Am 20.11.19 trafen sich die Mädchen vom Mädchen-Treff der GS „Am Umfassungsweg“ gemeinsam mit ihrer Schulsozialarbeiterin Daniela Nitschke (Deutscher Familienverband Sachsen-Anhalt e.V.) um an den POW-Games teilzunehmen.Wir trafen uns mit Fransiszka Dutsch von der LKJ (Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V.) vor dem „Kloster unseren lieben Frauen“. Dort bekamen wir einen kurzen Einblick ins Museum des Klosters.

Anschließend ging es wieder raus an die frische Luft:

Nach einigen Kennlernspielen ging es mit der „POW Games Box“ auf Erkundungstour rings um das Kloster. In der Box gab es verschiedene Aufgaben um die Stadt und die nähere Umgebung besser kennen zu lernen. Die gestellten Aufgaben wurden von den Mädchen mit viel Spaß und Begeisterung absolviert.
Die Bewegung an der frischen Luft und die vielfältigen Eindrücke haben uns sehr viel Freude bereitet und wir konnten viele neue Eindrücke von unserer Heimatstadt gewinnen.

Die Schulsozialarbeit an der Grundschule „Am Umfassungsweg““ wird aus Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt finanziert.

Das Arbeiten mit Ton ist seit mehreren Jahren zu einem festen Bestandteil der pädagogischen Arbeit an der Makarenkoschule geworden. Der Schulsozialarbeiter Herr Engel unterstützt dies seit Beginn an. Jetzt zur Vorweihnachtszeit sind die Klassen natürlich besonders aktiv, da aus Ton sehr schöne Weihnachtsgeschenke gemacht werden können. Auch die Jüngsten sind dabei schon sehr fleißig und haben für ihre Liebsten herzförmige Teelichthalter hergestellt.

Das Arbeiten mit Ton hat auf die Schüler/innen der Makarenkoschule einen besonderen Einfluss. Trotz ihres häufig schwierigen Verhaltens, schaffen sie es, beim Arbeiten mit Ton mehrere Stunden konzentriert und kreativ tätig zu sein. Jeder Klasse freut sich sehr drauf, wenn sie die Möglichkeit haben, mit Herrn Engel zu töpfern.

Bericht von Sebastian Engel

Die Schulsozialarbeit an der „Makarenkoschule“ wird aus Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt finanziert. Auf Grund der Befristung bis 2020 unterstützen wir das Bündnis “Schulsozialarbeit und Netzwerkstellen dauerhaft verankern!” in Sachsen-Anhalt. Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten finden Sie unter http://www.aktionsbuendnis-schulsozialarbeit.de.

„Wenn das Leben dir Zitronen schenkt, mach Limonade draus!“ sagt ein beliebter Kalenderspruch – als ob es so einfach wäre, Niederlagen und Schläge wegzustecken, wenn man es nur „richtig“ anginge!

Kommen wir ins Gespräch darüber, was die Enttäuschungen und Brüche, welche das Leben so mit sich bringt, tatsächlich für uns bedeuten. Tauschen wir uns darüber aus, wo wir im Moment jeweils stehen und was uns dabei helfen könnte, die anstehenden Veränderungen gut zu bewältigen.
Wir beginnen mit einem gemeinsamen Frühstück. Mit dabei ist Annett Göhre – sie begleitet als Sozialpädagogin im faz halle Menschen in kritischen Übergängen. Sie gibt uns einen Einblick in ihren Erfahrungsschatz und lädt zum Austausch ein.

Zeit: 5. Dezember 2019, 9.30 – 12.30 Uhr

Ort: Beratungsstelle ProMann im faz halle, Geiststr. 29 in Halle (Saale)

Diese Veranstaltung wurde ermöglicht durch die Projektförderung des Saalekreises – Spende zur Deckung der Unkosten für das Frühstück erwünscht.

