, Lehrer, Eltern und Schulsozialarbeiter einiges einfallen lassen. So gab es diverse Mitmachaktionen vom Balancieren auf der Slackline, über die Kinderbaustelle des Deutschen Familienverbandes, bis hin zu einem großen aufblasbaren Menschenkicker war für jeden in jeder Altersstufe etwas spannendes dabei. Es gab Gesangsaufführungen von Schülerinnen, eine Theateraufführung des Theaterkurses und Tanzaufführungen. Die besten Schülerinnen und Schüler des Schuljahres wurden durch die Schulleitung geehrt und die Eltern und Kinder der neuen fünften Klasse willkommen geheißen. Eingeladen waren auch ehemalige Schülerinnen und Schüler, sowie Lehrer der Thomas Müntzer Schule. Zu Gast war auch der Oberbürgermeister der Stadt Magdeburg, Lutz Trümper.

Die Schulsozialarbeiter der „Thomas Müntzer“ Schule, Franziska Groth und André de la Chaux, unterstützten das Schulfest durch die Gewinnung vieler Kooperationspartner, die das Fest tatkräftig mitgestalteten u.a. die Outlaw gGmbH, die Vila Wertvoll, das Kinder- und Jugendzentrum „Bauarbeiter“, die Jungen Humanisten, das Internationale Begegnungszentrum Barleber See und die Kinderbaustelle des Deutschen Familienverbandes Sachsen-Anhaltes. Allen Akteuren sei nochmals ein großer Dank für Ihre Unterstützung ausgesprochen!

Seit 1998, also seit 20 Jahren, haben Schulsozialarbeiter an der Schule gearbeitet. Damit ist die Schule einer der Vorreiter im Bereich Sozialarbeit an Schulen in Sachsen-Anhalt. Leider ist die Schulsozialarbeit an der „Thomas Müntzer“ Schule seit 20 Jahren aber auch Projektfinanziert und stand schon mehrfach vor dem aus. Auch jetzt läuft das Projekt erstmal nur bis zum Jahr 2020.

„Ich bin echt durch.“ „Ich bin froh wenn das Jahr vorbei ist.“. Diese Sätze kommen Ihnen/ Euch bekannt vor? Besonders am Ende des Jahres kann es von Vorteil sein den Blick auf uns selbst zu richten, neue Energie zu sammeln und gestärkt in ein neues Jahr zu starten.

Die Netzwerkstelle „Schulerfolg“ Magdeburg und die Beratungsagentur „FISCHERFRISCH“ laden herzlich zur Fortbildung „Achtsamkeit und Resonanz“ ein.

 

Termin:
13. Dezember 2018 von 9:00 bis 17:00 Uhr

Veranstaltungsort
Bildungsnetzwerk Magdeburg gGmbH, Villa Böckelmann
Lüttgen-Ottersleben 18A, 39116 Magdeburg

Die Referenten:
Als Lernbegleiter für diesen Tag sind Eric Fischer und Dominik Frisch für Euch da. Gemeinsam führen sie das Magdeburger Beratungsunternehmen „FISCHERFRISCH.“. Bundesweit bieten sie Coaching, Organisationsentwicklung und Beratung für Change, Agilität und Kulturentwicklung an.

Eingeladen sind sozialpädagogische Fachkräfte aus Magdeburg. Die Veranstaltung ist kostenfrei, Mittagstisch auf Selbstkostenbasis.

Die vollständige Ausschreibung und das Anmeldeformular finden Sie hier: Ausschreibung_Achtsamkeit und Resonanz

Die Netzwerkstelle „Schulerfolg“ wird über das Programm „Schulerfolg sichern“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalts gefördert.