Zum Weltkindertag macht sich der Deutsche Familienverband (DFV) für die Schulsozialarbeit stark, die effektiv gegen Schulabbrüche vorbeugt.

(Berlin/Magdeburg). Schulerfolg ist eine wichtige Voraussetzung für den Übergang in eine höhere Schulform und den späteren beruflichen Einstieg. Schulsozialarbeit hilft, Jahrgangswiederholungen und Schulabbruch zu verhindern. Schulsozialarbeiter sind wichtige Bezugspersonen für alle Schüler. Bei Konflikten stehen sie ihnen mit altersgerechten und konstruktiven Hilfen zur Seite. „Wir können nicht auf Schulsozialarbeit verzichten. Sie gehört an jede Schule“, sagt René Lampe, Vizepräsident des DFV.

Obwohl Schulsozialarbeit seit Jahren Praxis an Schulen ist, gestaltet sich die Finanzierung schwierig. In Sachsen-Anhalt, dem Land mit der höchsten Schulabbrecher-Quote bundesweit, steht die Finanzierung regelmäßig auf wackeligen Füßen. „Das ist schlecht für die Schulsozialarbeit, aber vor allem ist es dramatisch für die Kinder und ihre Eltern. Schulsozialarbeit braucht Verlässlichkeit“, so Lampe.

2009 hat Sachsen-Anhalt das Programm „Schulerfolg sichern“ auf die Beine gestellt, das aus EU-Fördergeldern und Landesmitteln finanziert wird. 14 Netzwerkstellen sind regional tätig und an 350 Schulen helfen Schulsozialarbeiter – mit deutlichem Erfolg. „Die positiven Ergebnisse zeigen sich in der Einzelarbeit mit Schülerinnen und Schülern sowie mit ihren Familien. Schulsozialarbeiter stehen zum Teil vor schwierigen Themen wie Kindeswohlgefährdung oder sexueller Missbrauch. Durch die Zuwanderung ist eine neue Herausforderung dazu gekommen, die auch mit vielen Chancen verbunden ist“, sagt Lampe.

Die Förderung der Schulsozialarbeit in Sachsen-Anhalt ist noch bis Juli 2021 gesichert. Was danach passiert, ist unklar. Seit vergangenem Jahr setzt sich das Aktionsbündnis Schulsozialarbeit landesweit für die Schulsozialarbeit ein und hat Rückhalt aus der Bevölkerung und den Parteien erhalten. „Es gibt eine breite Zustimmung. Auch die Landesregierung hat Unterstützung versprochen. Jetzt braucht es konkrete Maßnahmen, damit es keine Lippenbekenntnisse werden“, so Lampe.

Wer sind die Marta, Alexandra Popp oder Sam Kerr der Zukunft? Vielleicht findet sich ein künftiger Frauen-Fußball-Star ja in Magdeburg? Immerhin hat Nationaltorhüterin Almuth Schult ja auch mal hier die Fußballschuhe geschnürt.

Parallel zur Frauen-Fußball-WM fanden am 19.06. 2019 die Stadtjugendspiele im Mädchenfußballstatt im Stadion der Bauarbeiter statt. Die Mädchen der Fußball-AG der Grundschule „An der Klosterwuhne“, trainiert und betreut von den Schulsozialarbeiter_innen Lina Borges und Torsten Boek, beteiligten sich zum dritten Mal an diesem Turnier und konnten es nun erstmals auch gewinnen. In spannenden und schweißtreibenden Spielen bei großer Hitze, setzten sich die Mädels gegen 5 andere Teams in der Klassenstufe 3-4 durch. Dabei gewannen sie 3 Spiele und blieben ohne Gegentor. Die Freude war natürlich groß, denn für einige Mädchen war es das letzte Turnier im Rahmen der AG, da sie nach der vierten Klasse die Grundschule verlassen.

Insgesamt war das ein gelungener Abschluss der Mädchen-Fußball-AG im Schuljahr 2018/19. Großer Dank gilt dem Stadtsportbund und vor allem Dania Schuster für die gute Organisation.

Die Schulsozialarbeit an der Grundschule “Klosterwuhne” wird finanziert aus Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt.

Zum Jahresausklang ging es am 24.06.2019 für 45 Schülerinnen und Schülern der Grundschule Kritzmannstraße hoch hinaus. Eingeladen haben die Schulsozialarbeiter Carlos Martinez und Julia Walstab die aktiven Schüler des Schülerrates, die Streitschlichter und die besten Schüler der „Flüsterolympiade“ des Sozialtrainings, um mit ihnen die tollen Leistungen und ihr Engagement zu feiern. Jeder einzelne von ihnen hat im vergangenen Schuljahr auf seine Art und Weise zu einem besseren Schulklima beigetragen.

In fünf Klassen der Klassenstufe 1 und 2 haben die beiden Schulsozialarbeiter im vergangenen Schuljahr wöchentlich Sozialtrainings durchgeführt. Zu einem festen Bestandteil dieses Training wurde für die Kinder die sogenannte Flüsterolympiade. Neben den Übungen zur Schulung von Teamwork, Aufmerksamkeit, Vertrauensaufbau und gewaltfreier Kommunikation wurden in jedem Training für besonders positives Verhalten fleißig Flüsterbänder gesammelt.

Ein „Flüsterband“ zu erhalten heißt, auch in herausfordernden Situationen die Ruhe bewahren zu können, Kritik möglichst konstruktiv und ruhig zu formulieren und der Gruppe wegen auch mal eigene Interessen zurückzustellen.

Die Flüsterolympiade zeigte im Schulverlauf positive Effekte im Bezug auf die Handlungen der Schüler. Grund dafür ist zum einen, dass die Kinder durch den Erhalt eines Flüsterbandes eine unmittelbare Rückmeldung ihrer Handlungen bekamen und auch durch Modelllernen positive Handlungen ihrer Mitschüler übernahmen. Zum anderen wurden das Lob und damit auch die Kinder in den Mittelpunkt gestellt, welche im Schulalltag oft aufgrund ihres guten Verhaltens eher in den Hintergrund geraten.

So auch die Kinder, die nach sechs Stunden Unterricht sich noch Zeit nahmen, um in den Schülerrat ihre Ideen einzubringen und Lösungen zu finden oder, um die Grundlagen für die Streitschlichtung zu lernen. Die insgesamt 45 Kinder waren an diesem Tag mit großer Freude hüpften und haben die Wirksamkeit der Schulsozialarbeit mitgefeiert.

Die Schulsozialarbeit an der Grundschule “Kritzmannstraße” wird finanziert aus Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt.

Der DFV unterstützte am vergangenen Freitag (26.07.2019), als Kooperationspartner, die Hochschule Magdeburg-Stendal bei der Durchführung des DAAD – Projektes „Soziale Arbeit mit Geflüchteten“. Das Projekt befindet sich unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Rahm Hajji. Im Rahmen des Forschungsprojektes und der damit verbundenen Studienreise, waren Studierende und Lehrende der Al Balqa University –Jordanien–, der An-Najah University –Palästina–, der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Hochschule Neubrandenburg für einen Tag zu Gast im Bürgerhaus des Magdeburger Stadtteils Kannenstieg. Der DFV stellte seine Räumlichkeiten und den neugestalteten Hof als Raum der Begegnung zur Verfügung. In diesem Rahmen gelang es, einen Austausch zwischen den Bewohnern des Stadtteils (Menschen mit und ohne Migrationshintergrund), den internationalen und ortsansässigen Sozialarbeiterinnen/ Sozialarbeitern und Schulsozialarbeiterinnen/ Schulsozialarbeitern. Durch ein gemeinsames Grillfest, mit kulinarischen Köstlichkeiten aus den verschiedenen Ländern, wurde eine freundschaftlich familiäre Atmosphäre geschaffen. Diese ermöglichte, in einen Dialog über die für die Bewohner*innen des Stadtteils Kannenstieg bedeutsamen Themen zu gelangen. Harmonische musikalische Klänge rundeten den Abend ab. Ein Highlight für alle Gäste war es, sich traditionelle afrikanische Rastazöpfe mit bunten Strähnen ins Haar flechten zu lassen. Der Hof des Bürgerhauses Kannenstieg war bunt gemischt, mit Menschen aus verschiedensten Ländern und mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, die in einen gemeinschaftlichen Dialog getreten sind. Der ganze Tag war geprägt von einem harmonischen, respektvollen, wertschätzenden und freundschaftlichen Umgang miteinander.

 

 

„Jeder Tag ist ein Angeltag, aber nicht jeder Tag ist ein Fangtag.“ Diese Anglerweisheit ist einer der ersten Sätze, die der Schulsozialarbeiter Herr Engel seinen angehenden Junganglern mit auf den Weg gibt. Um ihnen zu zeigen, wie schön so ein Fangtag sein kann, veranstaltete der Schulsozialarbeiter Herr Engel auch dieses Jahr wieder ein Sommerangelcamp. Es fand zum dritten Mal am Angelsee der Familie Diehr in Platschow statt .IMG_5990
Drei Jungs der Makarenkoschule und der pädagogische Mitarbeiter Herr Möller fuhren gemeinsam mit Herrn Engel nach Platschow. Vom 30.08.2019 – 02.08.2019 erlebten sie ein spannendes und aufregendes Angelabenteuer.

Es wurden insgesamt 8 Forellen, 7 Störe und eine Schleie gefangen. Leider entwischten Ihnen noch mindestens 4 weitere Störe. Die Jungs zeigten ein hohes Maß an Geduld und Interesse, was sich an der großen Ausbeute widerspiegelt. Auch wenn sie ab und zu mal eine Angelpause brauchten um zu toben, haben sie doch gezeigt, dass sie in einer angenehmen und entspannten Umgebung, weniger gestresst und reizbar sind. Um den Jungs aufzuzeigen, dass sie selbst etwas dafür tun müssen um ausgeglichen zu sein, wurden in kleinen Abendgesprächsrunden die Tage ausgewertet.


Natürlich soll es auch im nächsten Jahr wieder ein Sommerangelcamp geben. Die drei Jungs von diesem Jahr, wären sofort wieder dabei, sagten sie beim Abschied. In diesem Jahr wurde das Sommerangelcamp mit der freundlichen Unterstützung der Royal Fishing Kinderhilfe ermöglicht.

Ein Bericht von Sebastian Engel

Die Schulsozialarbeit an der „Makarenkoschule“ wird aus Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt finanziert.

 

„Bieten Sie auch Anti-Aggressionstraining an?“

Mit dieser Frage wenden sich Männer und Jungen häufig an uns. Die Antwort lautet erst einmal schlicht NEIN. Wir möchten niemandem die Aggression „abtrainieren“, denn wir sehen darin prinzipiell nicht das Problem: Aggressivität ist eine Möglichkeit innerhalb des menschlichen Verhaltensspektrums – und es gibt Situationen, da kann es notwendig sein, auf diese Möglichkeit zuzugreifen.

Ein Problem besteht dann, wenn Gewalt ins Spiel kommt. Gewalt bzw. deren Androhung sind oftmals der tragische Ausdruck unerfüllter sozialer Bedürfnisse oder der Versuch, die Kontrolle über die Situation zu behalten. Hier setzt unser Angebot „ProMann-Beratung“ an: Gemeinsam mit den Männern, die zu uns kommen, gehen wir der Frage nach, in welchen Situationen sie innerlich „auf dünnes Eis“ geraten und Gefahr laufen, die Kontrolle über sich zu verlieren.
Eine geschärfte Wahrnehmung für die eigenen Körpersignale und Emotionen hilft den Ausstieg zu finden, bevor es zur Eskalation kommt. Ist das geglückt, geht es darum, für sich zu sorgen und erst danach ggf. wieder das Gespräch mit der anderen Person zu suchen.

Wie das genau funktionieren kann? Wir erarbeiten es Schritt für Schritt innerhalb der ersten Beratungssitzungen!

Nachdem so der „Notfallkoffer“ für kommende herausfordernde Situationen gepackt ist, widmen wir uns weitergehenden Themen und Zielen, z.B.:

  • Wie drücke ich Ärger oder Wut so aus, dass meine Beziehung keinen Schaden nimmt?
  • Wie gelingt es mir Grenzen (bei mir und anderen Menschen) wahrzunehmen und zu achten?
  • Wie wurde in meiner Herkunftsfamilie mit Konflikten umgegangen und was habe ich davon – bewusst oder unbewusst – übernommen?
  • Wie möchte ich leben und wie stelle ich mir eine erfüllte Beziehung vor?

ProMann-Beratung findet als Einzelberatung statt und wird von einem männlichen Berater durchgeführt – immer mit einer Haltung von respektvoller Aufmerksamkeit, ohne jedoch unangenehmen Themen oder Fragen auszuweichen.
Gesprächsinhalte werden vertraulich behandelt. In der Regel gibt es zehn Sitzungen im Abstand von ein bis zwei Wochen.
Der Teilnahmebeitrag für eine Sitzung beträgt 15 Euro, das Erstgespräch ist kostenlos. Ermäßigung ist auf Anfrage möglich.

Adresse und Kontakt: ProMann Halle & Saalekreis, Geiststr. 29 (2. Hof, Treppe rechts) in Halle. Tel. 0151-23 23 30 21, Mail a.goedecke@dfv-lsa.de, web www.promann-halle.dfv-lsa.de

Geht die Gewalt von beiden PartnerInnen innerhalb einer Beziehung aus, kann unter bestimmten Bedingungen eine Paarberatung sinnvoll sein. Diese bietet ProMann in Zusammenarbeit mit der AWO-Interventionsstelle Häusliche Gewalt und Stalking an. Infos unter www.paarberatung-halle-saalekreis.de

Ganz frisch gibt es heute unseren Newsletter  für den Monat Februar zum Nachlesen. Abbonieren können Sie den Newsletter gern per EMail an schulerfolg@dfv-lsa.de.

Viele Grüße vom Netzwerkstellenteam!

Mitte Januar trafen sich die Klassensprecherinnen und Klassensprecher der Ganztagsgrundschule „Lindenhof“ und der Grundschule „Am Umfassungsweg“, um sich mit dem Thema Holocaust in Magdeburg auseinander zu setzen. Die Kinder der 3. und 4. Klasse erfuhren etwas über die Reichskristallnacht, Vernichtungslager und die Ausgrenzung der Juden in Magdeburg. Die Kinder teilten hier zum Teil bereits vorhandenes Wissen miteinander und entdeckten einige Parallelen in der heutigen Zeit. Die Kinder stellten Fragen wie: „Warum wurden die Juden verfolgt – sie haben doch nichts gemacht?“, „Warum haben so wenige Leute geholfen?“ oder „Gibt es heute auch noch böse Politiker?“. Die Schulsozialarbeiterinnen Jessica Froese, Monique Stolte und Daniela Nitschke ermutigten die Kinder ihre Augen offen zu halten und Dinge kritisch zu hinterfragen, die auch in unserer heutigen Zeit nicht gerecht sein könnten und dabei schon in ihrer Lebenswelt bei den kleinen Dingen zu beginnen.

Nach der intensiven Gesprächsrunde machte sich die Schülergruppe mit Schwamm und Putzmittel auf den Weg und polierte die Gedenksteine auf Hochglanz. Trotz eisigen Windes beklagte sich keiner und die Kinder, die noch einen zweiten Stein putzen wollten, mussten sogar ausgelost werden.

Die Klassensprecherinnen und Klassensprecher berichteten in ihren Klassen sowie im Schülerrat, was sie an diesem besonderen Tag gemacht haben und werden sicher auch weiterhin gedanklich über das Ereignis „stolpern“.

Auch zukünftig wäre es wünschenswert von den verschiedenen Vorteilen der Schulsozialarbeit zu profitieren. Neben Projekten für Klassen oder andere Gruppen unterstützt sie durch Beratung von Schüler- und Elternschaft mit den verschiedensten Anliegen, die die Schule berühren. Doch die konkrete Weiterführung nach 2020 steht noch in den Sternen, da das bisher über den Europäischen Sozialfonds finanzierte Projekt auslaufen wird. Für einen nahtlosen Übergang braucht es konkrete Schritte, die das Projekt Schulsozialarbeit ermöglichen.

Unterstützen Sie das Bündnis “Schulsozialarbeit und Netzwerkstellen dauerhaft verankern!” in Sachsen-Anhalt. Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten finden Sie unter www.aktionsbuendnis-schulsozialarbeit.de

Die Schulsozialarbeit wird über das Programm „Schulerfolg sichern“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalts gefördert.

 

 

1888 wurde der erste Bauabschnitt der Thomas Müntzer Schule in Magdeburg Neue Neustadt fertiggestellt. 130 Jahre später war dies Grund genug ein großes Jubiläumsschulfest zu feiern. In weit über 100 Jahren Schulgeschichte, hat das Gebäude einiges erlebt. Angefangen als Mädchen- und Knabenschule, mit separaten Eingängen, dann als Oberschule zu DDR Zeiten, bis hin zu einer Sekundar- dann Gemeinschaftsschule nach der Wende, haben hier Generationen von Schülern ihren Schulalltag erlebt.

Um diese lange Geschichte gebührend zu feiern haben sich die Schülerinnen und Schüler, Lehrer, Eltern und Schulsozialarbeiter einiges einfallen lassen. So gab es diverse Mitmachaktionen vom Balancieren auf der Slackline, über die Kinderbaustelle des Deutschen Familienverbandes, bis hin zu einem großen aufblasbaren Menschenkicker war für jeden in jeder Altersstufe etwas spannendes dabei. Es gab Gesangsaufführungen von Schülerinnen, eine Theateraufführung des Theaterkurses und Tanzaufführungen. Die besten Schülerinnen und Schüler des Schuljahres wurden durch die Schulleitung geehrt und die Eltern und Kinder der neuen fünften Klasse willkommen geheißen. Eingeladen waren auch ehemalige Schülerinnen und Schüler, sowie Lehrer der Thomas Müntzer Schule. Zu Gast war auch der Oberbürgermeister der Stadt Magdeburg, Lutz Trümper.

Die Schulsozialarbeiter der „Thomas Müntzer“ Schule, Franziska Groth und André de la Chaux, unterstützten das Schulfest durch die Gewinnung vieler Kooperationspartner, die das Fest tatkräftig mitgestalteten u.a. die Outlaw gGmbH, die Vila Wertvoll, das Kinder- und Jugendzentrum „Bauarbeiter“, die Jungen Humanisten, das Internationale Begegnungszentrum Barleber See und die Kinderbaustelle des Deutschen Familienverbandes Sachsen-Anhaltes. Allen Akteuren sei nochmals ein großer Dank für Ihre Unterstützung ausgesprochen!

Seit 1998, also seit 20 Jahren, haben Schulsozialarbeiter an der Schule gearbeitet. Damit ist die Schule einer der Vorreiter im Bereich Sozialarbeit an Schulen in Sachsen-Anhalt. Leider ist die Schulsozialarbeit an der „Thomas Müntzer“ Schule seit 20 Jahren aber auch Projektfinanziert und stand schon mehrfach vor dem aus. Auch jetzt läuft das Projekt erstmal nur bis zum Jahr 2020.